Anaplasmose beim Hund: So schützt Du Deine Fellnase


Tierarzt mit blauer Uniform hält kleinen schwarz-weißen Hund im Arm und lächelt in die Kamera. Aktualisiert am 27.11.2025
Anaplasmose ist eine weit verbreitete Infektionskrankheit bei Hunden, die durch Zecken übertragen wird und längst nicht mehr nur in der warmen Jahreszeit ein Thema ist. Denn Zecken sind in Deutschland mittlerweile das ganze Jahr aktiv. Hier erfährst Du, wie Du Anaplasmose beim Hund erkennst und wie Du das Infektionsrisiko für Deinen Liebling verringern kannst.

Das Wichtigste im Überblick
  • Anaplasmose ist eine durch Zecken übertragene Infektionskrankheit, die von speziellen Bakterien (Anaplasmen) ausgelöst wird. 
  • Der Erreger wird in Europa überwiegend durch den Biss der Gemeinen Holzbockzecke übertragen.
  • Zu den Symptomen bei Anaplasmose beim Hund gehören Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen und Lahmheit.
  • Zur Behandlung werden in der Regel über mehrere Wochen Antibiotika eingesetzt.
  • Beim ganzheitlichen Ansatz wird neben dem Erreger auch der allgemeine Gesundheitszustand berücksichtigt, da dieser den Krankheitsverlauf beeinflussen kann.
So kannst Du vorgehen
  • Informiere Dich hier über die möglichen Symptome einer Anaplasmose beim Hund.  
  • Bring Deinen Liebling bei unklaren oder anhaltenden Beschwerden in eine Tierarztpraxis, insbesondere nach einem Zeckenbiss. 
  • Suche Deinen Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig nach Zecken ab und entferne diese möglichst sofort. 
  • Vermeide besonders zur Zecken-Hochsaison Spaziergänge in hohen Wiesen und in stark befallenen Waldgebieten. 
  • Informiere Dich ausführlich über die Vielfalt an Zeckenprodukten und triff eine Wahl, die gut zu Dir und Deinem Hund passt.

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei einer Anaplasmose-Infektion. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich! 


Was ist Anaplasmose beim Hund?

Bei Anaplasmose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Anaplasma phagocytophilum verursacht und hauptsächlich durch Zeckenbisse übertragen wird. Bei dieser Erkrankung infizieren die Anaplasma-Bakterien bestimmte Immunzellen (insbesondere die Granulozyten) und können zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen, wie zum Beispiel Blutarmut oder Gelenkentzündungen. Weil Anaplasmose durch Zecken übertragen wird, sind vor allem Hunde davon betroffen, die in Regionen mit einer hohen Zeckenpopulation leben oder regelmäßig in solche Gebiete reisen. 


Was sind die Ursachen für Anaplasmose beim Hund?  

Die Anaplasmose wird durch den Biss infizierter Zecken übertragen. Studien zeigen 1, dass in Deutschland – je nach Region – bis zu 13 % der Zeckenart Ixodes ricinus (Gemeiner Holzbock) mit Anaplasma phagocytophilum-Bakterien infiziert sein können

Etwa 36 bis 48 Stunden nach dem Biss der Zecke werden die Anaplasmen auf den Hund übertragen. Im Körper werden sie von den Fresszellen des Immunsystems, den Granulozyten, aufgenommen, mit dem Ziel, die Erreger unschädlich zu machen und abzutöten. Die Anaplasmen können jedoch der Zerstörung durch die Granulozyten entgehen, indem sie sich in diesen Zellen geschickt verstecken und tarnen, wodurch sie unbemerkt bleiben und sich vermehren können. Die infizierten Granulozyten platzen einige Zeit später auf und setzen so neue Anaplasmen frei, die wiederum neue Fresszellen befallen.  

Auf diesem Weg können sich die Bakterien über das Blut und die Lymphen im Körper verbreiten und zusätzlich Organe wie Milz, Leber, Lunge und Herz befallen. Außerdem schwächen sie das Immunsystem und machen es anfällig für andere Erkrankungen. Es wird außerdem vermutet, dass die schädigende Wirkung auf den Organismus nicht nur von den Anaplasmen ausgeht: Beim Versuch, die Erreger zu bekämpfen, setzen die beschädigten Granulozyten Substanzen frei, die in großen Mengen zu Entzündungen und weiteren Schäden im Körper des Hundes führen können. 


