Lachsöl für Hunde: Wirkung, richtige Dosierung und gute Qualität erkennen


Weißer Schweizer Schäferhund bekommt Öl aus einer Pipette, daneben eine braune Glasflasche – Lachsöl für Hunde
Ein Schuss Lachsöl ins Futter, und das Fell glänzt wieder? Viele Hundehalterinnen schwören darauf, und doch findest Du überall andere Mengenangaben. Lachsöl kann eine sinnvolle Ergänzung für Deinen Hund sein, braucht aber nicht jeder Hund, und die richtige Menge hängt vom Öl ab. Hier erfährst Du, wofür Lachsöl gut sein kann, wie viel Du gibst und woran Du ein gutes Öl erkennst.

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Lachsöl beim Hund: Das Wichtigste im Überblick
  • Lachsöl ist vor allem wegen der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA interessant, die Dein Hund kaum selbst bilden kann.
  • Ein ausgewogenes Alleinfuttermittel deckt den Grundbedarf meist schon. Sinnvoll ist eine Ergänzung vor allem beim Barfen und je nach Situation bei Haut, Fell, Gelenken oder im Alter.
  • Für die Gelenke gibt es vergleichsweise gute Studien, bei Haut und Fell sind die Ergebnisse gemischter.
  • Wie viel Lachsöl passt, hängt vom Körpergewicht Deines Hundes und vom Gehalt des Öls ab. Starte immer mit einer kleinen Menge.
  • Zu viel Öl kann Durchfall auslösen und bringt zusätzliche Kalorien in den Napf.
  • Gutes Lachsöl riecht frisch, ist klar deklariert und gehört nach dem Öffnen in den Kühlschrank.
  • Bekommt Dein Hund Medikamente, steht eine Operation an oder hat er eine Vorerkrankung, frag vorher in Deiner Tierarztpraxis nach.
So kannst Du vorgehen
  • Schau auf das Etikett Deines Futters: Sind Fischöl, Lachsöl oder EPA und DHA schon enthalten?
  • Überlege, wofür Du es geben möchtest, etwa als Ergänzung beim Barfen oder für Fell und Gelenke.
  • Wähle ein Öl mit klarer Deklaration, frischem Geruch und dunkler Flasche.
  • Beginne mit einer kleinen Menge und steigere sie über etwa zwei Wochen bis zur empfohlenen Tagesmenge.
  • Lagere das Öl nach dem Öffnen im Kühlschrank und beobachte Fell, Kot und Beweglichkeit über einige Wochen.

Hinweis: Lachsöl ist ein Ergänzungsfuttermittel. Es ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung. Hat Dein Hund Hautprobleme, Gelenkbeschwerden oder eine Vorerkrankung, lass die Ursache abklären und stimme die Ergänzung mit Deiner Tierarztpraxis ab.


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Was ist Lachsöl und was steckt drin?

Lachsöl wird aus Lachs gewonnen und ist vor allem wegen seiner Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA für Hunde interessant. EPA steht für Eicosapentaensäure, DHA für Docosahexaensäure. Beide sind sogenannte langkettige Omega-3-Fettsäuren. Sie werden in die Zellwände im ganzen Körper eingebaut, zum Beispiel in Haut, Gelenken, Nerven und Augen. Dein Hund kann sie aus pflanzlichen Vorstufen nur in kleinen Mengen selbst bilden. Deshalb kommen sie vor allem über das Futter in den Körper.

Warum ist das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6 so wichtig?

Aus beiden Fettsäure-Familien bildet der Körper Botenstoffe, sogenannte Eicosanoide. Aus der Omega-3-Fettsäure EPA entstehen vor allem Botenstoffe, die Entzündungsreaktionen eher dämpfen und die Gefäße weiten. Aus der Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure entstehen dagegen Botenstoffe, die Entzündungen eher fördern und die Gefäße verengen.1 Das klingt zunächst negativ, ist aber wichtig: Omega-6-Botenstoffe helfen dem Körper zum Beispiel bei Abwehrreaktionen und bei der Blutgerinnung. Es kommt also auf ein ausgewogenes Verhältnis an.

