Pankreatitis beim Hund: Was steckt dahinter, was kann helfen?


Kleiner glücklicher brauner Hund spielt Kopf an Kopf mit einer lächelnden Frau auf dem Boden.
Als gut informierte*r Hundehalter*in hast Du vielleicht schon von Pankreatitis gehört. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die bei Hunden relativ häufig vorkommt und in jedem Fall behandelt werden muss. Hier erfährst Du alles Wichtige über Pankreatitis beim Hund und welche Maßnahmen nachhaltig helfen können. So bist Du gut informiert und kannst Deinem Liebling rechtzeitig helfen, sollte der Verdacht auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bestehen.

Das Wichtigste im Überblick
  • Bei einer Pankreatitis handelt es sich um eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
  • Eine Pankreatitis kann akut oder chronisch verlaufen und muss in jedem Fall behandelt werden.
  • Erbrechen, Durchfall und Vorderbauchschmerzen sind oft typische Symptome einer Pankreatitis.
  • Pankreatitis kann viele Ursachen haben und die Folge eines gestörten Verdauungssystems sein.
  • Eine spezielle Diät und darmgesunde Ernährung können Deinen Hund bei Pankreatitis nachhaltig unterstützen 
So kannst Du vorgehen
  • Informiere Dich in diesem Ratgeber über die möglichen Symptome und Ursachen einer Pankreatitis.
  • Lass Deinen Hund bei Verdacht auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung schnellstmöglich in der Tierarztpraxis untersuchen.
  • Während einer Pankreatitis sollte Dein Hund leicht verdauliches Futter bekommen mit moderatem Proteinanteil, wenig Fett und gut aufgeschlossenen Kohlenhydraten, um die Bauchspeicheldrüse zu schonen. Dafür kannst Du ihm unsere extrudierte Spezialnahrung INTESTO  oder PLANTA füttern.
  • Ergänzend dazu kannst Du über einen Zeitraum von zunächst vier Wochen unsere spezielle Pankreas-Kur für Hunde mit natürlichen Ergänzungsfuttermitteln unter das Futter mischen.

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei einer Pankreatitis. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich!


Welche Aufgaben erfüllt die Bauchspeicheldrüse beim Hund?

Die Bauchspeicheldrüse, auch Pankreas genannt, ist Teil des Verdauungstraktes und des endokrinen Systems (Organe, die Hormone produzieren). Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehören die Produktion von Verdauungsenzymen und von Hormonen (wie Insulin und Glukagon). Die Hormone leitet die Bauchspeicheldrüse an die Blutbahnen weiter, um einen optimalen Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten.

Während der Verdauung – wenn die Nahrung aus dem Magen in den Dünndarm gelangt – gibt die Bauchspeicheldrüse den sogenannten Pankreassaft in den Dünndarm ab. Dieser neutralisiert die Magensäure und bildet Verdauungsenzyme, die dafür zuständig sind, die Nährstoffe aus dem Futter aufzuspalten. Auf diesem Weg sorgt die Bauchspeicheldrüse dafür, dass der Organismus Nährstoffe über den Darm aufnehmen kann.

Schaubild eines Hundekörpers, wo die Bauchspeicheldrüse sitzt und mit dem Dünndarm zusammenarbeitet.
Hier sitzt die Bauchspeicheldrüse beim Hund und arbeitet mit dem Dünndarm zusammen.

Was ist eine Pankreatitis?

Bei einer Pankreatitis handelt es sich um eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Bei einer gesunden Bauchspeicheldrüse werden die Verdauungsenzyme normalerweise erst dann aktiviert, wenn diese den Dünndarm erreichen. Bei einer entzündeten Bauchspeicheldrüse dagegen werden diese Enzyme meist zu früh aktiviert, also wenn sie sich noch in der Pankreas befinden.

