Borreliose beim Hund: Symptome, Gefahr und richtiges Handeln


Hand zeigt eine kleine Zecke auf der Fingerspitze, dahinter liegt ein heller Hund im Gras. Borreliose beim Hund vorbeugen Aktualisiert am 13.10.2026
Dein Hund hatte eine Zecke, und jetzt lahmt er plötzlich, frisst schlecht oder wirkt matt? Dann fragst Du Dich vielleicht, ob eine Borreliose dahintersteckt. Die gute Nachricht vorweg: Nur ein kleiner Teil der Hunde, die sich mit Borrelien anstecken, wird überhaupt krank. Hier erfährst Du, woran Du eine Borreliose erkennst, wann Du handeln solltest und wie Du Deinen Hund schützt.

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Das Wichtigste zu Borreliose beim Hund im Überblick
  • Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch den Stich infizierter Zecken übertragen wird.
  • Nur etwa 5 bis 10 % der mit Borrelien infizierten Hunde entwickeln tatsächlich Symptome.
  • Typische Anzeichen sind Lahmheit, Fieber, Appetitlosigkeit, geschwollene Lymphknoten und geschwollene Gelenke.
  • Ein positiver Antikörpertest zeigt nur, dass Dein Hund Kontakt mit Borrelien hatte, nicht, dass er erkrankt ist. 
  • Behandelt wird meist über vier Wochen mit einem Antibiotikum. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen. 
  • Der wichtigste Schutz ist, Zecken nach jedem Spaziergang zu suchen und schnell zu entfernen.
Borreliose beim Hund: So kannst Du vorgehen
  • Suche Deinen Hund nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich ab und entferne Zecken so schnell wie möglich.
  • Achte in den Wochen und Monaten nach einem Zeckenstich auf Lahmheit, Fieber, Appetitlosigkeit oder Mattigkeit.
  • Lass Deinen Hund tierärztlich untersuchen, wenn Dir solche Anzeichen auffallen.
  • Besprich ein positives Testergebnis immer zusammen mit den Symptomen Deines Hundes.
  • Nutze vor dem Spaziergang ein Zeckenschutzmittel und meide in der Hauptsaison hohes Gras.
  • Kläre mit Deiner Tierarztpraxis, ob eine Impfung für Deinen Hund sinnvoll ist.
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt Dir allgemeine Informationen zu Borreliose beim Hund. Er ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Für die genaue Abklärung und Behandlung Deines Hundes ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich. 

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  • Pflegt Haut und Fell mit Kokosöl, Neemöl und Schwarzkümmelöl
  • Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. 
Beschwerden nach dem Zeckenstich besprechen

Unser Online-Tierärzteteam hilft Dir, Symptome und Testergebnisse Deines Hundes einzuordnen. 

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Hinweis: Bei Fieber, mehreren geschwollenen oder schmerzhaften Gelenken, Apathie oder auffällig starkem Durst ist umgehend eine Tierarztpraxis aufzusuchen.

Was ist Borreliose beim Hund und wie wird sie übertragen?

Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt, ist eine bakterielle Infektion, die durch Bakterien der Art Borrelia burgdorferi ausgelöst und durch Zecken übertragen wird. In Deutschland ist vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) dafür verantwortlich.1 Die Zecken nehmen die Bakterien meist beim Blutsaugen an wild lebenden Tieren auf. Sticht eine infizierte Zecke Deinen Hund, können die Borrelien in seinen Körper gelangen und sich dort ausbreiten. 

Die Übertragung passiert nicht sofort, sondern normalerweise 24 bis 48 Stunden, nachdem sich die Zecke festgesetzt hat.2 Genau deshalb ist es so wichtig, Zecken schnell zu finden und zu entfernen: Je kürzer die Zecke saugt, desto geringer ist das Risiko einer Ansteckung. 

Borrelien gelangen über den Stich einer infizierten Zecke in den Körper. Nicht jeder infizierte Hund wird krank.

Warum erkranken manche Hunde und andere nicht?

