Hund abkühlen im Sommer: So begleitest Du Deinen Hund sicher durch heiße Tage
Aktualisiert
am 20.07.2026
- Hunde können ihre Körpertemperatur nur begrenzt regulieren und brauchen an heißen Tagen oft Unterstützung.
- Stärkeres Hecheln, Schwäche, Taumeln oder Erbrechen können auf eine Überhitzung oder einen Hitzschlag beim Hund hinweisen.
- Bestimmte Hunde – z. B. kurznasige Rassen, ältere oder übergewichtige Tiere sowie Hund mit Herz- oder Atemwegserkrankungen sind bei Hitze besonders gefährdet.
- Kühle Ruheplätze, angepasste Gassizeiten und ausreichend frisches Trinkwasser helfen, Deinen Hund abzukühlen und vor Hitze zu schützen.
- Je früher Du Anzeichen einer Überhitzung erkennst und Deinen Hund abkühlst, desto besser kannst Du ihn vor einem Hitzschlag schützen.
- Ein Hitzschlag ist ein tiermedizinischer Notfall und muss sofort tierärztlich behandelt werden.
- Verlege Spaziergänge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden, nutze möglichst schattige Wege und meide die Mittagshitze.
- Meide beim Gassigehen heißen Asphalt und nutze möglichst Gras-, Wald- oder Naturwege.
- Lass Deinen Hund niemals unbeaufsichtigt im Auto: Schon bei mäßigen Außentemperaturen kann es sich innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen.
- Biete Deinem Hund kühle Rückzugsorte im Haus und Garten an und stelle jederzeit frisches Trinkwasser bereit.
- Zeigt Dein Hund Anzeichen einer Überhitzung, solltest Du ihn sofort mit kühlem Leitungswasser und Luftbewegung kühlen und ihn bei Verdacht auf einen Hitzschlag umgehend in eine Tierarztpraxis oder Tierklinik bringen.
Warum brauchen Hunde bei Hitze Unterstützung?
Hunde kommen mit Hitze deutlich schlechter zurecht als wir Menschen. Sie besitzen nur wenige Schweißdrüsen, die vor allem an den Pfoten sitzen. Überschüssige Wärme geben sie deshalb hauptsächlich über das Hecheln ab. Dabei verdunstet Feuchtigkeit über die Schleimhäute im Maul und in den Atemwegen und kühlt den Körper. Über die Pfoten kann dagegen nur wenig Wärme abgegeben werden.
Steigen die Temperaturen stark an, ist die Luft sehr feucht oder wird der Hund körperlich stark belastet, reicht dieser natürliche Kühlmechanismus manchmal nicht mehr aus. Die Körpertemperatur kann dann innerhalb kurzer Zeit ansteigen und der Hund überhitzt. Im schlimmsten Fall kann daraus ein lebensbedrohlicher Hitzschlag entstehen.
Ein erhöhtes Risiko haben vor allem kurznasige Hunde (z. B. Mops, Französische oder Englische Bulldogge), Welpen, ältere und übergewichtige Hunde sowie Hunde mit Herz- oder Atemwegserkrankungen. Auch sehr große oder dicht behaarte Hunde vertragen Hitze oft schlechter. Grundsätzlich kann jedoch jeder Hund überhitzen – selbst junge, gesunde und sportliche Tiere.
Woran erkennst Du, dass Deinem Hund zu warm ist?
Ob Deinem Hund zu warm ist, lässt sich nicht immer sofort erkennen. Gerade die ersten Anzeichen, dass Dein Hund überhitzt, wirken oft noch harmlos. Umso wichtiger ist es, Deinen Liebling an heißen Tagen genau im Blick zu behalten. Je früher Du Warnzeichen erkennst, desto schneller kannst Du reagieren und das Risiko einer Überhitzung oder eines Hitzschlags verringern.