Wie gefährlich ist Anaplasmose beim Hund? 

Wie gefährlich eine Anaplasmose-Infektion werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel dem Gesundheitszustand des Hundes, dem Stadium der Erkrankung und von der Schnelligkeit der Behandlung. Wird eine Anaplasmose nicht frühzeitig erkannt und behandelt, kann dies zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen wie Gelenkentzündungen, Blutungsstörungen oder neurologischen Problemen führen – insbesondere ältere oder immungeschwächte Hunde haben hier ein erhöhtes Risiko. 

Von daher ist es wichtig, dass eine Anaplasmose-Infektion rechtzeitig erkannt und behandelt wird.


Was sind die Symptome einer Anaplasmose beim Hund? 

In der Regel verläuft die Mehrheit der Anaplasmose-Infektionen ohne erkennbare Symptome. Das Tückische: Wenn Symptome auftauchen, sind diese oft unspezifisch, was die Diagnose erschweren und zu Verwechslungen mit anderen Erkrankungen führen kann. Von daher ist es wichtig, dass Du Deinen Liebling bei unklaren oder anhaltenden Gesundheitsproblemen tierärztlich untersuchen lässt, insbesondere nach einem Zeckenbiss. 

Mögliche unspezifische Symptome einer Anaplasmose beim Hund sind: 

  • Lethargie 
  • Appetitlosigkeit 
  • Fieber 
  • Lahmheiten 
  • Blasse Schleimhäute 
  • Durchfall/Erbrechen 
  • Vergrößerte Lymphknoten

Sollten Dir eins oder mehrere dieser Symptome bei Deinem Hund auffallen, empfehlen wir Dir, zeitnah in eine Tierarztpraxis zu gehen, um eine mögliche Infektion mit Anaplasmose rechtzeitig behandeln zu lassen. 

Terrier liegt abgeschlagen vor seinem Futternapf
Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder Bewegungsunlust können Symptome für Anaplasmose beim Hund sein.

Wie wird eine Anaplasmose beim Hund diagnostiziert? 

Um herauszufinden, ob ein Hund mit Anaplasmose infiziert ist, wird der Tierarzt oder die Tierärztin neben einer gründlichen Anamnese und Untersuchung auf klinische Symptome auch einen oder verschiedene Bluttests durchführen. Bei einem Antikörpertest wird das Blut auf Antikörper gegen Anaplasma-Bakterien untersucht. Bei einer allgemeinen Untersuchung des Blutbilds sollen Anomalien identifiziert werden, die oft bei Anaplasmose auftreten, wie: 

  • Thrombozytopenie (zu wenig Blutplättchen) 
  • Anämie (zu wenig rote Blutkörperchen)  
  • Veränderte weiße Blutkörperchen (zu wenig oder zu viele) 
  • Erhöhte Leberwerte 

Aber Achtung: Nur weil ein Bluttest negativ ausfällt, heißt das noch lange nicht, dass der Hund nicht infiziert ist. Antikörpertests sind meist verlässlicher, insbesondere bei einem chronischen Verlauf der Krankheit. Die Antikörper tauchen aber erst einige Wochen nach der Ansteckung im Blut auf, weshalb der Test erst dann wirklich Sinn macht. Kurz nach einer Infektion können die Anaplasmen direkt im Blut unterm Mikroskop erkannt werden. In manchen Fällen werden zur Anaplasmose-Diagnose auch PCR-Tests durchgeführt, um genetische Informationen des Erregers im Blut des Hundes nachzuweisen. Diese Tests können dem Tierarzt oder der Tierärztin helfen, eine Anaplasmose von anderen Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen zu unterscheiden. Je nachdem, welche Symptome ein Hund mit Verdacht auf Anaplasmose hat, können auch Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen notwendig sein. 


Wie behandelt man Anaplasmose bei Hunden? 

