Bauchschmerzen beim Hund: Ursachen erkennen, richtig handeln, wann zum Tierarzt
Spezialfutter, Ergänzungen, ein Snack und ein Darmtest, die Magen und Darm Deines Hundes ernährungsphysiologisch begleiten können.
- Bauchschmerzen beim Hund sind ein Symptom, keine eigene Krankheit. Die Ursache kann in vielen Bauchorganen liegen.
- Mögliche Anzeichen sind Unruhe, Hecheln, ein aufgekrümmter Rücken, ein harter oder aufgeblähter Bauch und Appetitlosigkeit.
- Die Gebetsstellung kann auf Bauchbeschwerden hindeuten, erlaubt allein aber keine Diagnose.
- Ein harter, aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen oder ein Zusammenbruch sind Notfälle: dann sofort zum Tierarzt.
- Ob Hilfe zu Hause reicht, hängt von der Ursache ab. Hol deshalb zuerst tierärztlichen Rat ein.
- Auch die Fütterung kann bei Bauchschmerzen eine Rolle spielen. Unser Futterberater und unsere kostenlose Ernährungsberatung helfen Dir, sie gezielt zu überprüfen.
- Beobachte Verhalten, Fressen, Trinken, Erbrechen und Kot, ohne auf den Bauch zu drücken.
- Schätze mit der Warnzeichen-Ampel ein, wie dringend es ist.
- Ruf bei Unsicherheit Deine Tierarztpraxis an, bei Notfallzeichen direkt den Notdienst.
- Lass tierärztlich klären, ob und was Dein Hund fressen darf.
- Behalte bei wiederkehrenden Beschwerden auch die Fütterung im Blick. Unsere kostenlose Ernährungsberatung unterstützt Dich dabei.
- Gib keine Medikamente auf eigene Faust: Ibuprofen und Naproxen sind für Hunde giftig.
Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Er hilft Dir, die Situation einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen. Für eine erste Einschätzung kann auch eine tierärztliche Online-Beratung wie DGT MEDICAL helfen. Bei Notfallzeichen such bitte direkt eine erreichbare Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst auf.
- Diät-Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde zur Unterstützung bei unzureichender Verdauung
- Schmackhafte Schonkost mit fettreduzierter Rezeptur bei Verdauungsstörungen, Erbrechen und Durchfall mit Monoprotein Ente
- Mit Banane als natürlicher Pektinlieferant zum Schutz der Magen- und Darmschleimhaut
Unser Online-Tierärzteteam hilft Dir telemedizinisch, die Beschwerden Deines Hundes und die nächsten Schritte einzuordnen.
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Was sind Bauchschmerzen beim Hund?
Bauchschmerzen beim Hund sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom, hinter dem ganz unterschiedliche Ursachen stecken können. Im Bauchraum liegen Magen und Darm, Leber und Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren und Harnblase, bei Hündinnen außerdem die Gebärmutter. Von jedem dieser Organe können Schmerzen ausgehen. Auch das Bauchfell, das den Bauchraum von innen auskleidet, kann sich entzünden und schmerzen.
Wie stark Dein Hund leidet, verrät noch nicht, woher die Schmerzen kommen. Begleitsymptome wie Erbrechen, Durchfall, ein aufgeblähter Bauch oder Schwäche helfen bei der Einschätzung, ersetzen aber keine Untersuchung. In der Praxis tastet Deine Tierärztin oder Dein Tierarzt den Bauch vorsichtig ab und grenzt die Ursache je nach Befund zum Beispiel mit Ultraschall, Röntgen oder einer Blutuntersuchung ein.
Umgangssprachlich sagen viele auch „Bauchweh“, „Magenschmerzen“, „Bauchkrämpfe“ oder „Koliken“. Gemeint sind meist Schmerzen im Bauchraum, oft krampfartig. Woher genau sie kommen, zeigt erst die Untersuchung.
Warnzeichen-Ampel: Wann muss ich mit meinem Hund sofort zum Tierarzt?
Hat Dein Hund deutliche Schmerzen oder zeigt er Notfallzeichen, warte nicht ab, sondern lass ihn sofort untersuchen. Die folgenden Hinweise dienen der Orientierung. Sie sind keine wissenschaftlich geprüfte Einteilung, und eine unauffällige Beobachtung schließt eine Erkrankung nicht sicher aus. Bist Du unsicher, hol tierärztlichen Rat ein.