Was genau passiert bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Bei einer Pankreatitis werden die Verdauungsenzyme in verminderter Anzahl ausgeschieden. Dies führt dazu, dass sie länger als üblich in der Bauchspeicheldrüse verbleiben, was zur Folge haben kann, dass sie bereits in den Zellen aktiviert werden. Bei diesem Vorgang beginnt die Bauchspeicheldrüse gewissermaßen, sich selbst zu verdauen. Dies wiederum verursacht starke Schmerzen, Entzündungen und kann zu Schäden am umliegenden Gewebe und an anderen Organen führen. Weil die Leber und Nieren dicht an der Bauchspeicheldrüse liegen, können auch diese Organe erkranken. Zu den möglichen Folgen gehören eine Entzündung oder sogar Schädigung der Bauchhöhle.

Eine Pankreatitis kann akut oder chronisch sein.

Die akute Pankreatitis tritt plötzlich auf und ist häufig sehr schwerwiegend. Die chronische Pankreatitis entwickelt sich über einen längeren Zeitraum und ist oft mit wiederkehrenden Entzündungsschüben verbunden.


Wie schlimm ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund?

Pankreatitis ist eine ernste Erkrankung und kann bei Hunden schnell entstehen. Wird sie rechtzeitig erkannt und behandelt, bleiben dauerhafte Folgeschäden in den meisten Fällen aus. Bleibt eine Pankreatitis über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann dies im ungünstigsten Fall schwere Organschäden oder sogar den Tod zur Folge haben.

Doch keine Sorge: In diesem Ratgeber erklären wir Dir, wie Du die Symptome einer Pankreatitis beim Hund frühzeitig erkennen kannst, um ernsthafte Gesundheitsprobleme möglichst vorzubeugen. 

Was löst eine Pankreatitis beim Hund aus?

Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann viele verschiedene Auslöser haben. In den meisten Fällen bleibt die eigentliche Ursache unklar. Einige Rassen wie etwa Boxer , Zwergpudel , Minischnauzer , Cocker Spaniel und Collies haben eine gewisse Veranlagung für diese Erkrankung. Darüber hinaus tritt Pankreatitis häufiger bei Hündinnen und bei älteren Tieren auf.

Unseren Beobachtungen zufolge gibt es einige Faktoren, die das Risiko für eine Pankreatitis erhöhen können. Dazu gehören:

  • Mangelhafte Ernährung
  • Hoher Fett- und Kalziumgehalt im Blut
  • Bestimmte Medikamente
  • Infektionen
  • Vergiftungen
  • Gallenwegerkrankungen oder andere Grunderkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion, Morbus Cushing)
  • Andauernder Stress
  • Chronische Magen-Darm-Erkrankungen 
  • Beschädigung der Bauchspeicheldrüse durch ein Trauma (z. B. Autounfall) oder während einer Bauch-OP 
  • Übergewicht, das durch eine fetthaltige (insbesondere stark erhitzte Fette, die Entzündungen begünstigen) und kohlenhydratreiche Fütterung verursacht wurde
Hinweis: Auch bei einer ausgewogenen Ernährung kann bereits das einmalige Aufnehmen sehr fetthaltiger Nahrung zu einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse führen.
Cocker Spaniel liegt auf Pflastersteinen im Platz
Cocker Spaniel und einige andere Hunderassen haben eine gewisse Veranlagung dafür, an Pankreatitis zu erkranken.

Pankreatitis beim Hund aus ganzheitlicher Sicht: Mögliche Zusammenhänge verstehen

Nach unserer langjährigen tierärztlichen Erfahrung kann eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) im weiteren Zusammenhang mit Belastungen im Magen-Darm-System stehen. Aus ganzheitlicher Perspektive werden insbesondere Faktoren wie eine unausgewogene Ernährung im jungen Alter, eine gestörte Darmflora oder eine dauerhaft erhöhte Säurebelastung des Organismus als mögliche Auslöser in Betracht gezogen.

In diesem Zusammenhang wird vermutet, dass es bei betroffenen Hunden zu einer Überlastung der Entgiftungsorgane wie Leber, Milz und Nieren kommen kann. Wenn diese Systeme das Gleichgewicht des inneren Milieus – etwa den pH-Wert des Blutes – nicht mehr ausreichend regulieren, könnten Abläufe im Organismus aus dem Takt geraten.