Anzeichen, dass Dein Hund überhitzt: So ordnest Du sie richtig ein
Beobachten
Diese Anzeichen können erste Hinweise darauf sein, dass Deinem Hund die Hitze zu schaffen macht:
- Hechelt stärker oder länger als gewohnt
- Sucht Schatten oder kühle Liegeflächen
- Wechselt häufig den Liegeplatz
Bring Deinen Hund an einen kühleren Ort und behalte ihn gut im Blick.
Ernst nehmen
Diese Symptome zeigen, dass Deinem Hund die Hitze bereits deutlich zusetzt:
- Möchte nicht weiterlaufen oder spielen
- Auffallend starkes Speicheln
- Schneller Herzschlag
- Gerötete Schleimhäute
- Wirkt schwach oder schnell erschöpft
Beende jede Belastung sofort, sorge für Abkühlung und beobachte Deinen Hund aufmerksam. Bessern sich die Anzeichen nicht oder wirst Du unsicher, wende Dich an eine Tierarztpraxis.
Sofort tierärztliche Hilfe suchen
Dies sind typische Hitzschlag-Symptome beim Hund – jetzt ist sofortiges Handeln gefragt:
- Taumeln oder unsicherer Gang
- Starke Schwäche oder Teilnahmslosigkeit
- Atemnot
- Erbrechen oder Durchfall (auch blutig möglich)
- Sehr dunkelrote, später blasse oder bläuliche Schleimhäute
- Krampfanfälle
- Zusammenbruch oder Bewusstlosigkeit
Zeigt Dein Hund solche Symptome, kühle ihn sofort behutsam herunter und suche umgehend eine Tierarztpraxis oder Tierklinik auf.
Hund ist überhitzt - was ist zu tun?
Zeigt Dein Hund Anzeichen einer Überhitzung, solltest Du schnell, aber ruhig handeln. Ziel ist es, seine Körpertemperatur möglichst rasch zu senken und weitere Belastung zu vermeiden. Besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag, gilt: Erst den Hund kühlen, dann transportieren – und beides möglichst gleichzeitig organisieren.
So kannst Du Deinen Hund sicher abkühlen
- Bring Deinen Hund sofort aus der Sonne oder einem heißen Auto an einen schattigen, kühlen Ort.
- Beende jede körperliche Belastung und lass Deinen Hund zur Ruhe kommen.
- Befeuchte den Körper großzügig mit Wasser. Dafür eignen sich besonders Bauch, Brust, die Innenseiten der Beine und die Pfoten, da dort die Wärme besonders gut abgegeben werden kann.
- Sorge zusätzlich für Luftbewegung, zum Beispiel mit einem Ventilator, einer Klimaanlage oder einem Fächer.
- Ist Dein Hund wach und kann problemlos schlucken, darf er kleine Mengen Wasser trinken.
- Besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag, informiere währenddessen eine Tierarztpraxis oder Tierklinik und bereite den Transport vor.
Hund abkühlen: Was hilft und was solltest Du vermeiden?
| Das hilft | Das solltest Du vermeiden |
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Hund in der Wohnung abkühlen: Was hilft Zuhause?
Auch in der Wohnung kann Deinem Hund an heißen Tagen schnell zu warm werden. Mit ein paar einfachen Maßnahmen sorgst Du dafür, dass sich die Räume möglichst wenig aufheizen und Dein Liebling einen kühlen Rückzugsort findet.
So kann sich Dein Hund in der Wohnung abkühlen:
- Lüfte möglichst früh am Morgen oder nachts. Tagsüber solltest Du Fenster geschlossen halten und Rollläden oder Vorhänge schließen, damit sich die Räume nicht zusätzlich aufheizen. Das ist besonders in Dachgeschosswohnungen oder schlecht belüfteten Räumen wichtig.
- Schaffe kühle Rückzugsorte. Viele Hunde mögen Fliesen oder andere kühle Böden. Auch eine Kühlmatte kann helfen. Nutze sie aber nur unter Aufsicht und achte darauf, dass Dein Hund sie jederzeit verlassen kann.
- Stelle mehrere Wassernäpfe bereit und fülle sie regelmäßig auf. So hat Dein Liebling jederzeit Zugang zu frischem Wasser.