- die Auffälligkeit mild ist
- sie bereits nachlässt
- keines der Warnzeichen aus Gelb oder Rot besteht
- vermutete Bauchschmerzen anhalten oder wiederkehren
- Dein Hund erbricht oder Durchfall hat
- er deutlich weniger frisst oder trinkt als sonst
- Dir wiederholt eine auffällige Körperhaltung oder anhaltende Unruhe auffällt
- der Bauch hart, aufgebläht oder sehr berührungsempfindlich ist
- Dein Hund würgt, ohne dass etwas hochkommt
- er zusammenbricht, sehr blasses Zahnfleisch hat oder auffällig stark hechelt
- er starke oder anhaltende Schmerzen hat, besonders zusammen mit Erbrechen oder Teilnahmslosigkeit
- er einen Gegenstand verschluckt haben könnte
- er Schmerzmittel für Menschen erwischt hat, etwa Ibuprofen oder Naproxen
Eine Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Dabei ist der Magen stark erweitert und verdreht. Schon der Verdacht erfordert eine sofortige Untersuchung und Behandlung vor Ort.1 Ein erhöhtes Risiko haben vor allem große Hunde mit tiefem Brustkorb. Die Warnzeichen gelten aber für jeden Hund. Ruf am besten auf dem Weg kurz an, damit sich die Praxis oder Klinik auf Euch vorbereiten kann.
Woran erkenne ich, dass mein Hund Bauchschmerzen hat?
Schmerzen zeigen sich bei Hunden unterschiedlich deutlich, manchmal sind sie schwer zu erkennen. Selbst bei Hunden mit einer schweren Bauchspeicheldrüsenentzündung wurden Bauchschmerzen in einer Studie nur bei einem Teil der Tiere festgestellt.2 Achte deshalb auf Veränderungen im gewohnten Verhalten Deines Hundes, nicht nur auf ein einzelnes Zeichen. Mögliche Symptome von Bauchschmerzen beim Hund sind:
- unruhiges Hin- und Herlaufen oder ständiges Hinlegen und Aufstehen
- Zittern, Hecheln oder Winseln
- ein harter, aufgeblähter oder berührungsempfindlicher Bauch
- Appetitlosigkeit, weniger Trinken als sonst
- ein aufgekrümmter Rücken oder eine geduckte Körperhaltung
- Rückzug, Teilnahmslosigkeit oder Abwehr, wenn Du ihn am Bauch berührst
- Erbrechen, Würgen, Durchfall oder ausbleibender Kotabsatz
Einen harten Bauch beim Hund oder einen aufgeblähten Bauch erkennst Du oft schon beim Hinsehen: Der Bauch wirkt rundlicher oder gespannter als sonst, manchmal auch nur auf einer Seite. Weicht Dein Hund aus, knurrt oder winselt, wenn Du ihn dort streichelst, ist das ein weiterer Hinweis. Drück bitte nicht nach, um es genauer herauszufinden. Das übernimmt die Tierarztpraxis.
Die Gebetsstellung: Was bedeutet diese Haltung?
Bei der Gebetsstellung legt Dein Hund den Vorderkörper flach auf den Boden, während das Hinterteil oben bleibt. Die Haltung wird in der Tiermedizin mit Bauchbeschwerden in Verbindung gebracht. Allein lässt sich daraus aber weder die Ursache noch die Schwere der Beschwerden ableiten.
Welche Ursachen können hinter Bauchschmerzen beim Hund stecken?
Hinter Bauchschmerzen beim Hund können Erkrankungen ganz unterschiedlicher Organe stecken. Wie ernst eine Ursache ist, hängt immer vom Einzelfall ab. Deshalb ordnen wir sie hier nach Organen und nicht nach „harmlos“ oder „gefährlich“. Viele dieser Erkrankungen haben wir in eigenen Ratgebern ausführlich beschrieben.
Magen und Darm
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Blähungen: Zu viel Gas im Magen-Darm-Trakt kann drücken und schmerzen. Mehr dazu erfährst Du in unserem Ratgeber zu Blähungen beim Hund.