Ein weiterer beobachteter Aspekt ist die sogenannte „Blutviskosität“: In einem gesunden Zustand fließt das Blut reibungslos durch feinste Gefäße. Wird das Blut jedoch zähflüssiger – etwa infolge oxidativen Stresses oder durch gestörte Verdauungsprozesse – könnten empfindliche Organe wie die Bauchspeicheldrüse belastet werden. In der Folge kann es lokal zu Durchblutungsstörungen oder Gewebeschäden kommen.

Diese Betrachtungen zeigen, wie wichtig ein gut funktionierendes Verdauungssystem und eine ausgewogene Ernährung zur Unterstützung der allgemeinen Organfunktionen sein können – insbesondere bei Hunden mit erhöhter Empfindlichkeit im Magen-Darm-Bereich.


Wie äußert sich eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund?

Eine Pankreatitis tritt in zwei verschiedenen Formen auf – entweder akut oder chronisch. 

Typische Symptome einer akuten Pankreatitis sind unter anderem:

  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Gewichtsverlust
  • Fieber 
  • Schmerzen im Vorderbauch
  • Erschöpfung, Mattigkeit, Lustlosigkeit
  • Dehydration (Flüssigkeitsdefizit)
  • Lethargie
  • Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute
  • Heller bis manchmal weißlicher Stuhlgang

Die Gebetsstellung kann ein Hinweis auf Bauchschmerzen sein.

Hunde mit Vorderbauchschmerzen nehmen in vielen Fällen die sogenannte „Gebetsstellung“ ein: Hierbei bleibt der Vorderkörper flach am Boden, während die Hinterbeine aufrecht stehen – ganz ähnlich der Haltung, wenn sich ein Hund streckt oder zum Spielen auffordert. Weitere Anzeichen für Bauchschmerzen können untypische Liegepositionen, steife Bewegungen, ein gebogener Rücken oder das bevorzugte Liegen auf kalten bzw. warmen Flächen sein.

Australian Shepherd mit flach am Boden abgelegten Vorderbeinen und aufgestellten Hinterbeinen.
Bei Bauchschmerzen nehmen viele Hunde die sogenannte Gebetsstellung ein, um sich Linderung zu verschaffen.

Hinweise auf eine chronische Pankreatitis

Bei einer chronischen Pankreatitis können die Symptome weniger schwerwiegend, dafür aber dauerhafter sein, im Vergleich zur akuten Form. Zu den gängigen Symptomen gehören unter anderem:

  • Wiederkehrende Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsprobleme wie Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Verstopfung
  • Fettiger oder öliger Stuhl
  • Nachlassende Kondition
  • Lethargische Phasen
  • Stumpfes Fell

Sollten Dir eins oder mehrere dieser Symptome bei Deinem Hund auffallen, empfehlen wir Dir, zeitnah in eine Tierarztpraxis zu gehen, um ihn auf eine mögliche Pankreatitis untersuchen zu lassen.


Wie stellt man Pankreatitis beim Hund fest?

Um festzustellen, ob Dein Hund an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung leidet, wird der Tierarzt/die Tierärztin eine Anamnese und ausführliche allgemeine Untersuchung vornehmen. Sicher nachweisen kann man eine Pankreatitis in den meisten Fällen durch einen Bluttest, bei dem die Konzentration von Pankreaslipase im Blut gemessen wird. Dabei handelt es sich um ein Enzym, das von der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Erhöhte Werte weisen oftmals auf das Vorliegen einer Pankreatitis hin.

Mithilfe eines Röntgenbilds  erschafft man sich zusätzlich einen Überblick über den Zustand des Bauchraums und der Bauchspeicheldrüse. Dies ist hilfreich, um andere Erkrankungen auszuschließen – denn Symptome wie Durchfall, Erbrechen oder Bauchschmerzen können auch andere Ursachen haben. In einigen Fällen können zusätzliche Untersuchungen wie Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren (CT, MRT) zum Einsatz kommen. 

Bei der Vitalblutanalyse werden die systematischen Hintergründe einer Pankreatitis untersucht.