Ob ein infizierter Hund krank wird, hängt von mehreren Faktoren ab: von der Borrelien-Art, der Anzahl der Zecken sowie vom Alter und Immunstatus Deines Hundes. Hunde, die gleichzeitig mit anderen Erregern wie Anaplasmen oder Ehrlichien infiziert sind, entwickeln häufiger Symptome. 

Borrelien können aktiv in Gelenke und Gewebe wandern und dort eine Immunreaktion auslösen. Dabei verändern sie bestimmte Eiweiße auf ihrer Oberfläche, sodass die Antikörper des Hundes sie schlechter erkennen. So gelingt es ihnen, sich im Körper auszubreiten. 


Wann solltest Du mit Deinem Hund tierärztlichen Rat einholen?

Die meisten Zeckenstiche bleiben ohne Folgen. Fallen Dir nach einem Zeckenstich aber Veränderungen an Deinem Hund auf, lass sie abklären. Die folgende Einschätzung hilft Dir, die Dringlichkeit einzuordnen. Sie ersetzt keine Untersuchung. 

Beobachten, wenn:

  • Du eine Zecke schnell entfernt hast und Dein Hund sich ganz normal verhält
  • Er frisst, trinkt und sich bewegt wie immer
  • Die Stichstelle nur kurz leicht gerötet ist 
Zeitnah tierärztlich abklären, wenn:

  • Dein Hund lahmt, ohne dass Du eine Verletzung siehst, besonders wenn die Lahmheit das Bein wechselt
  • Er weniger frisst oder matter wirkt als sonst
  • Dir geschwollene Lymphknoten auffallen
  • Die Stichstelle etwa eine Woche nach dem Stich wieder gerötet ist 
Sofortige Abklärung, wenn:

  • Dein Hund Fieber hat
  • Mehrere Gelenke geschwollen oder schmerzhaft sind
  • Er sich kaum noch bewegen möchte oder deutlich apathisch ist
  • Er auffällig viel trinkt, erbricht oder Wasser im Gewebe einlagert (mögliche Anzeichen einer Nierenbeteiligung)
  • Er neurologische Auffälligkeiten wie Koordinationsstörungen zeigt 
Bei Labrador, Golden Retriever und Berner Sennenhund kommt es in schweren Fällen häufiger zu einer Nierenentzündung. Hunde dieser Rassen und Hunde mit Vorerkrankungen solltest Du bei Symptomen besonders zügig tierärztlich untersuchen lassen. 

Welche Symptome zeigt ein Hund mit Borreliose?

Nur etwa 5 bis 10 % der infizierten Hunde zeigen überhaupt Symptome.2 Wie stark sie ausfallen, ist sehr unterschiedlich. Typische Anzeichen sind: 

  • Lahmheit, die oft an dem Gelenk beginnt, das dem Zeckenstich am nächsten liegt
  • Unterschiedlich starke, teils wechselnde Lahmheit
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Geschwollene Gelenke 
Diese Anzeichen können auch andere Ursachen haben. Fallen sie Dir nach einem Zeckenstich auf, lass Deinen Hund tierärztlich untersuchen.

Die Symptome zeigen sich nicht direkt nach dem Stich, sondern meist erst Wochen bis Monate später. Gelegentlich ist etwa eine Woche nach dem Zeckenstich eine Rötung an der Stichstelle zu sehen. Weil Lahmheit oder Fieber auch viele andere Ursachen haben können, lässt sich eine Borreliose an den Symptomen allein nicht sicher erkennen. 

Welche Spätfolgen kann eine Borreliose haben?

In schweren Fällen kann eine Borreliose eine Nierenentzündung auslösen, die besonders bei Labrador, Golden Retriever und Berner Sennenhund vorkommt. Eine solche Nierenbeteiligung ist ernst und verschlechtert die Heilungsaussichten deutlich. 

Eine weitere mögliche Spätfolge ist die chronische Polyarthritis, eine dauerhafte Entzündung mehrerer Gelenke.1 Selten werden auch neurologische Symptome beschrieben. 

Diese Spätfolgen sind kein Grund zur Panik, denn die meisten Hunde erkranken gar nicht. Sie sind aber ein guter Grund, Symptome nach einem Zeckenstich ernst zu nehmen und früh abklären zu lassen. 