Lachsöl gehört zu den Fischölen. „Omega-3“ ist dagegen der Oberbegriff für eine ganze Gruppe von Fettsäuren. Dazu zählt auch die pflanzliche Alpha-Linolensäure (ALA), die zum Beispiel in Leinöl steckt. Worin sich die Öle unterscheiden, zeigt der Vergleich weiter unten. Daneben enthält Lachsöl weitere Fettsäuren wie Omega-6 und Omega-9. Omega-6 bekommt Dein Hund meist schon reichlich über Fleisch und pflanzliche Öle im Futter.


Braucht mein Hund überhaupt Lachsöl?

Nicht jeder Hund braucht zusätzlich Lachsöl. Ein ausgewogenes Alleinfuttermittel deckt den Grundbedarf Deines Hundes an Nährstoffen, auch an Fettsäuren. Viele Futtersorten enthalten schon Fisch- oder Lachsöl, das zeigt Dir die Deklaration auf der Verpackung. Wie Du ein Etikett richtig liest, erklären wir in unserem Ratgeber zur Ernährungspyramide für Hunde. Welches Futter zu Deinem Hund passt, findest Du mit unserem Futterberater heraus.

Eine Ergänzung mit Lachsöl kann in diesen Situationen sinnvoll sein:

  • Du barfst oder kochst selbst: Dann gehört ein passendes Öl meist zur Ration. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Barfen.
  • Das Fell wirkt stumpf oder die Haut trocken: Lass zuerst klären, woher das kommt. Danach kann Lachsöl ein Baustein in der Fütterung sein.
  • Dein Hund ist älter: Dann rücken Haut, Fell und Beweglichkeit oft stärker in den Blick.
  • Die Gelenke sind stark gefordert: etwa bei Sporthunden oder bekannten Gelenkproblemen.
  • Im Fellwechsel: Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Fellwechsel beim Hund.
  • In der Trächtigkeit oder bei Darmproblemen: In diesen Fällen bitte immer in Rücksprache mit Deiner Tierarztpraxis.

Bei Gelenkproblemen, Hautbeschwerden oder einer Erkrankung stimmst Du die Ergänzung am besten mit Deiner Tierarztpraxis ab. Wenn Du Lachsöl ergänzen möchtest, kommt es vor allem auf zwei Dinge an: die passende Menge und ein Öl in guter Qualität.


Wofür ist Lachsöl bei Hunden gut?

Lachsöl kann die Versorgung Deines Hundes mit EPA und DHA verbessern. Am besten untersucht ist das bei Gelenkbeschwerden, bei Haut und Fell sind die Ergebnisse gemischter. Zu Omega-3-Fettsäuren beim Hund gibt es zahlreiche Studien. Die wichtigsten Bereiche ordnen wir hier für Dich ein.

Lachsöl für Haut und Fell: Hilft es bei Juckreiz?

Omega-3-Fettsäuren sind am Aufbau der Hautbarriere beteiligt und können so Haut und Fell Deines Hundes unterstützen. In Laborversuchen mit Hautzellen von Hunden förderten EPA und Linolsäure die Bildung von Ceramiden. Das sind Fettstoffe, die wie ein Mörtel zwischen den Hautzellen sitzen und die Hautbarriere dicht halten.2 Wie schnell sich Haut und Fell verändern, ist von Hund zu Hund verschieden.

Bei Juckreiz ist die Lage weniger eindeutig. In einer kleinen Studie mit 29 Hunden mit atopischer Dermatitis, einer allergisch bedingten Hauterkrankung, besserte sich das Hautbild über zehn Wochen sowohl mit einem EPA- und DHA-Präparat als auch mit Leinöl, nicht aber mit einem Placebo.3 Das ist ermutigend, aber kein Beweis dafür, dass Lachsöl Juckreiz zuverlässig lindert.

Wichtig zu wissen: Juckreiz hat immer eine Ursache, zum Beispiel eine Allergie, Parasiten oder eine Futtermittelunverträglichkeit. Lass ihn deshalb tierärztlich abklären. Lachsöl kann die Fütterung danach ergänzen, die Ursache behebt es nicht. Mehr dazu in unseren Ratgebern zu Hautproblemen beim Hund, Allergien beim Hund und Ekzemen beim Hund.

