Fleisch & Fische als Zutat von Tierfutter
Erfahre, warum Fisch- und Fleischsorten für die Ernährung von Hunden essenziell ist.
Häufige Fragen zu: Fleisch und Fisch
Fleisch und Fisch sind zentrale Komponenten jeder hochwertigen Hundefütterung, unabhängig davon, ob es sich um Trockenfutter, Nassfutter oder selbst zubereitete Mahlzeiten handelt. Die konkrete Fleisch- oder Fischsorte beeinflusst deutlich, wie gut Dein Hund Proteine, Fettsäuren und Mineralstoffe aufnehmen kann.
Viele Produkte verwenden heute ungenaue Zutatenbezeichnungen wie “Fleisch” oder “Poultry”, ohne klaren Bezug zur Tierart. Wer informiert ist, erkennt hingegen gezielt, ob z. B. Lachs, Hühnchen, Wildkaninchen oder Heilbutt verarbeitet sind und kann besser einschätzen, ob das Futter für den eigenen Hund sinnvoll gewählt ist. Dies kann besonders wichtig sein bei Unverträglichkeiten, Allergien oder speziellen ernährungsphysiologischen Anforderungen.
Fleisch‑ und Fischsorten liefern wichtige Bausteine für die Ernährnug Deines Hundes. Insbesondere in hochwertigen Trocken‑ oder Nassfuttern:
- Tierisches Protein sorgt für alle essenziellen Aminosäuren, wichtig für Muskelaufbau, Regeneration und Energie.
- Omega‑3‑Fettsäuren (EPA/DHA) aus fettreichem Fisch wie Lachs, Hering oder Makrele tragen zur normalen Funktion von Herz und Kreislauf bei.
- Zink und B-Vitamine aus rotem Fleisch unterstützen normale Stoffwechselfunktionen und Haut- und Fellqualität.
Nährstoffprofil im Vergleich
| Bestandteil | Hauptquelle (im Futter) | Funktion für den Hund |
| Tierisches Protein | Hühnchen, Lamm, Kabeljau | Aufbau und Erhalt der Muskelmasse |
| Omega‑3-Fettsäuren | Lachs, Makrele, Hering | Unterstützung von Herz, Haut und Gelenkfunktion |
| Zink, Eisen, B‑Vitamine | Rind, Lamm, Organanteile | Beitrag zur normalen Stoffwechsel‑ und Immunfunktion |
Als Hundehalter:in möchtest Du verantwortungsvoll entscheiden, welches Futter Deinem Vierbeiner wirklich guttut. Der deklarierte Fleisch- oder Fischanteil ist dabei ein zentraler Hinweis. Er beeinflusst maßgeblich die Qualität der Ernährung Deines Hundes.
Die Angabe des Fleisch- oder Fischanteils auf der Verpackung von Hundefutter kann irreführend sein, da sie sich oft auf das Frischgewicht vor der Verarbeitung bezieht. Frischfleisch besteht zu etwa 70 % aus Wasser. Bei der Trocknung (z.B. für Trockenfutter) geht dieses Wasser verloren, sodass der tatsächliche Anteil an Trockenfleisch im Endprodukt deutlich geringer ist.
Einige Hersteller deklarieren den Fleischanteil als Trockenfleisch nach der Herstellung (z.B. "36 % Trockenfleisch"), was eine transparentere Angabe ist. Es ist wichtig, auf eine offene Deklaration zu achten, bei der die einzelnen Bestandteile genau aufgeschlüsselt sind.
Deklarationsarten für Fleischanteil im Hundefutter
| Futterart & Deklaration | Dein Tipp beim Kauf |
| Trockenfutter: % Frischfleisch |
Der angegebene Prozentsatz bezieht sich auf das Fleisch, bevor es getrocknet wurde – es enthält also noch viel Wasser. Die echte Fleischmenge im fertigen Futter ist daher deutlich geringer. Tipp: Achte stattdessen auf die Angabe "getrocknetes Fleisch" in der Zutatenliste. |
| Trockenfutter: % getrocknetes Fleisch / Fleischmehl |
Diese Angabe zeigt die tatsächliche Menge an Fleisch im fertigen Futter. Tipp: Das ist eine transparente Angabe! Je höher dieser Wert ist, desto mehr echtes Fleisch ist im Produkt enthalten. |
| Nassfutter: % Fleisch / frische Fleischanteile |
Auch hier bezieht sich der Anteil auf das Fleisch vor dem Kochen, und Nassfutter enthält von Natur aus viel Wasser. Das bedeutet, ein großer Teil des angegebenen Prozentsatzes ist Wasser. Tipp: Achte besonders auf genaue Angaben bei den Nebenerzeugnissen. |
| Alle Futterarten: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" |
Dieser Begriff ist ein Sammelbegriff, der sowohl hochwertige als auch weniger wertvolle Bestandteile umfassen kann. Tipp: Sei kritisch! Besser sind detaillierte Listen, die genau aufschlüsseln, was enthalten ist (z.B. "Herz, Leber" statt nur "tierische Nebenerzeugnisse"). |
Unverträglichkeiten gegenüber konventionellen Fleischquellen wie Rind oder Hühnchen sind bei Hunden nicht selten. In solchen Fällen ist die Wahl neuer, sogenannter Novel Proteinquellen eine bewährte Strategie, etwa Lamm, Wild, Kaninchen oder bestimmte Fischarten.
Diese Alternativen sind empfehlenswert:
- Lamm oder Wildfleisch (z. B. Reh oder Wildkaninchen): weniger gängige Proteinquellen, ideal bei bekannten Rind‑ oder Geflügel-Unverträglichkeiten.
- Fischsorten wie Kabeljau, Hering, Forelle oder Sardinen: liefern leicht verdauliches Protein mit hohem Omega-3-Gehalt.
- Monoproteinvarianten: Produkte mit nur einer Fleisch- oder Fischquelle erleichtern das Ausschlusstraining.