Das Ziel der Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop ist es, Informationen über die aktuellen Vorgänge im Blut (z.B. Engpässe, Verunreinigungen, Belastungen) und über die Funktionalität der Blutkörperchen zu gewinnen. Dies lässt oft genaue Aufschlüsse über die Regulationsfähigkeit des Körpers, aber auch über Belastungen und potenzielle Gefahren zu. Auf diesem Weg kann man die systematischen Hintergründe einer Bauchspeicheldrüsenentzündung erkennen, um ein individuelles Behandlungskonzept für Deinen Hund zu erstellen.

Tierarzt Thomas Backhaus sitzt am Schriebtisch, auf dem zwei Mikroskope und ein Monitor stehen.
Mithilfe der Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop untersucht Tierarzt Thomas Backhaus die systematischen Hintergründe einer Pankreatitis.

Tipp: In unserem Online-Shop erhältst Du ein komplettes Test-Set für die Vitalblutanalyse . Nachdem du eine Blutprobe an die 5-E™ Tierarztpraxis geschickt hast, wird diese genau analysiert. Auf Basis der Analyse erstellen Dir die Tierärzte einen Therapie- und Ernährungsplan, der genau auf die Bedürfnisse Deines Hundes zugeschnitten ist.


Wie kann man eine Pankreatitis beim Hund behandeln?

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund kann sowohl klassisch als auch ganzheitlich behandelt werden. Die klassische Behandlung umfasst in der Regel die Verabreichung von schmerzlindernden Medikamenten, eine Flüssigkeitstherapie sowie eine spezielle Diät, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten. 

Die Therapie kann folgende Maßnahmen umfassen: 

  • Schonkost bzw. Spezialdiät (leicht verdaulich, fettreduziert)
  • Flüssigkeitstherapie zur Bekämpfung von Dehydration (Infusion) 
  • Medikamente zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung, ggfs. auch gegen Erbrechen und Übelkeit 
  • Antibiotika bei begleitenden Infektionen 
  • Unterstützende Therapie durch die Zuführung von Pankreasenzymen zur Entlastung der Bauchspeicheldrüse

Ergänzende Behandlungsoptionen nach dem 5-E™ Konzept

Bei der ganzheitlichen Behandlung wird der systematische Auslöser einer Pankreatitis mitberücksichtigt. Wie Du bereits erfahren hast, geht die Erkrankung in vielen Fällen mit einem geschwächten Magen-Darm-System und den daraus resultierenden Folgen für das Blut (Blutverklumpungen) einher. Wir empfehlen daher, die Gesundheit Deines Hundes durch eine geeignete Ernährung und die Zugabe von Ergänzungsfuttermitteln zu unterstützen, um das Blut in einem gesunden, fließfähigen Zustand zu halten und das Magen-Darm-System zu stärken. Genau dafür haben unsere Tierärzt:innen hier Fütterungs- und Ergänzungsfuttermittel-Empfehlungen zusammengestellt, die sich in der 5-E™ Tierarztpraxis und bei unseren Partner*innen seit vielen Jahren bewährt haben.

5-E™ Empfehlungen zur ernährungsphysiologischen Unterstützung der Bauchspeicheldrüsen-Funktion 

Da Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse mit einem beeinträchtigten Magen-Darm-System in Zusammenhang stehen können, empfehlen wir eine Ernährung, die auf die Bedürfnisse des Verdauungstrakts abgestimmt ist. Unsere tiermedizinische Erfahrung zeigt: Eine vorsichtige Umstellung auf kaltgepresstes Trockenfutter kann in vielen Fällen gut vertragen werden. Zur Vorbereitung auf diese Umstellung empfehlen wir eine vierwöchige Fütterung mit leicht verdaulichem, fettarmem Futter – kombiniert mit natürlichen Ergänzungsfuttermitteln, die den Stoffwechsel und das allgemeine Wohlbefinden unterstützen.