Lachsöl für die Gelenke

Für die Gelenke ist der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren beim Hund vergleichsweise gut untersucht. Eine Übersichtsarbeit, die viele Studien zu Futter und Ergänzungen bei Arthrose zusammengefasst hat, fand für Omega-3-angereichertes Futter und Omega-3-Ergänzungen eine klar erkennbare schmerzlindernde Wirkung.4

In einer Studie mit 38 Hunden mit Arthrose belasteten nach 90 Tagen deutlich mehr Hunde ihre Beine besser, wenn sie ein Futter mit viel Fischöl bekamen.5

Eine andere Studie mit 77 Hunden fand dagegen nach 16 Wochen keinen deutlichen Unterschied zu einem Placebo-Öl. Die Hunde, die Fischöl bekamen, verbesserten sich im Vergleich zum Studienbeginn aber in mehreren Punkten, und ihre Halterinnen und Halter waren zufriedener. Die Forschenden sprechen von einer kleinen, aber echten Linderung.6

Für Dich heißt das: Lachsöl kann bei Gelenkproblemen ein Baustein sein, ersetzt aber keine Behandlung. Bei Arthrose werden oft höhere Mengen Omega-3 eingesetzt, das gehört in die Hand Deiner Tierarztpraxis. Mehr dazu liest Du in unseren Ratgebern zu Arthrose beim Hund, zur Hüftdysplasie, zur Ellenbogendysplasie und zur Grünlippmuschel beim Hund. Mehr rund um Gelenke und Beweglichkeit findest Du auf unserer Gelenke-Seite.

Lachsöl bei älteren Hunden, Herz- und Nierenerkrankungen

Bei älteren Hunden kann Lachsöl die Fütterung ergänzen, wenn Haut, Fell oder Beweglichkeit nachlassen. Gerade im Alter lohnt es sich aber, die ganze Ration anzuschauen, statt nur ein Öl dazuzugeben. Worauf es bei der Fütterung älterer Hunde ankommt, liest Du auf unserer Seite für Hunde-Senioren.

Bei Nierenerkrankungen gehören langkettige Omega-3-Fettsäuren je nach Stadium zu den Bausteinen der Ernährungstherapie. Spezielle Nierendiäten enthalten deshalb häufig mehr davon. Diese Diäten verändern aber zugleich Phosphor, Eiweiß und weitere Nährstoffe. Ein Nutzen lässt sich daher nicht allein dem Omega-3 zuschreiben, und Omega-3 ersetzt nie die übrige Nierenbehandlung.7

Auch bei Herzerkrankungen wird Omega-3 untersucht. Eine Übersichtsarbeit fand Hinweise auf positive Effekte bei Hunden mit chronischer Herzschwäche, betont aber, dass noch bessere Studien nötig sind.8 Ob und wie viel Omega-3 Dein Hund bei einer Herz- oder Nierenerkrankung bekommt, legt deshalb Deine Tierarztpraxis fest. Mehr dazu in unseren Ratgebern zu Herzinsuffizienz und Niereninsuffizienz beim Hund.

Lachsöl ganzheitlich betrachtet: Fettsäuren, Darm und Haut

Aus ganzheitlicher Sicht ist Lachsöl ein Baustein in der Ernährung, kein Einzelmittel. Fette werden im Darm verdaut und aufgenommen, erst dann kann der Körper sie nutzen. Haut, Fell und Darm stehen dabei in enger Verbindung: Eine ausgewogene Ration, eine gute Verdauung und ein stabiler Darm bilden die Basis, ein Öl kann diese Basis ergänzen.

Bei „Das Gesunde Tier“ begleitet uns der Gedanke „Gesunde Hunde beginnen im Darm“. Er beschreibt unsere Haltung, keine Garantie. Wie Du die Darmflora Deines Hundes unterstützen kannst, liest Du in unserem Ratgeber Darmflora beim Hund aufbauen.


Wie viel Lachsöl darf mein Hund bekommen?

Wie viel Lachsöl Dein Hund bekommt, richtet sich nach seinem Körpergewicht und nach dem Gehalt des Öls. Halte Dich an die Fütterungsempfehlung des Herstellers und starte mit einer kleineren Menge.