Die schulmedizinische Therapie von Anaplasmose beim Hund umfasst die Verabreichung von Antibiotika, wobei Doxycyclin das am häufigsten verwendete Medikament ist. Die Dauer der Behandlung hängt von der Schwere der Infektion ab und wie der Hund auf die Therapie anspricht. In der Regel beträgt sie mindestens zwei bis drei Wochen. Je nach vorhandenen Symptomen werden auch die Begleiterscheinungen einer Anaplasmose Infektion behandelt, z. B. mit Schmerzmitteln, mit Infusionen gegen Flüssigkeitsverlust oder mit Medikamenten gegen Erbrechen. Um die Wirksamkeit der Therapie zu kontrollieren, können nach einiger Zeit weitere PCR-Tests durchgeführt werden. 

Ist eine Behandlung mit Antibiotika immer notwendig? 

Diese Entscheidung muss immer der Tierarzt treffen anhand der zugrundeliegenden Werte. In der 5-E™ Tierarztpraxis haben wir sehr viele Hunde erlebt, die erhöhte Antikörper gegen Anaplasmose hatten – aber nur sehr wenige, die aus diesem Grund deutliche gesundheitliche Einschränkungen zeigten. Selbst wenn wir Anaplasmose-Erreger direkt im Blut nachweisen können, gibt uns das nicht immer eine eindeutige Richtung für die Behandlung des Hundes vor, weil die komplexen Reaktionen seines Immunsystems auch eine wichtige Rolle spielen und in die Behandlungsstrategie einfließen sollten. 

Ergänzende ganzheitliche Verfahren 

Die ganzheitliche Therapie von Anaplasmose beim Hund kann neben der klassischen Antibiotika-Behandlung auch unterstützende Maßnahmen umfassen, die auf die spezifischen Reaktionen des Immunsystems und auf die Symptome des Patienten abgestimmt sind. Dafür nutzen wir in der 5-E™ Tierarztpraxis die Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop, um zusätzliche Hinweise auf mögliche Belastungen im Blut zu gewinnen. Wenn ein Hund echte Probleme mit Anaplasmose hat, können sich dabei Auffälligkeiten zeigen. In solchen Fällen beziehen wir auch Faktoren wie eine veränderte Darmflora, pseudoallergische Reaktionen, Lymphstau oder eine erhöhte Empfindlichkeit gegen Histamin in die weitere Vorgehensweise ein.

Begleitend zur tierärztlichen Behandlung setzen wir auf eine ganzheitliche Unterstützung: Mit ausgewählten Ergänzungsfuttermitteln, darmfreundlicher Nahrung und speziellen Kurkonzepten unterstützen wir das innere Gleichgewicht des Hundes und fördern sein allgemeines Wohlbefinden. Der weitere Therapieablauf wird individuell festgelegt – je nach Entwicklung des Tieres und den Ergebnissen weiterer Kontrolluntersuchungen.

Ganzheitliche Verfahren nach dem 5-E™ Konzept

Unsere Erfahrung aus über 40 Jahren ganzheitlicher Tiergesundheit zeigt, dass begleitende Verfahren nach dem 5-E™ Konzept das Wohlbefinden Deines Hundes unterstützen können. Wird bei Deinem Hund eine Anaplasmose diagnostiziert, erfolgt die Behandlung in der Regel mit Antibiotika. Ergänzend können je nach Befund u. a. lichtbasierte Verfahren, eine angepasste Ernährungsstrategie oder der Einsatz ausgewählter Ergänzungsfuttermittel in Betracht kommen. 

Noch Fragen? Wir beraten Dich gerne.

In der 5-E™ Tierarztpraxis erzielen wir mit ganzheitlichen Verfahren in den meisten Fällen sehr gute Behandlungserfolge bei Hunden mit einer Anaplasmose-Infektion. Bei Interesse kannst Du auf der Webseite der Tierarztpraxis einen Termin für eine persönliche Beratung vereinbaren oder eine Online-Beratung über DGT MEDICAL vereinbaren.


Ist Anaplasmose beim Hund heilbar?

Die gute Nachricht ist: Bei einer rechtzeitigen Diagnose und angemessenen Behandlung hat ein Großteil der betroffenen Hunde gute Chancen auf eine vollständige Genesung. Dafür ist es wichtig, regelmäßige Kontrolluntersuchungen in der Tierarztpraxis durchzuführen und vorbeugende Maßnahmen gegen Zecken zu treffen, um eine erneute Infektion zu verhindern.