Borreliose oder Anaplasmose: Was ist der Unterschied?

Borreliose und Anaplasmose werden beide durch den Gemeinen Holzbock übertragen und können ähnliche Symptome wie Fieber, Mattigkeit und Lahmheit auslösen, gehen aber auf unterschiedliche Erreger zurück. Hinter der Borreliose stecken Borrelien, hinter der Anaplasmose das Bakterium Anaplasma phagocytophilum. 

Weil dieselbe Zecke beide Erreger in sich tragen kann, ist auch eine gleichzeitige Infektion möglich. Hunde mit einer solchen Mehrfachinfektion entwickeln häufiger Symptome. Welche Erkrankung hinter den Beschwerden steckt, kann nur Deine Tierarztpraxis mit gezielten Untersuchungen klären. Mehr zu diesem Krankheitsbild erfährst Du in unserem Ratgeber zu Anaplasmose beim Hund.


Wie wird Borreliose beim Hund festgestellt?

Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst fragt Deine Tierarztpraxis nach der Vorgeschichte, zum Beispiel ob Dein Hund in einem Gebiet mit vielen Zecken unterwegs war. Dann wird geprüft, ob er typische Symptome zeigt, und andere mögliche Erkrankungen werden ausgeschlossen. Je nach Fall folgen Bluttests oder eine Gelenkpunktion. 

Diese Untersuchungsmethoden kommen dabei zum Einsatz: 

  • Antikörpertest: Er ist frühestens 4 bis 5 Wochen nach dem Zeckenstich sinnvoll. Ein positives Ergebnis zeigt, dass der Körper Deines Hundes Kontakt mit Borrelien hatte. Es beweist aber nicht, dass er aktuell an Borreliose erkrankt ist. 
  • Direkter Erregernachweis per PCR: Dafür werden meist Hautproben von der Stichstelle auf Erbgut der Borrelien untersucht. Ein positives Ergebnis weist den Erreger direkt nach. 

Ergänzend aus ganzheitlicher Sicht: die Vitalblutanalyse. In der 5-E™ Tierarztpraxis können wir das Blut Deines Hundes zusätzlich unter dem Dunkelfeldmikroskop untersuchen. Die Vitalblutanalyse ist kein Borreliose-Test und ersetzt weder Antikörpertest noch PCR. Sie macht aber Strukturen im Blut sichtbar und kann so ein anschauliches Bild vom allgemeinen Zustand des Organismus vermitteln, etwa wenn Dein Hund nach einem Zeckenstich unklare Beschwerden hat oder sich nach einer Behandlung nur langsam erholt. Auf dieser Grundlage erstellen unsere Tierärzt:innen ein Ernährungskonzept, das auf Deinen Hund abgestimmt ist. Das Test-Set für die VITALBLUTANALYSE bekommst Du in unserem Shop: Deine Tierarztpraxis nimmt ein bis zwei Tropfen Blut ab, Du schickst die Probe an die 5-E™ Tierarztpraxis, und nach der Auswertung erhältst Du die Ergebnisse samt Ernährungsempfehlung. 

Viele Hunde haben Antikörper gegen Borrelien im Blut, ohne je krank zu werden. Ein positiver Test allein ist deshalb kein Grund für eine Behandlung. Erst wenn Testergebnis, Vorgeschichte und Symptome zusammenpassen, spricht Deine Tierarztpraxis von einer Borreliose-Erkrankung.2 
Ein positiver Antikörpertest zeigt Kontakt mit Borrelien. Ob Dein Hund erkrankt ist, ergibt erst die tierärztliche Gesamtbeurteilung.

„Ein positiver Borreliose-Test heißt nicht, dass Dein Hund krank ist. Er zeigt nur, dass er mit Borrelien in Kontakt war. Entscheidend ist immer, ob er auch passende Symptome hat.“

Mehr über unser Expertenteam

Tierarzt Thomas Backhaus
Profilbild von Tierarzt Thomas Backhaus

Wie wird Borreliose behandelt und ist sie heilbar?