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Magenblock: Nach dem Verständnis von Tierarzt Thomas Backhaus beschreibt der Magenblock eine gestörte Magenfunktion mit vermehrter Gasbildung. Sie kann mit Spannungen im umliegenden Gewebe und Verspannungen der Rückenfaszien einhergehen. Mit einem verschluckten Fremdkörper hat der Magenblock nichts zu tun. Alles Weitere liest Du in unserem Ratgeber zum Magenblock beim Hund.
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Magenschleimhautentzündung (Gastritis): Eine gereizte Magenschleimhaut kann Bauchschmerzen, Erbrechen und Appetitlosigkeit verursachen. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Magenschleimhautentzündung beim Hund.
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Durchfall und Magen-Darm-Infekte: Bauchschmerzen und Durchfall treten oft gemeinsam auf, zum Beispiel wenn bestimmte Bakterien Giftstoffe bilden, sogenannte Enterotoxine. Was Du bei Durchfall tun kannst, liest Du in unserem Ratgeber zu Durchfall beim Hund.
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Futtermittelallergie und Futtermittelunverträglichkeit: Bei einer Futtermittelallergie reagiert das Immunsystem auf bestimmte Futterbestandteile. Das kann sich an der Haut und/oder im Magen-Darm-Trakt zeigen. Bei einer nicht allergischen Unverträglichkeit fehlt diese Immunreaktion. Hier kann Dein Hund bestimmte Bestandteile wie Fett zum Beispiel schlechter verdauen. Details findest Du in unserem Ratgeber zur Futtermittelunverträglichkeit beim Hund.
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Chronische Darmerkrankungen: Dazu gehören chronische Darmentzündungen (IBD bzw. CIE) und Erkrankungen, bei denen über den Darm Eiweiß verloren geht (PLE). Mehr dazu in unserem Ratgeber zu IBD beim Hund.
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Leaky-Gut-Syndrom: Damit ist eine vermehrt durchlässige Darmschleimhaut gemeint.
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Verstopfung: Erschwerter oder ausbleibender Kotabsatz kann ebenfalls Bauchschmerzen machen. Unser Ratgeber zur Verstopfung beim Hund erklärt, woran Du das erkennst.
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Parasiten: Giardien sind Einzeller, Band- und Spulwürmer gehören zu den Würmern. Beide können Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Wichtig zu wissen: Giardien finden sich auch bei Hunden ohne Beschwerden.3 Ein positiver Befund im Kot zeigt deshalb nicht automatisch, woher die Schmerzen kommen. Mehr in unseren Ratgebern zu Giardien, Bandwürmern und Spulwürmern beim Hund.
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Fremdkörper: Verschluckte Gegenstände können den Magen oder Darm verlegen. Beim Hund war in einer Studie besonders häufig der Dünndarm betroffen.4 Nicht jeder verschluckte Gegenstand bleibt stecken. Der Verdacht muss aber rasch abgeklärt werden.
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Darmeinstülpung und Darmverdrehung: Bei einer Einstülpung (Invagination) schiebt sich ein Darmabschnitt in den nächsten, bei einer Verdrehung (Volvulus) dreht sich der Darm um sich selbst. Beides ist ein Notfall.
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Magendrehung: ein lebensbedrohlicher Notfall, siehe Warnzeichen-Ampel oben.
Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle
- Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis): Eine Pankreatitis ist eine mögliche Ursache. Als ernährungsbedingte Risikofaktoren sind zum Beispiel ungewohnte Nahrungsmittel, Tischreste oder Fressen aus dem Müll beschrieben.5 Im Einzelfall erlauben sie aber keine sichere Aussage über die Ursache. Ausführlich erklärt in unserem Ratgeber zur Pankreatitis beim Hund.
- Gallensteine und Gallengries: Ablagerungen in der Gallenblase oder den Gallengängen.
Milz und Bauchhöhle
- Milzdrehung: Dabei dreht sich die Milz um ihre Gefäße.
- Blutung im Bauchraum: etwa aus einem verletzten oder erkrankten Organ.
- Bauchfellentzündung (Peritonitis): Eine bakterielle Bauchfellentzündung ist eine ernste, lebensbedrohliche Erkrankung.6
- Bauchwassersucht (Aszites): Flüssigkeit sammelt sich im Bauchraum. Sie ist meist die Folge einer anderen Erkrankung.
Nieren, Harnwege und Gebärmutter
- Harnsteine und Harnverhalt: Steine oder ein gestörter Harnabfluss können schmerzhaft sein. Kann Dein Hund keinen Urin absetzen, ist das ein Notfall.