Die Angaben im Netz reichen von einem Viertel Teelöffel bis zu einem Esslöffel pro zehn Kilo. Der Grund: Lachsöle enthalten unterschiedlich viel EPA und DHA. Entscheidend ist, wie viel davon im Napf landet, nicht die Zahl der Teelöffel. Fachleute empfehlen deshalb, dass Hersteller den Gehalt an EPA und DHA klar angeben.9

Hersteller geben die Fütterungsempfehlung passend für den Gehalt an EPA und DHA in ihrem Produkt an.

So startest Du: Beginne mit einem Viertel der Tagesmenge. Verträgt Dein Hund das drei bis vier Tage lang gut, steigere auf die Hälfte, nach weiteren drei bis vier Tagen auf drei Viertel und danach auf die volle Menge. So gewöhnt sich die Verdauung Deines Hundes in etwa zwei Wochen an das zusätzliche Fett.

Denk an die Kalorien: Ein Teelöffel Öl liefert rund 25 Kilokalorien. Bei kleinen Hunden oder wenn Dein Hund abnehmen soll, fällt das ins Gewicht. Passe die Futtermenge bei Bedarf an, etwa mit unserem Futtermengenrechner oder mit Hilfe unseres Ratgebers „Hund abnehmen“.

Mehr ist nicht besser: Hältst Du Dich an die Fütterungsempfehlung des Herstellers oder an die Anweisung Deiner Tierarztpraxis, bist Du auf der sicheren Seite. Höhere Mengen, wie sie zum Beispiel bei Arthrose eingesetzt werden, solltest Du nur nach Rücksprache mit Deiner Tierarztpraxis geben.

„Lachsöl hat ein sehr vorteilhaftes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren und kann, individuell abgestimmt dosiert, dazu beitragen, die Versorgung mit essenziellen Fettsäuren (EPA und DHA) zu verbessern und bestimmte physiologische Prozesse günstig zu beeinflussen.“

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Tierärztin Jessica Krockhaus
Profilbild von Tierärztin Jessica Krockhaus

Wie oft und wie lange: dauerhaft oder als Kur?

Lachsöl gibst Du am besten einmal täglich übers Futter. Ob dauerhaft oder als Kur, hängt davon ab, warum Du es gibst. Beim Barfen gehört ein passendes Öl in der Regel dauerhaft zur Ration. Geht es um Haut, Fell oder Gelenke, siehst Du einen Unterschied ohnehin erst nach einiger Zeit. Schau nach sechs Wochen bis drei Monaten mit einer Ernährungsberatung oder Deiner Tierarztpraxis, ob die Ergänzung etwas bringt.


Welche Nebenwirkungen kann Lachsöl beim Hund haben?

Lachsöl ist für die meisten Hunde gut verträglich. Eine häufige Nebenwirkung ist weicher Kot oder Durchfall, vor allem wenn Du zu schnell zu viel gibst. Weitere Nebenwirkungen hängen meist von der Menge ab:10

  • Aufstoßen oder Fischgeruch aus dem Maul
  • Gewichtszunahme durch die zusätzlichen Kalorien
  • bei hohen Mengen ein Einfluss auf die Blutgerinnung und die Wundheilung

Kann man Lachsöl überdosieren?

Ja. Gib deshalb nicht mehr als empfohlen und reduziere bei Durchfall die Menge. Hält der Durchfall an oder erbricht Dein Hund, setze das Öl ab und lass ihn untersuchen.

Achtung: Sprich die Gabe von Lachsöl vorher mit Deiner Tierarztpraxis ab, wenn Dein Hund

  • Medikamente bekommt, besonders Schmerzmittel oder Mittel, die die Blutgerinnung beeinflussen,
  • bald operiert wird oder eine Gerinnungsstörung hat,
  • schon einmal eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte (mehr dazu in unserem Ratgeber zur Pankreatitis beim Hund),
  • einen empfindlichen Magen-Darm-Trakt hat oder fettreiches Futter schlecht verträgt,
  • zu Allergien neigt,
  • empfindliche Haut hat oder an einer Hauterkrankung leidet,
  • übergewichtig ist oder an Diabetes leidet,
  • noch ein Welpe ist oder als Hündin trächtig ist oder säugt.
Für eine erste Einschätzung kann auch eine tierärztliche Online-Beratung wie DGT MEDICAL helfen.