- Ein Ventilator kann Deinem Hund beim Abkühlen helfen. Er senkt zwar nicht die Raumtemperatur, unterstützt aber die Verdunstungskühlung beim Hecheln. Achte darauf, dass Dein Hund dem Luftstrom jederzeit ausweichen kann.
- Verlege körperliche Aktivitäten in die kühleren Morgen- und Abendstunden. So vermeidest Du zusätzliche Belastung während der größten Hitze.
Kühlmatte, nasses Handtuch, Hundepool: Was ist sinnvoll?
An heißen Tagen gibt es viele Möglichkeiten, Deinem Hund Abkühlung zu verschaffen. Gut zu wissen also, welche Maßnahmen wirklich sinnvoll sind und wo ihre Grenzen liegen.
Ist eine Kühlmatte für den Hund sinnvoll?
Eine Kühlmatte für den Hund kann an warmen Tagen sinnvoll sein. Sie kann Deinem Hund beim Abkühlen helfen, indem sie die Wärmeabgabe über die Körperunterseite unterstützt. Damit Dein Hund die Kühlmatte gut annimmt, solltest Du sie an einem schattigen, gut belüfteten Ort auslegen. Lass Deinen Liebling selbst entscheiden, ob und wie lange er darauf liegen möchte. Er sollte die Kühlmatte jederzeit verlassen können und nicht dazu gezwungen werden, sich darauf zu legen. Stelle außerdem immer frisches Trinkwasser bereit und kontrolliere die Kühlmatte regelmäßig auf Beschädigungen. Hunde, die gerne auf Gegenständen kauen, sollten sie nur unter Aufsicht nutzen.
Wasser oder nasses Handtuch: Was kühlt Deinen Hund wirklich ab?
Zeigt Dein Hund Anzeichen einer Überhitzung, eignet sich kühles Leitungswasser besonders gut zur Erstversorgung. Benetze den Körper großzügig mit Wasser und sorge gleichzeitig für Luftbewegung. Durch die Verdunstung wird dem Körper Wärme entzogen und die natürliche Kühlung unterstützt.
Nasse Handtücher sind dagegen nur eingeschränkt geeignet, um Deinen Hund abzukühlen. Werden sie um den Körper gewickelt oder längere Zeit dort gelassen, können sie sich schnell erwärmen und die Wärmeabgabe behindern.
Hundepool, See oder Bach: Was solltest Du beachten?
Splish, Splash! Ein Hundepool oder geeignetes Gewässer können an heißen Tagen für angenehme Abkühlung sorgen. Wichtig ist, dass Dein Hund selbst entscheidet, ob er ins Wasser gehen möchte. Zwinge ihn niemals zum Baden. Nach einem anstrengenden Spaziergang sollte Dein Liebling erstmal zur Ruhe kommen, bevor er ins Wasser geht.
Wähle möglichst ruhige Ufer mit flachem Einstieg und achte darauf, dass das Wasser sauber ist. Fließendes Wasser ist in der Regel besser geeignet als stehende oder stark erwärmte Gewässer. Lässt sich nicht vermeiden, dass Dein Hund beim Baden etwas Wasser schluckt, ist das meist unproblematisch. Er sollte jedoch nicht größere Mengen aus Seen, Teichen oder Tümpeln trinken, da sich dort besonders bei warmem Wetter Krankheitserreger vermehren können.
Gassi bei Hitze: Wann ist es zu warm?
An heißen Sommertagen solltest Du die Dauer und Intensität Eurer Gassirunden an die Temperaturen anpassen. Am angenehmsten sind die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Lässt sich ein Spaziergang in der heißen Mittagszeit nicht vermeiden, geh am besten nur kurz raus, damit sich Dein Hund lösen kann. Vermeide in der Mittagshitze anstrengende Aktivitäten wie Joggen, Fahrradfahren oder Ballspiele. Wähle möglichst schattige Wege und nimm für unterwegs ausreichend Trinkwasser mit.