- Nierensteine und Nierenbeckenentzündung
- Gebärmuttervereiterung (Pyometra): Bei unkastrierten Hündinnen ist sie eine ernste Ursache und kann zu einer Bauchfellentzündung führen.7 Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Gebärmutterentzündung beim Hund.
Hormone, Medikamente und Stress
- Hormonstörungen: zum Beispiel das Cushing-Syndrom oder Morbus Addison, eine Unterfunktion der Nebennierenrinde. Mehr zu Cushing liest Du in unserem Ratgeber zum Cushing-Syndrom beim Hund.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente können Magen und Darm belasten. Schmerzmittel für Menschen wie Ibuprofen und Naproxen sind für Hunde besonders gefährlich.8
- Stress: Auch Stress kann auf Magen und Darm schlagen.
- Tumoren im Magen-Darm-Trakt oder an anderen Bauchorganen.
Bauchschmerzen nach dem Fressen: Was steckt dahinter?
Beschwerden nach dem Fressen können verschiedene Ursachen haben, der zeitliche Zusammenhang allein zeigt noch nicht, welche. Infrage kommen zum Beispiel eine Unverträglichkeit bestimmter Bestandteile wie Fett, eine Futtermittelallergie oder Futter, das Dein Hund nicht gewohnt ist.
Bei großen Rassen mit hohem Risiko für eine Magendrehung waren in Studien große Futtermengen pro Mahlzeit und schnelles Fressen mit einem höheren Risiko verbunden.9,10 Das heißt nicht, dass jeder aufgeblähte Bauch nach dem Fressen eine Magendrehung ist. Hat Dein Hund nach dem Fressen Schmerzen, einen aufgeblähten Bauch oder würgt er, braucht er aber rasch eine tierärztliche Einschätzung. Kehren die Beschwerden nach Mahlzeiten immer wieder, lass auch das untersuchen.
Fütterung als möglicher Auslöser: Was Du im Napf prüfen kannst
Bei wiederkehrenden Bauchschmerzen lohnt sich ein genauer Blick auf die Fütterung, sobald Deine Praxis ernste Ursachen ausgeschlossen hat. Dabei können zum Beispiel ein abrupter Futterwechsel, ein Futter oder Bestandteil, den Dein Hund nicht verträgt, sehr große Portionen, hastiges Fressen sowie viele Leckerlis, Kauartikel oder Tischreste eine Rolle spielen.
Ein kurzes Futtertagebuch hilft, Zusammenhänge zu erkennen: Notiere Futter, Menge, Uhrzeit, Leckerlis und die Beschwerden. Welches Futter und welche Menge zu Deinem Hund passen, zeigt Dir unser Futterberater. Bei Fragen zu Unverträglichkeiten, Gewicht oder einem Futterplan unterstützt Dich unsere Ernährungsberatung. Eine Ausschlussdiät solltest Du nur gemeinsam mit Deiner Tierarztpraxis planen.
Was kann ich selbst tun? Erste Hilfe & Hausmittel
Das Wichtigste, was Du jetzt für Deinen Hund tun kannst: ruhig bleiben, genau beobachten und tierärztlichen Rat einholen. Hausmittel können die Ursache nicht klären. Und wenn Du mit einem Hausmittel abwartest, kann das bei manchen Ursachen wertvolle Zeit kosten.
So hilfst Du Deinem Hund, bis er untersucht wird:
- Lass ihn an einem ruhigen Platz liegen, statt ihn zu bewegen oder abzulenken.
- Biete frisches Wasser an, sofern Deine Tierarztpraxis nichts anderes empfiehlt. Zwing ihn aber weder zum Trinken noch zum Fressen.
- Frag in der Praxis nach, ob und was Dein Hund fressen darf.
- Fass seinen Bauch nicht mit festem Druck an und versuche nicht, selbst herauszufinden, was ihm fehlt.
- Trag oder führe ihn beim Transport vorsichtig und ruf vorher in der Praxis an.
Checkliste: Das solltest Du der Praxis sagen können
- Seit wann zeigt Dein Hund Beschwerden, und wie haben sie sich entwickelt?
- Wann hat er zuletzt gefressen und getrunken?
- Hat er erbrochen oder gewürgt? Wie sieht sein Kot aus, und wann war er zuletzt?