Woran erkennst Du gutes Lachsöl für Hunde?

Gutes Lachsöl erkennst Du an einer klaren Deklaration, einem frischen Geruch, einer lichtgeschützten Flasche und einem Zusatz, der das Öl vor dem Verderben schützt, etwa Vitamin E. Omega-3-Fettsäuren sind empfindlich. Mit Licht, Wärme und Luft oxidieren sie, das Öl wird ranzig. Oxidierte Fette möchtest Du Deinem Hund nicht geben.10

Darauf kannst Du beim Kauf achten:

  • Herkunft: Der Hersteller nennt, aus welchem Lachs das Öl stammt (Wildlachs oder Zuchtlachs) und woher.
  • Gehalt an EPA und DHA: Steht auf dem Etikett, wie viel EPA und DHA drin ist, kannst Du Produkte vergleichen und besser dosieren.
  • Schutz vor Oxidation: Ein zugesetztes Antioxidans wie Vitamin E hält das Öl länger frisch.
  • Verpackung: Dunkle Glasflasche, gut verschließbar, in einer Größe, die Du zügig verbrauchst.
  • Kontrolle: Seriöse Hersteller lassen ihre Öle auf Reinheit und Schadstoffe prüfen und geben darüber Auskunft.
Wichtig zu wissen: Fischöle können Schadstoffe wie Schwermetalle oder bestimmte Umweltgifte enthalten. Das Risiko gilt bei geprüften Ölen als gering. Achte deshalb auf einen Hersteller, der seine Qualität offenlegt. Viele „Testsieger“-Listen im Netz stammen von Vergleichsportalen und sagen wenig über Reinheit und Frische aus.

Wie fütterst und lagerst Du Lachsöl richtig?

Lachsöl gehört nach dem Öffnen gut verschlossen in den Kühlschrank und sollte innerhalb der Frist verbraucht werden, die der Hersteller angibt. Bei unserem LACHS-HANF-ÖL sind das vier Monate. Vor dem Öffnen lagerst Du es kühl und dunkel. Beim Füttern helfen diese Tipps:

  • Misch das Öl direkt vor dem Füttern unter Trocken-, Nass- oder Barf-Futter und erhitze es nicht.
  • Miss die Menge mit einem Messlöffel oder Teelöffel ab, statt nach Gefühl zu gießen.
  • Gibst Du schon ein anderes Öl oder ein Futter mit Fischöl, rechne beides zusammen, bevor Du Lachsöl ergänzt.

Ranziges Öl erkennst Du so:

  • Es riecht stechend, bitter oder unangenehm tranig, nicht mehr frisch nach Fisch.
  • Es schmeckt Deinem Hund plötzlich nicht mehr, obwohl er es vorher gern gefressen hat.
  • Das Öl ist deutlich trüber oder dunkler als beim Öffnen.

Dann gilt: lieber entsorgen.


Lachsöl, Fischöl, Krillöl, Algenöl oder Leinöl: Was ist besser für Hunde?

Wenn es um EPA und DHA geht, sind Lachsöl und andere Fischöle, Krillöl und Algenöl die direkten Quellen. Leinöl und Hanföl liefern dagegen pflanzliche Omega-3-Fettsäuren, die Dein Hund nur begrenzt umwandeln kann. In einer Studie erhöhte ein Futter mit Leinsamen bei Hunden zwar den Gehalt an EPA im Blut, DHA ließ sich aber nicht nachweisen.11

Leinöl ist deshalb kein vollwertiger Ersatz für Lachsöl, kann die Fütterung aber trotzdem ergänzen. Die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA ist nicht nur eine Vorstufe von EPA und DHA, sondern kann auch eigene Vorteile haben und hilft, das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 im Futter auszugleichen.12