So schützt Du Hundepfoten vor heißem Asphalt
Asphalt und Pflastersteine können sich im Sommer so stark aufheizen, dass sie die empfindlichen Pfotenballen verbrennen. Ob der Untergrund bereits zu warm für Deinen Hund ist, kannst Du mit dem Handrücken-Test grob einschätzen: Lege Deinen Handrücken für wenige Sekunden auf den Boden. Fühlt er sich unangenehm heiß an, besteht auch für Hundepfoten Verbrennungsgefahr. Der Test ist zwar nicht wissenschaftlich überprüft, kann aber als Faustregel dienen.
Am besten gehst Du an warmen Tagen auf Gras-, Wald- oder Naturwegen spazieren. Kontrolliere nach dem Spaziergang die Pfoten Deines Hundes. Humpelt er plötzlich, leckt sich ständig die Pfoten oder sind Rötungen oder Blasen sichtbar, können die Pfotenballen durch den heißen Untergrund verletzt worden sein. Spüle die Pfoten vorsichtig mit kühlem Wasser ab und lass sie tierärztlich untersuchen, wenn die Beschwerden stärker sind oder nicht rasch nachlassen.
Checkliste: Richtig Gassigehen bei Hitze
- Spaziergänge möglichst früh morgens oder spät abends machen.
- Mittags nur kurze Gassirunden.
- Schattige Wege sowie Gras-, Wald- oder Naturwege bevorzugen.
- Heißen Asphalt und Pflastersteine möglichst meiden.
- Frisches Wasser mitnehmen und unterwegs Trinkpausen einlegen.
- Auf Joggen, Fahrradfahren und Ballspiele verzichten.
- Mit empfindlichen Hunden lieber kürzere Spaziergänge machen.
- Nach dem Spaziergang die Pfoten kontrollieren.
Wie leiste ich Erste Hilfe bei verbrannten Hundepfoten?
- Spüle die Pfoten vorsichtig mit kühlem sauberem Wasser ab, um Schmutz und mögliche Keime zu entfernen.
- Lege feuchte kühle (nicht eiskalte) Tücher auf die betroffene Stelle. Achte darauf, nicht zu lange zu kühlen, um die Haut nicht zusätzlich zu beschädigen.
- Verwende eine nicht haftende Wundauflage und polstere den Verband gut – auch zwischen den Zehen.
- Nimm einen selbsthaftenden Verband und fixiere ihn bei Bedarf mit Klebeband.
- Lass die Verletzung tierärztlich untersuchen: Je nach Schwere können Schmerzmittel oder Antibiotika nötig sein.
- Nach der Verbandphase kann ein Pfotenschuh helfen, die Heilung zu unterstützen und weitere Reizungen zu vermeiden.
Zur Unterstützung der Wundheilung empfehlen wir sanfte Pflegeprodukte wie SILBERSPRAY , PFÖTCHENBAD , BALLEN CARE SPRAY oder SKIN MANUKA BALSAM .
Hund im Auto und unterwegs: Hitze richtig einschätzen
Ein Ausflug mit dem Hund gehört für viele im Sommer dazu. Damit die Autofahrt nicht zur Hitzefalle wird, solltest Du ein paar wichtige Regeln beachten. Denn selbst bei mäßigen Außentemperaturen kann sich ein geparktes Auto innerhalb weniger Minuten lebensgefährlich aufheizen. Bereits ab etwa 20 °C können im Fahrzeuginneren schnell Temperaturen von über 40 °C erreicht werden. Ein leicht geöffnetes Fenster oder ein Parkplatz im Schatten reichen dabei nicht aus, um Deinen Hund vor Überhitzung zu schützen.