- Könnte er etwas Ungewöhnliches gefressen haben, etwa Müll, Tischreste, einen Gegenstand, Medikamente oder Gift?
- Bei unkastrierten Hündinnen: Wann war die letzte Läufigkeit?
- Hat er Vorerkrankungen oder bekommt er Medikamente?
Schonkost, wenn Deine Tierarztpraxis die Fütterung freigibt: Wird empfohlen, Deinen Hund zu füttern, richte Dich nach dem individuellen Plan. Eine typische selbst gekochte Schonkost besteht aus Hühnchen, Reis und Karotte. Welche Zusammensetzung und Menge für Deinen Hund passen, legt Deine Praxis fest. Wie Du Schonkost zubereitest und wieder auf das gewohnte Futter umstellst, liest Du in unserem Ratgeber Schonkost für Hunde.
Ganzheitlich betrachtet: Was der Darm mit Bauchschmerzen zu tun hat
Bei wiederkehrenden Verdauungsbeschwerden kann die Ernährung ein wichtiger Teil des tierärztlichen Behandlungsplans sein. Bei Hunden mit chronischen Darmentzündungen ist die Zusammensetzung der Darmbakterien häufig verändert. Fachleute sprechen dann von einer Dysbiose.11 Ob diese Veränderung Ursache oder Folge der Erkrankung ist, lässt sich daraus allerdings nicht ablesen.
Aus ganzheitlicher Sicht betrachten wir den Bauch nicht isoliert. Beim Magenblock nach Tierarzt Thomas Backhaus etwa geht es nicht nur um den Magen selbst, sondern auch um Spannungen im umliegenden Gewebe und in den Rückenfaszien. Auch Stress kann auf Magen und Darm schlagen. Ein ruhiger Tagesablauf, entspannte Mahlzeiten und ein Futter, das zum Bedarf Deines Hundes passt, gehören deshalb für uns zu einem guten Alltag dazu.
Bei „Das Gesunde Tier“ betrachten wir Ernährung und Verdauung als wichtige Bausteine des Wohlbefindens. Auch eine bedarfsgerechte Fütterung kann Bauchschmerzen nicht sicher verhindern. Wie Du die Darmflora Deines Hundes unterstützen kannst, liest Du in unserem Ratgeber Darmflora beim Hund aufbauen.
Wie kann ich Bauchschmerzen bei meinem Hund vorbeugen?
Sicher verhindern lassen sich Bauchschmerzen nicht, dafür sind die Ursachen zu verschieden. Du kannst aber darauf achten, dass die Fütterung zu Deinem Hund passt, und typische Risiken im Alltag kleiner halten:
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Füttere passend zum Bedarf: Welches Futter und welche Menge zu Deinem Hund passen, hängt von Alter, Größe, Aktivität und möglichen Erkrankungen ab. Unser Futtermengenrechner und unser Futterberater helfen Dir dabei. Bedenke: Auch ein leicht verdauliches Futter kann Beschwerden machen, wenn Dein Hund auf die Proteinquelle allergisch reagiert.
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Verteile die Ration bei großen Rassen: Bei großen Hunden mit hohem Magendrehungsrisiko waren große Futtermengen pro Mahlzeit mit einem höheren Risiko verbunden. Besprich die passende Aufteilung mit Deiner Praxis oder einer Ernährungsberatung.
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Bremse Schlinger: Frisst Dein Hund sehr hastig, kannst Du einen Anti-Schling-Napf ausprobieren, um sein Fressverhalten zu verändern. Dass er Bauchschmerzen oder einer Magendrehung vorbeugt, ist allerdings nicht belegt.
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Wechsle das Futter nicht abrupt: Stell schrittweise um und halte Dich bei einer Diätumstellung an den Plan Deiner Tierarztpraxis. Wie ein Futterwechsel gelingt, liest Du in unserem Ratgeber „Kann man Hundefutter einfach wechseln?“.
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Gönn ihm Ruhe rund ums Fressen: Eine ruhige Phase nach der Mahlzeit statt wildem Toben ist eine sinnvolle Alltagsroutine, auch wenn nicht belegt ist, dass sie Bauchschmerzen vorbeugt.
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Räum Risiken weg: Halte Müll, Tischreste, Medikamente und kleine Spielzeugteile außer Reichweite Deines Hundes.
Noch Fragen zu den Bauchschmerzen Deines Hundes?