Öl liefert vor allem Vorteile Grenzen
Lachsöl EPA und DHA bewährt, von vielen Hunden gern gefressen Qualität und Frische sehr unterschiedlich, Geruch
anderes Fischöl (z. B. Sardine, Hering, Thunfisch, Makrele) EPA und DHA oft hoher Gehalt Geruch, Qualität prüfen
Krillöl EPA und DHA aus kleinen Krebstieren, meist in Kapseln eher teuer, Gehalt oft niedriger
Algenöl vor allem DHA pflanzliche Quelle, ohne Fisch eher teuer, oft wenig EPA
Leinöl ALA (pflanzliches Omega-3) günstig, liefert ALA wird kaum zu DHA umgewandelt, verdirbt schnell
Hanföl Omega-6 (Linolsäure), etwas ALA liefert Linolsäure kein EPA und DHA

Bei Mischungen wie unserem LACHS-HANF-ÖL kommen EPA und DHA aus dem Lachsöl, die Omega-6-Fettsäure Linolsäure aus dem Hanföl. Auch die Grünlippmuschel liefert Omega-3, mehr dazu in unserem Ratgeber zur Grünlippmuschel beim Hund.


Noch Fragen?

Du bist unsicher, ob Dein Hund Lachsöl braucht oder wie viel zu ihm passt? In unserer Ernährungsberatung über DGT MEDICAL stellen wir gemeinsam mit Dir einen Fütterungsplan zusammen, der Futter, Öl und Ergänzungen sinnvoll kombiniert. Möchtest Du Haut- oder Gelenkbeschwerden einordnen lassen, nimmt sich unser Tierärzteteam in einer telemedizinischen Beratung Zeit für Dich. Eine Untersuchung vor Ort kann die Online-Beratung nicht ersetzen. Wenn Du in der Nähe wohnst, untersuchen wir Deinen Hund gern in unserer 5-E™ Tierarztpraxis in Thalfang.


Produktempfehlungen

Wenn Du die Fütterung Deines Hundes mit Fettsäuren ergänzen möchtest, findest Du bei „Das Gesunde Tier“ zum Beispiel diese Öle. Sie unterscheiden sich vor allem in ihrer Zusammensetzung.

GELENK ÖL – 250 ml

  • Diät-Ergänzungsfuttermittel für Hunde
  • Zur Unterstützung des Gelenkstoffwechsels bei Osteoarthritis
  • Es wird empfohlen, vor der Verwendung den Rat eines Tierarztes einzuholen.
  • Mit einem Meeres-Lipid-Komplex aus Meeresfisch, Grünlippmuschel und Algen, ergänzt mit Hanföl, Nachtkerzenöl und Bitterhopfenblüten
  • Fütterungsempfehlung: 3 ml (1 Teelöffel) pro 5 kg Körpergewicht täglich

LACHS-HANF-ÖL – 250 ml

  • Ergänzungsfuttermittel für Hunde und Katzen zur Fettsäureversorgung
  • Mischung aus Lachsöl (74 %) und kaltgepresstem Hanföl (26 %)
  • Lachsöl liefert die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, Hanföl die Omega-6-Fettsäure Linolsäure
  • Fütterungsempfehlung für Hunde nach Körpergewicht: ½ Teelöffel bis 10 kg, 1 Teelöffel bis 25 kg, 2 Teelöffel über 25 kg
  • Erhältlich in 100 ml, 250 ml, 500 ml und 1 l; nach dem Öffnen im Kühlschrank lagern und innerhalb von vier Monaten verbrauchen

PERILLA-CHIA-ÖL

  • Ergänzungsfuttermittel für Hunde und Katzen zur Fettsäureversorgung
  • Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren aus Perillaöl und Chiaöl
  • Rein pflanzliche Alternative zu Fischöl, ohne EPA und DHA

Du bist unsicher, welches Öl zu Deinem Hund passt? Dann hilft Dir unsere Ernährungsberatung weiter.


Fazit

Bedarf prüfen, richtig dosieren, auf Qualität achten.

Lachsöl kann die Versorgung Deines Hundes mit den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sinnvoll ergänzen, braucht aber nicht jeder Hund. Am besten belegt ist die Anwendung bei Gelenkproblemen. Wie viel passt, hängt vom Körpergewicht, vom Öl und von der gesundheitlichen Fragestellung ab. Starte deshalb mit einer kleinen Menge, wähle ein frisches, klar deklariertes Öl und lagere es nach dem Öffnen im Kühlschrank. Bekommt Dein Hund Medikamente oder hat er eine Vorerkrankung, sprich vorher mit Deiner Tierarztpraxis.