So stark können sich Auto und Asphalt aufheizen
Die folgenden Angaben sind Richtwerte aus Messungen und Fachquellen²'³.
| Außentemperatur (im Schatten) | Temperatur im geparkten Auto (nach 30 Min. in der Sonne) | Geschätzte Asphalt‑Oberflächentemperatur bei Sonne |
| 20 °C | ca. 40–45 °C | ca. 40–45 °C (kurzzeitige Einstrahlung), bis etwa 50 °C bei längerer Sonne |
| 25 °C | ca. 45–50 °C | um 50 ° C |
| 30 °C | ca. 50–60 °C | um 60 °C, bei längerer Hitze ggf. noch höher |
| 35 °C | teils > 60 °C | ca. 60–75 °C je nach Sonnendauer und Belag |
Hund im Auto abkühlen: So schützt Du Deinen Liebling unterwegs
- Plane Autofahrten möglichst in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
- Lüfte das Auto vor dem Einsteigen gut durch oder schalte die Klimaanlage ein, bevor Dein Hund einsteigt.
- Transportiere Deinen Hund während der Fahrt möglichst kühl und sorge für eine gute Belüftung.
- Nimm ausreichend frisches Trinkwasser mit und lege bei längeren Fahrten regelmäßige Pausen an einem schattigen Ort ein.
- Zeigt Dein Hund Anzeichen einer Überhitzung, bring ihn sofort aus dem Fahrzeug, beginne mit der aktiven Kühlung und suche umgehend eine Tierarztpraxis oder Tierklinik auf.
„Lass Deinen Hund niemals allein im Auto. Und wenn Du Anzeichen eines Hitzschlags bemerkst, zählt jede Minute: sofort aktiv kühlen und gleichzeitig einen Tierarzt kontaktieren.“
Was tun, wenn Dein Hund überhitzt wirkt?
Ein Hitzschlag entsteht, wenn der Körper mehr Wärme aufnimmt oder selbst produziert, als er wieder abgeben kann. Dadurch steigt die Körpertemperatur gefährlich an. Ein Hitzschlag ist ein akuter tiermedizinischer Notfall.
Hitzschlag beim Hund - was tun?
Wirkt Dein Hund überhitzt oder besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag, solltest Du sofort handeln. Je früher Dein Hund tierärztlich versorgt wird, desto besser sind die Chancen, schwerwiegende Organschäden zu verhindern.
- Hole Deinen Hund unverzüglich aus der Hitze. Bring ihn an einen schattigen, gut belüfteten Ort und beende jede körperliche Belastung.
- Beginne sofort mit der Kühlung. Benetze den Körper großzügig mit kühlem Leitungswasser, besonders Bauch, Brust, Innenseiten der Beine und Pfoten. Sorge gleichzeitig für Luftbewegung, zum Beispiel mit einem Ventilator oder Fächer.
- Biete Deinem Hund kleine Mengen Wasser an, wenn er wach ist und normal schlucken kann. Zwinge ihn niemals zum Trinken.
- Informiere umgehend eine Tierarztpraxis oder Tierklinik und bereite den Transport vor. Setze die Kühlung auch während der Fahrt fort.
Können Hunde einen Sonnenbrand oder Sonnenstich bekommen?
Ja, Hunde können sowohl einen Sonnenbrand als auch einen Sonnenstich bekommen.
Ein Sonnenstich kommt beim Hund deutlich seltener vor als beim Menschen. In der tiermedizinischen Praxis steht deshalb vor allem der Hitzschlag im Vordergrund.
Besonders gefährdet für einen Sonnenbrand sind Hunde mit weißem oder sehr hellem Fell, dünnem oder fehlendem Haarkleid, unpigmentierter Haut oder geschorenen Körperstellen. Häufig betroffen sind Nasenrücken, Ohrränder, der Bauch und andere wenig behaarte Hautbereiche. Typische Anzeichen eines Sonnenbrands beim Hund sind gerötete oder schmerzempfindliche Haut, Schwellungen sowie später möglicherweise Blasen oder Krusten.
Wiederholte Sonnenbrände können – ähnlich wie beim Menschen – das Risiko für Hauttumore erhöhen.
Wie kann ich meinem Hund bei Sonnenbrand helfen?