Die Beschwerden kommen immer wieder, oder Du möchtest einen Befund besser verstehen? In einer telemedizinischen Beratung über DGT MEDICAL nehmen sich unsere Tierärztinnen und Tierärzte online Zeit für Deine Fragen, etwa zur Einordnung von Befunden, zur passenden Fütterung oder zum Alltag mit einem empfindlichen Bauch. Eine Untersuchung, Blutprobe oder einen Ultraschall kann die Online-Beratung nicht ersetzen. Wenn Du in der Nähe wohnst, untersuchen wir Deinen Hund gern in unserer 5-E™ Tierarztpraxis in Thalfang.
Bei Notfallzeichen oder anhaltenden starken Schmerzen warte bitte nicht auf einen Online-Termin, sondern fahr direkt in die nächste erreichbare Tierklinik oder zum tierärztlichen Notdienst.
Produktempfehlungen für Magen und Darm
Ist die Ursache tierärztlich geklärt, kann eine passende Ernährung bei wiederkehrenden Verdauungsbeschwerden Teil des Behandlungsplans sein. Die folgenden Produkte behandeln keine Ursache von Bauchschmerzen und ersetzen keine Untersuchung. Welches davon zu Deinem Hund passt, hängt vom Befund ab.
INTESTO und INTESTO MINI
- Fettreduziertes Diät-Alleinfuttermittel mit Ente als einziger tierischer Proteinquelle
- Zur Linderung von Resorptionsstörungen des Darms und zum Ausgleich unzureichender Verdauung
- Flohsamenschalen und Möhrentrester liefern wertvolle Ballaststoffe
- INTESTO MINI in kleiner Pressform für kleine Hunde
- Passend dazu gibt es DOGLICIOUS INTESTO als Nassfutter innerhalb der INTESTO-Linie
Soll das Futter Teil einer Ausschlussdiät sein, eignet sich Ente nur, wenn Dein Hund sie bisher nicht gefressen hat.
- Zur ernährungsphysiologischen Begleitung bei Hunden mit Darmproblemen
- Mit Beta-Glukanen aus selektierten Hefestämmen & Zink als Darm-Multitalent
- Pulver mit Präbiotika (Akazienfaser, Pektin, Dextrine), Probiotika (fünf Darmflorastabilisatoren) und Postbiotika sowie L-Glutamin
- Zur ernährungsphysiologischen Unterstützung des Darmmikrobioms im Rahmen der täglichen Fütterung
- Leicht verdaulicher Snack für Hunde, bei denen Du auch bei der Belohnung auf Magen und Darm achten möchtest
- In die Tagesration einrechnen, denn ein Snack ersetzt keine Mahlzeit
- Laboranalyse einer Kotprobe, die Du einfach zu Hause nimmst
- Untersucht werden über 50 Darmbakterien, darunter gas- und toxinbildende Keime, sowie 11 Parasitenarten
- Mit individueller Auswertung und Empfehlungsprotokoll durch unser Tierärzteteam
- Die Ergebnisse können im Rahmen einer fachlichen Beratung besprochen werden. Der Test stellt keine Diagnose der Ursache von Bauchschmerzen und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung.
Weitere Produkte rund um Magen und Darm findest Du auf unserer Themenseite „Magen & Darm bei Hunden unterstützen“.
Du bist unsicher, was zu Deinem Hund passt? Dann ist eine individuelle tierärztliche Beratung, zum Beispiel über DGT MEDICAL, die sicherere Wahl als ein Griff ins Regal. Bei der Wahl des passenden Futters unterstützen Dich außerdem unser Futterberater und unsere Ernährungsberatung.
Fazit
Genau beobachten, nicht abwarten, Ursache klären lassen.
Bauchschmerzen beim Hund können viele verschiedene Ursachen haben: von Magen und Darm bis zu Bauchspeicheldrüse, Harnwegen oder Gebärmutter. Anhaltende oder deutliche Beschwerden sollten deshalb tierärztlich untersucht werden, bei Notfallverdacht wie einem harten, aufgeblähten Bauch oder erfolglosem Würgen sofort vor Ort. Zeichen wie die Gebetsstellung können Hinweise geben, ersetzen aber keine Diagnose. Ist die Ursache geklärt, kann eine passende Fütterung ein wichtiger Teil der weiteren Begleitung sein.
Häufige Fragen
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