Häufige Fragen

Ja, Lachsöl wird auch bei Katzen eingesetzt. Die Menge ist aber deutlich geringer als beim Hund. Unser LACHS-HANF-ÖL hat dafür eine eigene Fütterungsempfehlung für Katzen.
Weil Omega-3-Fettsäuren in höheren Mengen die Blutgerinnung beeinflussen können, sprich das Thema vor einer geplanten Operation an. Deine Tierarztpraxis sagt Dir, ob und wann Du pausieren sollst.
Nach einer Bauchspeicheldrüsenentzündung ist die Fettmenge im Futter ein wichtiges Thema. Ob und wie viel Lachsöl dann passt, entscheidet Deine Tierarztpraxis. Gib es nicht auf eigene Faust.
Das ist von Hund zu Hund verschieden. Am Fell zeigen sich Veränderungen meist erst nach mehreren Wochen. In Studien zu den Gelenken wurde nach etwa drei bis vier Monaten ausgewertet. Erwarte also keine Wirkung über Nacht.

Ein gutes Welpenfutter ist auf den Bedarf im Wachstum abgestimmt und enthält in der Regel bereits DHA. Zusätzliches Öl kann diese Balance und die Kalorienmenge verändern. Gib Deinem Welpen Lachsöl deshalb nur nach Rücksprache mit Deiner Tierarztpraxis oder einer Ernährungsberatung. Mehr zur Welpenfütterung liest Du in unserem Ratgeber zu Fütterungsstrategien für Hundewelpen.


Quellen

1 Dillitzer, N.; Bolbecher, G. (2020). Ganzheitliche Ernährung für Hund und Katze. Individuell – typgerecht – natürlich 2 Yoon, J.-S.; Nishifuji, K.; Iwasaki, T. (2020). Supplementation with eicosapentaenoic acid and linoleic acid increases the production of epidermal ceramides in in vitro canine keratinocytes 3 Mueller, R.; Fieseler, K.; Fettman, M. (2004). Effect of omega-3 fatty acids on canine atopic dermatitis 4 Barbeau-Grégoire, M.; Otis, C.; Cournoyer, A. (2022). A 2022 Systematic Review and Meta-Analysis of Enriched Therapeutic Diets and Nutraceuticals in Canine and Feline Osteoarthritis 5 Roush, J.; Cross, A.; Renberg, W. (2010). Evaluation of the effects of dietary supplementation with fish oil omega-3 fatty acids on weight bearing in dogs with osteoarthritis 6 Hielm-Björkman, A.; Roine, J.; Elo, K. (2012). An un-commissioned randomized, placebo-controlled double-blind study to test the effect of deep sea fish oil as a pain reliever for dogs suffering from canine OA 7 Dhaliwal, R.; Boynton, E.; Carrera-Justiz, S. (2023). Disease Management: Nutritional 8 Magalhães, T. R.; Lourenço, A. L.; Gregório, H. (2021). Therapeutic Effect of EPA/DHA Supplementation in Neoplastic and Non-neoplastic Companion Animal Diseases: A Systematic Review 9 Raditic, D.; Gaylord, L. (2020). Fish Oil Dosing in Pet Diets and Supplements 10 Lenox, C. E.; Bauer, J. E. (2013). Potential adverse effects of omega-3 fatty acids in dogs and cats 11 Dunbar, B.; Bigley, K.; Bauer, J. (2010). Early and sustained enrichment of serum n-3 long chain polyunsaturated fatty acids in dogs fed a flaxseed supplemented diet 12 Burron, S.; Richards, T.; Krebs, G. (2024). The balance of n-6 and n-3 fatty acids in canine, feline, and equine nutrition: exploring sources and the significance of alpha-linolenic acid

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Über Tierärztin Jessica Krockhaus

Jessica Krockhaus ist approbierte Tierärztin mit dem Schwerpunkt auf integrativer und präventiver Tiermedizin. Schon seit ihrer Ki ... Weiterlesen

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