Wie kann ich meinen Hund vor Anaplasmose schützen?

Tipp 1: Zecken sofort entfernen
Nach jedem Spaziergang solltest Du das Fell Deines Hundes gründlich nach Zecken absuchen – besonders an Ohren, Pfoten, Bauch und Hals. Hat sich eine Zecke festgebissen, entferne sie möglichst schnell mit einer Zeckenzange oder -karte. Achte dabei darauf, die Zecke hautnah und gerade herauszuziehen, um den Kopf mit zu entfernen. Da Anaplasmen meist erst nach 24–36 Stunden übertragen werden, ist schnelles Handeln entscheidend.

Tipp 2: Zeckenprodukte vor dem Spaziergang
Viele Menschen mit Hunden berichten von guten Erfahrungen mit natürlichen Zeckenschutzmitteln, die vor dem Spaziergang auf das Fell aufgetragen werden. Diese können auf ätherischen Ölen oder pflanzlichen Extrakten basieren und bei unterstützen, Zecken fernzuhalten.

Tipp 3: Zecken-Hotspots meiden
Zecken sind in Deutschland das ganze Jahr über aktiv 2, wobei die Hochsaison im Mai und Juni liegt 3. Besonders in dieser Zeit empfiehlt es sich, hohe Gräser, dichtes Unterholz und stark befallene Waldgebiete möglichst zu meiden.  Spaziergänge über kurze Wiesen, breite Wege oder durch gut einsehbare Parkanlagen sind oft die bessere Wahl.

Tipp 4: Den Körper ganzheitlich unterstützen
Ein stabiles Verdauungssystem kann das allgemeine Wohlbefinden Deines Hundes fördern. Aus unseren zahlreichen Praxisfällen wissen wir, dass Hunde mit einem harmonischen Mikrobiom und funktionierender Darmbarriere häufig belastbarer wirken. Eine ausgewogene, darmfreundliche Ernährung und ein ganzheitlicher Blick auf den Organismus können deshalb dazu beitragen, den Körper Deines Lieblings bestmöglich zu unterstützen.

Tipp 5: Regelmäßige Fellpflege
Ein gut gepflegtes Fell macht es Zecken schwerer, unbemerkt an die Haut zu gelangen. Bürste Deinen Hund regelmäßig – besonders nach Spaziergängen. Dabei entdeckst Du mögliche Zecken schneller und entfernst Schmutz oder kleine Parasiten, bevor sie sich festsetzen.

Tipp 6: Helle Decken und Liegeplätze nutzen
Wenn Dein Hund gern im Garten liegt, kann eine helle Decke helfen, Zecken frühzeitig zu entdecken, bevor sie aufs Tier krabbeln. Auch im Haus lohnt sich ein Blick auf helle Liegeplätze oder Handtücher nach dem Aufenthalt im Freien.

Tipp 7: Umgebung zeckenunfreundlich gestalten
Im Garten kannst Du Maßnahmen ergreifen, um Zecken den Lebensraum zu entziehen – z. B. durch regelmäßiges Mähen, das Entfernen von Laub und das Zurückschneiden von Sträuchern. Auch das Absperren von Wildtierpfaden hilft, die Zeckenzahl im direkten Umfeld zu reduzieren.

Tipp 8: Kontrolluntersuchungen wahrnehmen
Wenn Dein Hund in einem Zeckengebiet lebt oder häufiger Zeckenbefall hatte, kann eine regelmäßige Blutuntersuchung auf zeckenübertragene Erreger sinnvoll sein – insbesondere bei unklaren Symptomen wie Mattigkeit, Fieber oder Lahmheit. Frühzeitige Diagnostik hilft, schwerwiegende Verläufe zu vermeiden.

Tipp 9: Sonnige Tageszeiten verringern das Zeckenrisiko
Zecken sind bei feucht-milder Witterung und in schattigen Bereichen besonders aktiv. Spaziergänge in sonnigen, trockenen Tageszeiten (vor allem mittags) können das Risiko eines Zeckenbefalls reduzieren.