Borreliose wird beim Hund in der Regel über vier Wochen mit einem Antibiotikum wie Doxycyclin oder Amoxicillin behandelt.1 Zusätzlich kann Deine Tierarztpraxis entzündungshemmende Medikamente verschreiben, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern. 

Ob eine Borreliose vollständig heilt, lässt sich nicht immer sicher sagen. Borrelien können sich im Gewebe einkapseln. Dort erreichen das Immunsystem und die Medikamente sie dann nicht mehr. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Heilung. Hat Dein Hund weitere Grunderkrankungen oder bereits eine Nierenentzündung, sind die Aussichten schlechter. 

Auch nach einer überstandenen Borreliose solltest Du Deinen Hund weiter konsequent vor Zecken schützen, denn er kann sich erneut anstecken. 

Ganzheitlich betrachtet: Welche Rolle spielen Darm und Immunsystem?

Aus über 40 Jahren Erfahrung in der ganzheitlichen Tiermedizin wissen wir: Eine schnelle Entfernung der Zecke und ein starkes Immunsystem können in den meisten Fällen verhindern, dass Symptome einer Borreliose auftreten. Gelingt es den Borrelien trotzdem, die Abwehr zu überwinden, kann das auf eine geschwächte Abwehr hindeuten. Diese steht häufig in Verbindung mit einem Ungleichgewicht im Magen-Darm-System. 

Dazu kommt: Eine mehrwöchige Antibiotika-Behandlung kann das Darmmikrobiom vorübergehend aus dem Gleichgewicht bringen. In der 5-E™ Tierarztpraxis achten wir deshalb nicht nur auf die Bekämpfung der Erreger, sondern begleiten den Darm Deines Hundes während und nach der Behandlung mit einer gut verwertbaren, darmfreundlichen Ernährung und natürlichen Ergänzungsfuttermitteln. Gern erstellen unsere Tierärzt:innen dafür ein passendes Ernährungskonzept für Deinen Hund. 


Soll ich meinen Hund gegen Borreliose impfen lassen?

Eine Impfung gegen Borreliose ist möglich, wird aber nicht für jeden Hund empfohlen. Sie bietet keinen hundertprozentigen Schutz, und ihr Nutzen ist in der Fachwelt nicht abschließend geklärt.1 

Ob eine Impfung für Deinen Hund infrage kommt, hängt unter anderem vom Zeckenrisiko in Deiner Region und vom Gesundheitszustand Deines Hundes ab. Besprich die Entscheidung am besten mit Deiner Tierarztpraxis. Den Zeckenschutz ersetzt eine Impfung nicht. Welche Impfungen für Deinen Hund grundsätzlich sinnvoll sind, liest Du in unserem Ratgeber zu Impfungen beim Hund.


Wie kannst Du Deinen Hund vor Borreliose schützen? 

Der beste Schutz vor Borreliose ist, Zeckenstiche zu vermeiden und Zecken so schnell wie möglich zu entfernen. Diese Maßnahmen helfen Dir im Alltag: 

  1. Absuchen: Suche Deinen Hund nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich ab und entferne Zecken sofort.
  2. Zeckenmittel auftragen: Trage vor dem Spaziergang ein natürliches Zeckenmittel auf Haut und Fell auf.
  3. Zeckenreiche Gebiete meiden: In Deutschland dauert die Zeckensaison hauptsächlich von März bis Oktober, besonders aktiv sind Zecken im Mai und Juni. Meide in dieser Zeit hohe Wiesen und bestimmte Waldstücke und geh lieber auf befestigten Wegen, gemähten Wiesen oder im Park spazieren.
  4. Regelmäßig untersuchen lassen: Regelmäßige Kontrollen in der Tierarztpraxis helfen, Zeckenstiche oder erste Anzeichen einer Borreliose früh zu erkennen.
Mit einem festen Ablauf nach jedem Spaziergang vergisst Du keine Stelle – auch nicht unter dem Halsband oder zwischen den Zehen.

Mehr Tipps zu Zeckenschutzmitteln und Kontrollroutinen findest Du in unserem Ratgeber zum Zeckenschutz beim Hund.


Wie entferne ich eine Zecke richtig? 