- Bring Deinen Hund sofort aus der Sonne – am besten in einen kühlen, schattigen Raum.
- Lege feuchte, kühle (nicht eiskalte!) Tücher auf die betroffenen Stellen.
- Trage ein für Tiere geeignetes Aloe-Vera-Gel oder eine unparfümierte, alkoholfreie Lotion auf.
- Sorge dafür, dass Dein Hund genug trinkt, um Überhitzung und Austrocknung zu vermeiden.
- Wenn Blasen, starke Rötungen oder Schmerzen auftreten, solltest Du unbedingt in die Tierarztpraxis fahren.
Wie kann ich meinen Hund vor Sonnenbrand schützen?
Hitzschlag beim Hund: Wann solltest Du sofort zum Tierarzt?
Besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag beim Hund, solltest Du nicht abwarten. Je früher Dein Hund tierärztlich versorgt wird, desto besser sind die Chancen, schwerwiegende Organschäden zu verhindern.
Suche sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik auf, wenn Dein Hund:
- trotz Ruhe weiterhin stark oder ungewöhnlich hechelt
- schwach wirkt, taumelt oder nicht mehr aufstehen möchte
- desorientiert oder ungewöhnlich teilnahmslos ist
- erbricht oder Durchfall entwickelt
- Atemnot oder sehr angestrengte Atmung zeigt
- zusammenbricht
- Krampfanfälle bekommt oder das Bewusstsein verliert
Warte nicht darauf, dass es Deinem Hund scheinbar besser geht.
Auch wenn er sich nach dem Kühlen schnell erholt, sollte er tierärztlich untersucht werden. Ein Hitzschlag kann verzögert Organe oder die Blutgerinnung schädigen, ohne dass dies zunächst äußerlich erkennbar ist.
Wir stehen Dir zu Seite für die Gesundheit Deines Hundes
Wenn Dein Hund gesundheitliche Probleme hat, möchtest Du alles dafür tun, damit er sich bald wieder besser fühlt. Das Team von DGT MEDICAL berät Dich gerne zu Futter- und Ergänzungsfuttermitteln und steht Dir auch für eine Zweitmeinung oder ein Gespräch mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin zur Verfügung.
Was solltest Du bei Hitze vermeiden
Wer seinen Hund bei Hitze abkühlen möchte, meint es meist nur gut. Manche Maßnahmen können Deinem Liebling jedoch mehr schaden als nützen. Deshalb lohnt es sich zu wissen, welche Fehler Du an heißen Tagen besser vermeidest.
Die häufigsten Fehler bei Hitze
| Das solltest Du vermeiden | Warum? |
| Den Hund unbeaufsichtigt im Auto lassen | Schon bei mäßigen Außentemperaturen kann sich das Auto innerhalb kurzer Zeit lebensgefährlich aufheizen. |
| Spaziergänge oder anstrengende Aktivitäten in der Mittagshitze | Das Risiko für eine Überhitzung beim Hund steigt deutlich an. |
| Heißen Asphalt oder Pflastersteine unterschätzen | Die empfindlichen Pfotenballen können sich schmerzhafte Verbrennungen zuziehen. |
| Deinen Hund mit Eis oder eiskaltem Wasser kühlen. | Direkt auf die Haut gelegtes Eis kann Kälteschäden verursachen. |
| Deinen Hund zum Baden oder auf eine Kühlmatte zwingen. | Zusätzlicher Stress kann Deinen Hund belasten. Er sollte selbst entscheiden können, ob und wie er sich abkühlen möchte. |
| Das Fell vorschnell sehr kurz scheren. | Je nach Fellstruktur schützt eine kurze Schur nicht zuverlässig vor Überhitzung und kann den natürlichen Schutz vor Sonneneinstrahlung verringern. |
Soll ich meinen Hund im Sommer scheren?