Tipp 10: Langhaarige Hunde besonders sorgfältig kontrollieren
Bei Hunden mit dichtem oder langem Fell lohnt sich eine besonders gründliche Untersuchung – eventuell mit einem Flohkamm oder durch Scheiteln des Fells. Zecken verstecken sich gerne in warmen, geschützten Regionen wie Achseln, Ohren oder zwischen den Zehen.

Familie mit Hund liegt glücklich auf einer Wiese
So happy together! Mit den richtigen Maßnahmen kannst Du Deine Fellnase vor Zeckenbissen schützen und damit auch das Risiko für Anaplasmose beim Hund verringern.

Wie entfernt man eine Zecke beim Hund richtig?

Damit sich Dein Hund nicht mit Anaplasmose-Bakterien oder anderen Erregern ansteckt, ist es wichtig, eine Zecke richtig zu entfernen. Hier haben wir die wichtigsten Do’s und Don’ts zusammengefasst.

Dont´s:
  • Vermeide es, die Zecke zu manipulieren oder zu quetschen.
  • Verwende keine Hausmittel wie Öl, Klebstoff, Alkohol oder Nagellackentferner, um die Zecke abzutöten.
Do´s:
  • Passendes Werkzeug: Nutze eine spezielle Pinzette oder ein Werkzeug zur Zeckenentfernung. Tipp: Mit unserer praktischen ZECKENSCHLINGE lassen sich Zecken besonders einfach und sicher entfernen.
  • Richtige Methode: Greife die Zecke so nah wie möglich an der Haut und ziehe sie langsam und gerade heraus, ohne sie zu zerdrücken.
  • Desinfektion: Reinige die Stichstelle und Deine Hände nach dem Entfernen der Zecke gründlich mit einem Desinfektionsmittel.
  • Sichere Entsorgung: Töte die entfernte Zecke, damit sie keine weiteren Tiere infizieren kann. Spüle sie nicht die Toilette herunter, da Zecken sehr widerstandsfähig sind und mehrere Stunden im Wasser überleben können. Zerquetsche sie lieber oder lege sie in ein kleines Gefäß mit hochprozentigem Alkohol. Nach ca. 30 Minuten kannst Du sie dann im Hausmüll entsorgen.

Produktempfehlungen

Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung kann ein Hund bei einer Anaplasmose-Infektion ernährungsphysiologisch unterstützt werden – zum Beispiel durch Ergänzungsfuttermittel, die die Verdauungsfunktion begleiten, zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen und in Zeiten, in denen viele Insekten aktiv sind, sinnvoll sein können.

  • VITA PUR ist ein Ergänzungsfuttermittel zur therapiebegleitenden Unterstützung.
  • Enthält hochdosierte Antioxidantien (z. B. Astaxanthin aus Blutregenalgen) sowie EPA/DHA-reiche Omega-3-Fettsäuren. 
  • EPA & DHA tragen zur normalen Funktion des Herzens bei. 
  • DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und normaler Sehkraft bei.
  • Geeignet zur ergänzenden Ernährung bei Tieren, die sich nach einer Belastung oder Erkrankung erholen.
  • DARM KUR für Hunde kombiniert ausgewählte Ergänzungsfuttermittel, die den Darm nach besonderen Belastungen unterstützen können.
  • KRÄUTERHEFE liefert natürliche B-Vitamine (Biotin, Niacin und Riboflavin). Biotin, Niacin und Riboflavin tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
  • LACHS-HANF-Öl enthält wertvolle Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die den Stoffwechsel und die natürliche Zellfunktion unterstützen können.
  • DARM DYN enthält Huminsäuren, Fenchel und Yucca schidigera, die die natürliche Darmfunktion unterstützen können, z. B. durch die Bindung und Ausscheidung unerwünschter Stoffe sowie die Förderung einer ausgeglichenen Verdauung.
  • ENDOZECK PLUS ist ein Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsphysiologischen Begleitung in Zeiten, in denen draußen besonders viele Insekten aktiv sind.
  • Mit Bierhefe als natürliche Quelle für Vitamin B1, das zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt.
  • Ausgewählte Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Salbei werden traditionell gefüttert, wenn Hunde viel draußen unterwegs sind.
  • Kann besonders in den warmen Monaten sinnvoll sein, wenn draußen viele Insekten aktiv sind.
  • PARA LAURIN SPOT-ON DOG  und PARA LAURIN BALSAM  enthalten ausgewählte pflanzliche Inhaltsstoffe, die zur Pflege von Haut und Fell beitragen und in der warmen Jahreszeit, wenn Insekten vermehrt auftreten, sinnvoll sein können. 
  • PARA LAURIN SPOT-ON DOG ist ein tierärztlich entwickeltes Spot-on zur äußerlichen Anwendung. Es enthält pflanzliche Komponenten wie Margosa-Extrakt und Zitroneneukalyptusöl. Gleichzeitig pflegt es Haut und Fell Deines Lieblings mit Kokosöl, Neemöl und Schwarzkümmelöl.
  • PARA LAURIN BALSAM ist ein tierärztlich entwickelter Balsam zur äußerlichen Anwendung. Es enthält pflanzliche Komponenten wie Margosa-Extrakt und Zitroneneukalyptusöl. Gleichzeitig pflegt er Haut und Fell Deines Lieblings und verleiht einen frischen, angenehmen Duft.
 