Greife die Zecke mit einem geeigneten Werkzeug so nah wie möglich an der Haut und ziehe sie langsam und gerade heraus, ohne sie zu quetschen. Gut geeignet sind eine Zeckenzange, eine Zeckenkarte oder die ZECKENSCHLINGE. Achte darauf, dass auch der Kopf mit entfernt wird. 

Je früher Du eine Zecke entfernst, desto geringer ist in der Regel das Risiko einer Übertragung.

Das solltest Du vermeiden: 

  • die Zecke lange zu bearbeiten oder zu quetschen 
  • Öl, Klebstoff, Alkohol oder Nagellackentferner, um die Zecke vorher abzutöten 

Danach: Reinige die Stichstelle und Deine Hände mit einem geeigneten Desinfektionsmittel. Spüle die Zecke nicht die Toilette hinunter, denn Zecken können mehrere Stunden im Wasser überleben. Zerdrücke sie stattdessen oder lege sie in ein kleines Gefäß mit hochprozentigem Alkohol und entsorge sie nach etwa 30 Minuten im Hausmüll. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung findest Du auf unserer Seite zur Anwendung der Zeckenschlinge.


Noch Fragen?

Du bist unsicher, ob die Beschwerden Deines Hundes mit einem Zeckenstich zusammenhängen, oder möchtest ihn während einer Borreliose-Behandlung gut begleiten? In einer telemedizinischen Beratung über DGT MEDICAL besprechen unsere Tierärzt:innen die Situation Deines Hundes online mit Dir. Für Untersuchungen und Bluttests braucht Dein Hund eine Tierarztpraxis vor Ort. Wenn Du in der Nähe wohnst, untersuchen wir Deinen Hund gern in unserer 5-E™ Tierarztpraxis in Thalfang. 


Produktempfehlungen: Äußere Hilfen zur Abwehr von Zecken und Begleitung während der Therapie

Unterstützend in Zeiten hoher Zeckenlast können die PARA LAURIN-Produkte sein, gern auch in Kombination. Wird Dein Hund derzeit tierärztlich gegen Borreliose behandelt, kannst Du ihn zusätzlich therapiebegleitend unterstützen. 

Unterstützende Biozidprodukte zur Abwehr von Zecken

Welcher Zeckenschutz zu Deinem Hund passt, hängt von seinem Alter, seiner Größe und Eurem Alltag ab. Wenn Du unsicher bist, besprich das in einer tierärztlichen Online-Beratung bei DGT MEDICAL. 

  • PARA LAURIN SPOT-ON DOG:
    Zur äußerlichen Anwendung in zeckenaktiven Zeiten, direkt auf die Haut. Mit Kokosöl, Neemöl, Schwarzkümmelöl und Zitroneneukalyptusöl sowie registrierten pflanzlichen Wirkstoffen (Margosa-Extrakt, Geraniol). Nicht fettend und leicht in die Pflegeroutine einzubauen. 
  • PARA LAURIN BALSAM:
    Balsam zur äußerlichen Anwendung in zeckenaktiven Zeiten, mit Kokosöl, Neemöl, Lemongrasöl, Lavendelöl und Zitroneneukalyptus. Gut kombinierbar mit dem PARA LAURIN SPOT-ON DOG. 
  • PARA LAURIN BIO-PROTECT-HALSBAND:  
    Mit Kokosöl und dem registrierten Wirkstoff Geraniol. Individuell kürzbar, für mittelgroße und große Hunde. Lässt sich nach etwa vier Wochen mit dem PARA LAURIN SPOT-ON DOG auffrischen. 

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Ergänzend über das Futter

Ergänzend über das Futter

  • ENDOZECK PLUS: Ergänzungsfuttermittel zum Untermischen ins Futter, zur Unterstützung des Hautstoffwechsels. Mit Bierhefe und Kräutern wie Thymian, Rosmarin und Baldrian. 

