Collie

Steckbrief

Schulterhöhe beim Rüden 56 bis 61 cm, bei der Hündin 51 bis 56 cm
Gewicht keine Angaben lt. Standard


Woher

Der schottische Schäferhund stammt von Hütehunden aus Wales, Nordengland und auch Schottland ab. Nach Schottland gelangte er erst im 18. Jh. mit Tausenden von Schafen, die aus dem Norden Englands nach Zerschlagung des Clanwesens eingeführt wurde. Queen Victoria liebte Schottland, das stark romantisiert in dieser Zeit "hochmodern" war, und sie bewunderte die Hütehunde auf dem Gelände von Schloß Balmoral, ihrem Lieblingssitz. Die große Hundefreundin hatte einige Collies als Begleiter und so gelangte die Rasse in die Salons der Reichen Großbritanniens. Jeder wollte so einen Hund haben, Champions erzielten unglaublich hohe Summen beim Export in die USA, die Colliezucht wurde zu einem lukrativen Geschäft und an der "Verschönerung" oder "Veredlung" des unscheinbaren Bauernhundes wurde hart gearbeitet. Der beliebte Familienhund wurde zur Romanfigur, was weltweit über "Lad a Dog" und "Lassie kehrt zurück" zu einem wahren Lassieboom führte. Das hat sich heute relativiert, der Collie ist kein Modehund mehr, konnte sich aber einen festen Platz unter den beliebtesten Hunderassen bewahren.


Charakter

Der Collie ist ein erstklassiger Familienbegleiter, der sich ganz eng an seine Menschen anschließt. Er ist sensibel, sanft und geht auf die Gemütsregungen seiner Menschen ein. Als guter Beobachter entgeht ihm nicht die geringste Mimik und feinste, selbst unbewusste Kommunikation, was Colliebesitzer dazu verleitet zu sagen: Er versteht jedes Wort! Er ist sehr gelehrig und lässt sich auch von Anfängern gut erziehen.
Collies sind wachsam, freundlich, im Ernstfall durchaus verteidigungsbereit. Unverträglichkeit mit Artgenossen ist eher die Ausnahme. Allerdings sind Collies sehr bellfreudig, nicht nur, dass sie alles melden, sondern sie drücken auch ihre Gefühlsregungen durch Laute aus und kommunizieren gerne mit der Stimme.


Geeignet für

Sehr anpassungsfähig fügt er sich in das Familienleben ein, vom lebhaften Haushalt mit Kindern bis hin zum Seniorenbegleiter.
Der Collie braucht einen Menschen, der Zeit hat, sich mit ihm zu beschäftigen und viel in freier Natur zu bewegen. Die meisten Collies fordern dies allerdings nicht ein, was vom Besitzer falsch verstanden dazu führt, dass der Hund eben nicht die nötige Bewegung und geistige Herausforderung bekommt. Dabei machen ihn selbst kleine Aufgaben gemeinsam mit und für ihren Besitzer glücklich. Es gibt praktisch keine hundesportliche Betätigung, für die der Collie nicht eingesetzt werden könnte, man kann leicht für jeden Hund das Richtige finden. Besonders gut eignen sie sich für die Arbeit mit Behinderten.


Anspruch an die Familie

Es gibt unterschiedliche Zuchtrichtungen von stark sportlich orientiert bis hin zu ruhigen Begleithunden, die nur geringe Ansprüche an ihre Menschen stellen. Deshalb gibt es für jeden den richtigen Collie, man muss ihn nur finden. Wer glaubt, ein Collie erziehe sich von selbst kann sehr schnell mit einem kernigen eher sportlichen Typ überfordert sein. Jeder Collie sollte eine klare Führung haben, an der er sich orientieren kann. Das bei vielen inzwischen im Grunde untypische viel zu üppige Fell erfordert intensive Pflege, man sollte sich die Hunde beim Züchter daraufhin genau ansehen, wenn man das nicht möchte. Der seltene Kurzhaarcollie ist in der Regel bedeutend lebhafter, arbeitsfreudiger und auch fordernder als der Langhaar.


Farben

gelb-weiß, tricolour und blue merle. Weiße Collies mit farbigem Kopf oder sable merle sind nur nach amerikanischem Standard zulässig.
Chihuahua
Deutsch Drahthaar