1.) Empfohlene Futterbasis für eine 4-wöchige Pankreas Kur:

Während einer Pankreatitis sollte Dein Hund besonders schonend ernährt werden. Leicht verdauliches, protein- und kohlenhydratreiches Futter kann den Verdauungstrakt entlasten. Dafür empfehlen wir unsere extrudierten Futtersorten INTESTO oder PLANTA sowie die dazu passenden Feuchtfutter-Varianten DOGLICIOUS INTESTO und DOGLICIOUS PLANTA . Achte auf die individuellen Bedürfnisse Deines Hundes – insbesondere bei bekannten Unverträglichkeiten oder Allergien.

2.) Die Pankreas Kur: enthält folgende Ergänzungsfuttermittel, die unter das Futter gemischt werden:

  • Humi Pur : Mit Huminsäuren zur Unterstützung des Darmmilieus im Rahmen der allgemeinen Fütterung.
  • Milz Support : Enthält ausgewählte Inhaltsstoffe zur ernährungsbedingten Unterstützung der Milzfunktion.
  • Pankreas Tabs : Mit Verdauungsenzymen, die die tägliche Futterration sinnvoll ergänzen können.

3.) Unterstützend zur Pankreas Kur kannst Du Deinem Hund auch noch folgende Ergänzungsfuttermittel geben:

  • OPC Pulver : Mit natürlichem OPC aus Traubenkernen zur Ergänzung der Fütterung – z. B. im Hinblick auf die Mikrozirkulation.
  • Glanz Care : Liefert hochwertige Fettsäuren und kann die tägliche Nährstoffversorgung abrunden.
  • Zeo Dyn : Mit natürlichem Zeolith zur gezielten Ergänzung bei Fütterungsanpassungen.
Eine Frau stellt einem Griffon Korthals Futter in einen silbernen Napf vor die Pfoten.
Eine Pankreas-Diät mit hochwertigen Ergänzungsfuttermitteln kann das Wohlbefinden Deines Hundes bei Pankreatitis fördern.

Ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung beim Hund heilbar?

Der Verlauf einer Pankreatitis hängt unter anderem davon ab, wie schnell die Erkrankung festgestellt wurde und wie schwerwiegend die Symptome sind. Auch wenn eine Pankreatitis in einigen Fällen nicht vollständig heilbar ist, können betroffene Hunde mit der richtigen Behandlung und Diät ein weitestgehend normales Leben führen.

Bleibt eine chronische Pankreatitis unentdeckt, kann es im Laufe der Zeit zum Verlust von intaktem Bauchspeicheldrüsengewebe kommen – und im Endstadium zur exokrinen Pankreasinsuffizienz. Die Bauchspeicheldrüse ist dann nicht mehr in der Lage, ausreichend Enzyme zu produzieren, und benötigt lebenslang Unterstützung durch Spezialfutter und die Substitution von Enzymen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Enzympräparate nicht zu hoch dosiert sind, damit die Bauchspeicheldrüse weiterhin zur Eigenregulation stimuliert wird.

Daher ist es wichtig, dass Du die möglichen Symptome einer Pankreatitis kennst und bei Verdacht baldmöglichst eine Tierarztpraxis aufsuchst.


Was schützt vor Pankreatitis beim Hund?

Um Deinen Hund bestmöglich zu unterstützen, wenn die Bauchspeicheldrüse sensibel reagiert, lohnt es sich, frühzeitig aktiv zu werden – auch bei leichten Auffälligkeiten. Hier findest Du sieben bewährte Maßnahmen aus der ganzheitlichen Tiermedizin, die sich in unserer langjährigen Erfahrung vielfach als hilfreich erwiesen haben.

Tipp 1) Futter anpassen – leicht verdaulich und fettarm 

Bei Problemen mit der Bauchspeicheldrüse empfehlen wir, auf fettreiches Hundefutter zu verzichten. Besonders geeignet sind leicht verdauliche Sorten mit reduziertem Fettgehalt, hochwertigem Eiweiß und gut verwertbaren Kohlenhydraten. Auch ein ausgewogener Rohfaseranteil ist wichtig, um die Verdauung zu unterstützen.

