Deutscher Boxer

Steckbrief

Schulterhöhe Rüden 57 bis 63 cm/Hündin 53 bis 59 cm.
Gewicht Rüden über 30 kg, Hündinnen ungefähr 25 kg


Woher

Seine Vorfahren waren Bullenbeißer. Nachdem die wehrhaften Jagdhunde, die Saupacker und Bärenbeißer, Dank moderner Waffen nicht mehr gebraucht wurden, fanden einige ihrer Nachkommen einen neuen Job als Helfer der Metzger. Mit der Industrialisierung und der Entstehung großer Städte stieg der Bedarf an Fleisch außerhalb der eigenen Produktion, Metzger kauften Vieh auf großen Viehmärkten, trieben es mit Hilfe der Hunde nach Hause zum Schlachten. Die mutigen, wendigen Bullenbeißer hielten besonders wehrhafte Bullen in Schach, in dem sie sich in deren empfindlichen Nasen verbissen. Ein kurzer kräftiger Fang mit leicht zurückliegender Nase erlaubte es festzuhalten und gleichzeitig zu atmen. Metzgerhunde waren kräftig, wendig und wussten sich kompromisslos durchzusetzen. Auch als Wachhunde waren sie bestens geeignet. Der Deutsche Boxer entstand als Rasse in München, wo man die heimischen Bullenbeißer mit englischer Bulldogge kreuzte. Besonders in Studentenkreisen war der lebhafte Hund mit dem skurrilen Aussehen beliebt. Er gehört zu den anerkannten Diensthunderassen und wirde im Schutzhundsport geführt. Als Diensthunde wurde er nur selten eingesetzt, da er wegen seines dünnen Fells doch recht empfindlich bei extremen Witterungsverhältnissen ist.


Charakter

Der Boxer ist ein liebenswürdiger Familienbegleiter, immer mitten drin und dabei. Er ist lebhaft, verspielt, fröhlich, ein richtiger Schelm, der mit seinen großen Kinderaugen seine Menschen auch nach weniger erfreulichen Streichen noch zum Lachen bringt. Aber Vorsicht! Die Strategie des Boxers muss man durchschauen. Er versteht es meisterhaft, seinen Willen durch Clownerie durchzusetzen. Was er nicht will, das will er nicht und es ist nicht leicht ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Er ist zwar sehr gelehrig und lernt rasch, aber Drill und langweiliges Folgen mag er nicht. Er folgt aus Überzeugung, wenn er seinen Menschen ernst nehmen kann. Boxer sind selbstbewusst, mutig und verteidigungsbereit, Fremden gegenüber zuweilen misstrauisch, doch Freunde vergisst er nie. Ein starker Rüde bläst sich schon mal gerne gegenüber einem ebenbürtigen Konkurrenten auf.


Geeignet für

Der Boxer braucht einen humorvollen Besitzer, der eine natürliche Autorität ausstrahlt und trotzdem mal fünf gerade sein lassen kann, der über seinen Hund lachen kann, ohne ihn auf der Nase tanzen zu lassen. Der Boxer ist ein Kumpel, kein Untergebener. Dennoch dürfen nie Zweifel aufkommen, dass der Mensch letztendlich das Sagen hat und er muss dem Hund klare Grenzen setzen. Ist das geklärt und versteht man den Boxer zu motivieren, kann man im Hundesport Höchstleistungen mit ihm erreichen.


Anspruch an die Familie

Er will immer überall dabei sein. Man muss die Zeit haben sich viel mit ihm in freier Natur zu bewegen und ihn mit liebevoller Konsequenz zu erziehen. Ein Boxer ist ein weiteres Kind im Haus, das Aufmerksamkeit verlangt und in jungen Jahren recht anstrengend sein kann. Als Spätentwickler hat man viel Zeit sich an einem temperamentvollen Hund zu erfreuen.


Farben

Gelb oder gestromt.
Deutsche Dogge
Deutscher Schäferhund