Wer seinen Hund bei Hitze abkühlen möchte, sollte nicht vorschnell zur Schermaschine greifen. Ob eine Schur sinnvoll ist, hängt vor allem von der Fellstruktur, dem Pflegezustand und den individuellen Bedürfnissen Deines Hundes ab. Viele Hunde mit Deckhaar und Unterwolle (z. B. Golden Retriever, Australian Shepherd, Siberian Husky) profitieren im Sommer nicht von einer vollständigen Schur.
Meist ist es sinnvoller, lose Unterwolle gründlich auszubürsten, Verfilzungen zu entfernen und das Fell regelmäßig zu pflegen. Hunde mit lang wachsendem Fell (z. B. Pudel oder Malteser) können dagegen von einem fachgerecht ausgeführten, kürzeren Schnitt profitieren. Auch bei ihnen sollte genug Fell als Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung erhalten bleiben. Bei manchen Hunden wächst das Fell nach einer sehr kurzen Schur zudem verzögert oder verändert nach, und die Haut ist stärker direkter UV‑Strahlung ausgesetzt. Eine Schur allein schützt Hunde deshalb nicht zuverlässig vor Überhitzung.
Im Zweifel solltest Du die Fellpflege auf die individuellen Bedürfnisse Deines Hundes abstimmen, zum Beispiel mit einer qualifizierten Hundefriseurin oder einem qualifizierten Hundefriseur. Bei Haut- oder Fellproblemen ist eine tierärztliche Beratung sinnvoll.
Produktempfehlungen
Gerade im Sommer können heiße Böden, starke Sonneneinstrahlung und lange Ausflüge Pfoten, Ballen und Haut Deines Hundes stark beanspruchen. Bei verbrannten Pfoten oder deutlich gereizten Hautstellen sollte immer eine tierärztliche Abklärung erfolgen. Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung können sanfte Pflegeprodukte dabei helfen, beanspruchte Haut zu reinigen, zu beruhigen und die Pfotenpflege sinnvoll zu unterstützen.
1.) SILBERSPRAY ist ein Pflegeprodukt zur sanften Begleitung beanspruchter Haut- und Pfotenareale.
- Kann bei oberflächlich beanspruchten Hautstellen pflegend eingesetzt werden.
- Eignet sich zur schonenden Pflege nach Belastung durch heißen Untergrund.
- Lässt sich hygienisch und einfach auftragen.
- Besonders praktisch für empfindliche Stellen, die möglichst wenig berührt werden sollen.
2.) BALLEN CARE oder BALLEN CARE SPRAY sind Pflegeprodukte für trockene und beanspruchte Ballen.
- Pflegen strapazierte Pfoten und Ballen besonders sanft.
- Können helfen, trockene und raue Haut geschmeidig zu halten.
- Sinnvoll bei sommerlich beanspruchten Pfoten durch Hitze, Reibung und trockene Böden.
- Je nach Vorliebe als Balsam oder als praktische Spray-Variante erhältlich.
3.) SKIN MANUKA BALSAM ist ein Pflegeprodukt für stark beanspruchte und pflegebedürftige Hautpartien.
- Eignet sich zur intensiven Pflege trockener und belasteter Hautstellen.
- Kann einen schützenden Pflegefilm auf der Haut bilden.
- Besonders geeignet für Ballen, Pfotenränder und andere beanspruchte Hautbereiche.
- Ideal als reichhaltige Pflege nach starker sommerlicher Beanspruchung.
Häufige Fragen
Quellen
1 Bundestierärztekammer (2024). Notfall: Hitzschlag beim Hund 2 ADAC (2023). Vorsicht vor Hitze im Auto; Online unter: adac.de (Rubrik Presse) – Versuchsreihe zur Aufheizung des Fahrzeuginnenraums 3 Wetter.de (2024). Sieben Dinge, die in der Sonne unglaublich heiß werden - Richtwerte zur Erwärmung von Asphalt bei 25 °C und 30 °C LufttemperaturBewertungen für diesen Artikel
Über Tierärztin Jessica Krockhaus
Jessica Krockhaus ist approbierte Tierärztin mit dem Schwerpunkt auf integrativer und präventiver Tiermedizin. Schon seit ihrer Ki