Häufige Fragen

Wenn Dein Hund von einer Zecke gebissen wurde, musst Du nicht immer sofort in die Tierarztpraxis. Wichtig ist, die Zecke so schnell wie möglich vollständig zu entfernen und die Bissstelle in den nächsten Tagen zu beobachten. Fahr in die Tierarztpraxis, wenn sich die Haut stark entzündet, Dein Hund Fieber bekommt, apathisch wirkt oder weitere Symptome wie Lahmheit, Appetitlosigkeit oder geschwollene Lymphknoten auftreten. Diese können auf eine durch Zecken übertragene Krankheit wie Anaplasmose oder Borreliose hinweisen.
Anaplasmose beim Hund wird vor allem durch den Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen, der in Deutschland am weitesten verbreitete Zeckenart. Auch andere Ixodes-Zecken können das Bakterium weitergeben. Ein Infektionsrisiko besteht vor allem in Regionen mit hoher Zeckendichte und während der Hauptsaison von Frühjahr bis Herbst.
Eine unbehandelte Anaplasmose-Infektion kann für Deinen Hund schwerwiegende Folgen haben. Dazu gehören Gelenkentzündungen, Blutungsstörungen, neurologische Probleme oder eine Schwächung des Immunsystems. Die Erkrankung kann chronisch verlaufen und dauerhafte Schäden verursachen, in schweren Fällen sogar lebensbedrohlich werden. Deshalb sind eine frühzeitige tierärztliche Diagnose und Behandlung so wichtig.
Nein, aktuell gibt es keine zugelassene Impfung. Der beste Schutz für Deinen Hund besteht daher in einer konsequenten Zeckenprophylaxe, zum Beispiel durch geeignete Zeckenmittel, regelmäßiges Absuchen des Fells und das Meiden von zeckenreichen Gebieten. So kannst Du das Risiko für eine Anaplasmose-Infektion deutlich verringern.
Ja, eine Anaplasmose-Infektion kann bei Hunden auch ohne erkennbare Symptome verlaufen. Man spricht dann von einem subklinischen Verlauf. Beschwerden können aber auch später noch auftreten, zum Beispiel wenn das Immunsystem geschwächt ist. Deshalb ist es wichtig, Deinen Hund bei Verdacht auf eine Zeckeninfektion tierärztlich untersuchen und ggfs. einen Bluttest durchführen zu lassen.

Quellen

Mertens-Scholz K et al. (2024). Prevalence of tick-borne bacterial pathogens in Germany— insights from 10 years of tick surveillance National Library of Medicine (2023). Winter activity of questing ticks (Ixodes ricinus and Dermacentor reticulatus) in Germany – Evidence from quasi-natural tick plots, field studies and a tick submission study Dr. med. vet. Nikola Pantchev, Dr. med. vet. Maja Hirsch (2024). Zecken-Atlas 2025, Interaktive Statistik zum bundesweiten Zeckenvorkommen IDEXX Barbara Kohn und Günter Schwarz (2017). Praktikum der Hundeklinik 12. Auflage, Enke Verlag


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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete e ... Weiterlesen

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