Ein Beispiel dafür ist unser vegetarisches Spezialfutter PLANTA , das durch aufgeschlossene Kohlenhydrate und pflanzliche Eiweiße besonders leicht verdaulich ist. Als tierische Alternative eignet sich INTESTO mit fettarmem Entenfleisch.

Zusätzlich kann es sinnvoll sein, das Dickdarmsystem gezielt zu unterstützen – zum Beispiel durch schrittweise Umstellung auf ein kaltgepresstes Futter wie HYPO , ALLERGO , COSMO oder COSMO MINI . Diese Umstellung sollte langsam über 4–5 Wochen erfolgen – alternativ kann auch eine Mischung aus extrudiertem und kaltgepresstem Futter dauerhaft beibehalten werden.

Tipp 2) Achte auf ein gesundes Körpergewicht bei Deinem Hund
Ein stabiles Normalgewicht kann helfen, die Verdauungsorgane zu entlasten. Auch regelmäßige Verdauungspausen – zum Beispiel durch eine Fütterung ein- bis zweimal täglich – haben sich bewährt. Achte darauf, dass die letzte Mahlzeit nicht zu spät am Abend gegeben wird (idealerweise vor 18 Uhr), damit die nächtliche Regeneration nicht gestört wird. Snacks und Leckerlis sollten sparsam eingesetzt und in die Tagesration einberechnet werden.

Tipp 3) Keine Milchprodukte oder rohes Gemüse füttern
Milchprodukte enthalten Laktose, die Hunde in der Regel nicht gut verwerten können. Auch rohes Obst (zuckerreich) und Gemüse (schwer verdaulich) sind für empfindliche Hunde nicht ideal. Besonders bei Pankreas-Empfindlichkeit empfehlen wir daher, auf diese Lebensmittel zu verzichten.

Tipp 4) Achte auf eine gute Trinkwasser-Qualität.
Stell Deinem Liebling immer frisches oder gefiltertes Wasser zur Verfügung und achte darauf, dass er nicht aus Pfützen o. Ä. trinkt, da eine bakterielle Überbelastung die Entstehung einer Pankreatitis begünstigen kann.

Tipp 5) Medikamente nur nach Bedarf
Medikamente sollten immer nur nach tierärztlicher Rücksprache eingesetzt werden. Chemisch-synthetische Substanzen können die Organe belasten – eine Nutzen-Risiko-Abwägung ist deshalb besonders wichtig.

Tipp 6) Tierärztliche Kontrollen wahrnehmen
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt oder bei der Tierärztin können helfen, Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und individuell zu begleiten. Auch Blutwerte sollten je nach Gesundheitslage regelmäßig überprüft werden.

Tipp 7) Ganzheitlich vorbeugen
Ganzheitlich arbeitende Tierärzt*innen setzen bei der Vorbeugung von Pankreas-Belastungen auf verschiedene begleitende Ansätze – etwa durch eine darmgesunde Fütterung, gezielte Ergänzungen oder sanfte Regulationsverfahren. In bestimmten Fällen kann dies helfen, die Belastung der Bauchspeicheldrüse zu reduzieren und das allgemeine Gleichgewicht des Organismus zu fördern.

Ein Mann hält lächelnd seinen Kopf aus dem Fenster eines blauen Fahrzeugs, auf seinem Schoß sitzt ein gelber English Cocker Spaniel.
Freie Fahrt in eine gesunde Zukunft: Mit einer darmgesunden Ernährung kannst Du Deinen Hund gegen Pankreas-Probleme stärken.


Bewertungen für diesen Artikel

4.9
16 Bewertungen
5
14 (88%)
4
2 (13%)
3
0 (0%)
2
0 (0%)
1
0 (0%)

28 Kommentare


Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete e ... Weiterlesen

Schon entdeckt?
Bei uns kannst Du ab sofort Tierarzt-Termine per Videochat buchen.
Termin buchen
Glänzend aufgelegt im Fellwechsel beim Hund: So unterstützt Du ihn optimal.
Diagnose Krebs: Das kannst Du tun, um das Wohlbefinden Deines Hundes zu unterstützen.
Weitere Informationen
Sprechstunden
Schließen