Therapiebegleitend

  • ENTERO BIOM: Mit Prä-, Pro- und Postbiotika sowie L-Glutamin zur ernährungsphysiologischen Unterstützung des Darmmikrobioms. Kann nach der Gabe von Medikamenten sinnvoll sein. 
  • INTESTO: Leicht verdauliche Schonkost, wenn Dein Hund während der Therapie Verdauungsprobleme hat. Mit Entenfleisch als einziger tierischer Proteinquelle. Mit FOS und MOS als Postbiotika; Flohsamenschalen und Möhrentrester liefern Ballaststoffe. 
  • VITALBLUTANALYSE: Ganzheitlicher Blick auf den Zustand des Organismus mithilfe der Dunkelfeldmikroskopie, ergänzend zur tierärztlichen Diagnostik. Kein Borreliose-Test, ersetzt weder Antikörpertest noch PCR. Einfacher Ablauf: ein bis zwei Tropfen Blut, Versand an die 5-E™ Tierarztpraxis, Ergebnis in der Regel nach 7 bis 14 Tagen – mit individueller Ernährungsempfehlung für Deinen Hund. 

Fazit

Zecken suchen, Symptome ernst nehmen, im Zweifel abklären lassen. Borreliose wird durch Zecken übertragen, doch nur etwa 5 bis 10 % der infizierten Hunde erkranken. Zeigt Dein Hund Wochen oder Monate nach einem Zeckenstich Lahmheit, Fieber oder geschwollene Gelenke, lass ihn tierärztlich untersuchen. Ein positiver Antikörpertest allein bedeutet noch keine Erkrankung. Je früher eine Borreliose behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Der beste Schutz bleibt, Zecken schnell zu finden und zu entfernen. 


Häufige Fragen

Das hängt vor allem vom Zeckenrisiko in Deiner Region und vom Gesundheitszustand Deines Hundes ab. Die Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz und wird nicht für jeden Hund empfohlen. Besprich die Entscheidung mit Deiner Tierarztpraxis.
Nein, eine direkte Ansteckung vom Hund auf den Menschen ist nicht möglich. Menschen infizieren sich genau wie Hunde nur über den Stich einer infizierten Zecke. Eine Zecke, die Du an Deinem Hund findest, solltest Du trotzdem sicher entsorgen.
Nicht immer vollständig, denn Borrelien können sich im Gewebe einkapseln. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen. Grunderkrankungen oder eine bereits bestehende Nierenentzündung verschlechtern die Aussichten.
In der Regel bekommt Dein Hund über vier Wochen ein Antibiotikum. Je nach Beschwerden kommen entzündungshemmende Medikamente dazu. Wie lange es insgesamt dauert, hängt davon ab, wie früh die Behandlung beginnt und ob bereits Folgeschäden bestehen.
Ein Antikörpertest zeigt zuverlässig, ob Dein Hund Kontakt mit Borrelien hatte, aber nicht, ob er krank ist. Viele gesunde Hunde tragen Antikörper im Blut. Erst das Zusammenspiel aus Test und passenden Symptomen führt zur Diagnose.
Ein Antikörpertest ist frühestens 4 bis 5 Wochen nach dem Zeckenstich sinnvoll. Vorher hat der Körper meist noch keine nachweisbaren Antikörper gebildet. Ein Test direkt nach dem Stich sagt deshalb wenig aus.
Für die meisten Hunde nicht, denn nur etwa 5 bis 10 % der infizierten Hunde erkranken. In schweren Fällen kann eine Borreliose jedoch eine Nierenentzündung oder eine dauerhafte Entzündung mehrerer Gelenke auslösen. Deshalb solltest Du Symptome nach einem Zeckenstich immer abklären lassen.
Typisch sind Lahmheit, Fieber, Appetitlosigkeit sowie geschwollene Lymphknoten und Gelenke. Diese Anzeichen können aber auch andere Ursachen haben. Ob wirklich eine Borreliose dahintersteckt, kann nur Deine Tierarztpraxis anhand von Vorgeschichte, Symptomen und Tests klären.

Quellen

1 (2020). Borreliose beim Hund – was Sie darüber wissen sollten ESCCAP Deutschland e.V. 2 Labato, M. A. (2026). Lyme Borreliosis in Animals Merck & Co., Inc. Kohn, B.; Schwarz, G. (2017). Praktikum der Hundeklinik Enke Verlag


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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete e ... Weiterlesen

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