Die 10 goldenen Ernährungsregeln für gesunde Hunde

Unser bewährtes 5-E™ Ernährungskonzept nach Tierarzt Thomas Backhaus.
Mit den folgenden Wünschen an euch Zweibeiner.

1) Bitte füttere mich nur einmal täglich.

Am besten fütterst du mich morgens oder vormittags, denn tagsüber kann ich am besten verdauen. Gleichzeitig verringerst du so das Risiko einer Aufgasung oder Magendrehung (insbesondere bei großen Hunden). Falls ich abends Hunger habe, kannst du mich mit ein paar luftgetrockneten, fettarmen Kauartikeln glücklich machen. Für Welpen gelten allerdings andere Regeln. Bis zur 20. Lebenswoche darf ich dreimal täglich gefüttert werden.

2) Bitte keine Milchprodukte.

Ein erwachsener Hund produziert zu wenig oder gar keine Laktase (Enzym zur Spaltung des Milchzuckers). Somit können wir den Milchzucker (Laktose) schlecht verwerten, was Bauchschmerzen und Durchfälle verursacht. Außerdem führt Milch zur Verschleimung im Darm. Auch mit der Verdauung von Rohkost sind wir überfordert, denn von unverdautem Gemüse und Obst können wir Durchfall bekommen.

3) Bitte sorge dafür, dass ich schlank bleibe.

Es spricht nichts dagegen, uns mit einem Leckerli zu verwöhnen. Wichtig ist, dass diese fettarm und frei von Konservierungsstoffen sind. Konservierungsstoffe können vor allem bei unseren darmsensiblen Artgenossen Verdauungsstörungen verursachen. Auch Brot oder gebackene Hundekekse solltest du lieber von der Leckerli-Liste streichen: Zu viele Kohlenhydrate sorgen für ungewollte Kilos und erhöhen das Diabetesrisiko. Lass uns zum Verwöhnen lieber draußen spielen.

4) Bitte verführe mich nicht.

Zugegeben: Zu einem Stück Leberwurst oder einer anderen Leckerei sage ich nur ungern „Nein“. Blöderweise kann ich davon Verdauungsstörungen und gesundheitliche Probleme bekommen. Du trägst die Verant­wortung. Bitte gib‘ mir nur das, was mir auch guttut.

5) Bitte zwinge mich nicht zum Fressen.

Ich habe keinen Appetit? Mach dir bitte nicht gleich Sorgen und warte lieber ab, bis mein natürlicher Hunger kommt. Appetit, Hunger und Sättigungsgefühl werden von vielfältigen Faktoren gesteuert und können durchaus von Tag zu Tag etwas variieren. Wenn ich über längere Zeit keinen Appetit habe, solltest du den Tierarzt um Rat fragen.

6) Bitte gewöhne mich an unterschiedliche Proteinquellen.

Besonders in der Prägungsphase, ist es wichtig uns Welpen mit unterschiedlichen Proteinquellen vertraut zu machen, damit sich das Immunsystem frühzeitig daran gewöhnt und später keine Allergien entwickelt. Diese Abwechslung gilt allerdings nicht für die Konsistenz des Futters. Da wir für die Verdauung unterschiedlicher Konsistenzen (BARF, Trocken- oder Nassfutter) unsere Verdauungsenzyme umstellen müssen, arbeitet unsere Darmflora am besten, wenn die Futterart möglichst gleichbleibend angeboten wird.

7) Bitte gönne mir einen Fastentag pro Woche.

Auch wenn es dir schwerfällt: Ein Fastentag entspricht den natürlichen Gegebenheiten und entlastet mein Magen-Darm-System. Mein Vorfahre, der Wolf hat auch nicht jeden Tag gefressen.

8) Bitte stelle meine Essensreste nach spätestens einer Stunde weg.

Somit verhinderst du, dass das Futter verdirbt und stärkst gleichzeitig mein natürliches Verhalten zur einmaligen Futteraufnahme. Genau wie du mögen wir unser Essen frisch. Deshalb wäre es großartig, wenn du mir jeden Tag eine frische Futtermischung zubereitest.

9) Bitte weiche mein Trockenfutter nicht ein.

Dadurch werden meine Verdauungssäfte verdünnt, was insbesondere die Eiweißverdauung behindert.

10) Bitte unterstütze meinen Darm ein- oder zweimal im Jahr mit einer Darmkur.

Ein gesunder Darm ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ich agil und glücklich bleibe. Die 5-E Darmkur wird über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen verabreicht und stärkt meine Darmgesundheit: Dabei wird mein Darm gereinigt und entschlackt, die Darmflora saniert und stabilisiert – und die Verdauungsenzyme werden angeregt und mit natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt.