Diagnose IBD: So kann dein Hund wieder ein beschwerdefreies Leben genießen.

Wenn Dein Hund an der chronischen Darmentzündung IBD leidet, gehören Durchfälle, Erbrechen und Blähungen zu seinen wiederkehrenden Begleitern. Schon verständlich, dass Du Dich oft hilflos fühlst, weil Du ihm gerne Linderung verschaffen möchtest. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass IBD nicht heilbar sind, hat unsere tierärztliche Erfahrung gezeigt, dass es gute Chancen auf eine Genesung oder deutliche Verbesserung gibt. Was dafür wichtig ist, kannst Du hier detailliert nachlesen. Wir wünschen Deinem Hund gute Besserung!

Das Wichtigste im Überblick

  • Bei IBD handelt es sich um eine chronische Darmentzündung, die in Schüben verläuft.
  • Zu den Symptomen gehören wiederkehrendes Erbrechen, Durchfälle und Blähungen.
  • Eine darmgesunde Therapie steigert die Chance auf eine Heilung von IBD.
  • Dabei ist es zuerst wichtig, die Darmflora und Darmschleimhaut zu stabilisieren.
  • Durch passendes Futter und Vitalstoffe wird die Darmgesundheit langfristig verbessert und gestärkt.
 

Leidet Dein Hund an der chronischen Darmerkrankung IBD? Dann geht es Dir so wie vielen Hundehaltern, die unsere Tierarztpraxis Thomas Backhaus kontaktieren. Ihre Vierbeiner haben Durchfall, Darmkrämpfe, Erbrechen, Blähungen, manche magern ab und sind ständig erschöpft. Ihre Halter sind oft ratlos und suchen nach der richtigen Behandlungsmöglichkeit, um ihrem besten Freund zu helfen.

Gehörst Du auch dazu? Dann haben wir gute Nachrichten für Dich: Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass IDB nicht heilbar sind, zeigen Erfahrungen aus unserer tierärztlichen Praxis, dass es wirkungsvolle Behandlungs- und Ernährungsstrategien gibt, die oft zu sehr guten Erfolgen führen. Entscheidend dafür sind ein Behandlungskonzept, das auf langfristige Darmgesundheit ausgelegt ist, aber auch Geduld und Deine Mitarbeit.


IBD – was bedeutet das eigentlich?

Die Abkürzung IBD steht für Inflammatory Bowel Disease. Dabei handelt es sich um chronische Darmentzündungen, die in Schüben verlaufen und die Lebensqualität des betroffenen Hundes stark einschränken. Ist Dein Hund an IBD erkrankt, macht sich das unter anderem in Form von Verdauungsbechwerden, Bauchschmerzen sowie Krämpfen bemerkbar.


Symptome: Woran erkenne ich, dass mein Hund an IBD leidet?

Zu den typischen Symptomen einer klassischen IBD gehören wiederkehrendes Erbrechen sowie Durchfälle, oft verbunden mit starken Blähungen. Einige Hunde leiden außerdem unter Bauchkrämpfen, dünner werdendem Fell oder sie haben Schleim und Blut im Kot.

Die Erkrankung tritt in Schüben auf, die sich mit symptomfreien Perioden abwechseln. Dabei kann Dein Hund gesund erscheinen – aber auch kränklich und lethargisch.

 

 

IBD ist eine chronische Darmentzündung, die mit Erbrechen, Durchfällen und Erschöpfung einhergeht.


Was sind die Ursachen für IBD?

Die genaue Ursache, weshalb Hunde an IBD erkranken, ist unklar. Man nimmt jedoch an, dass es sich beim Auslöser um eine Autoimmunreaktion der Darmschleimhäute handelt. Verantwortlich dafür sind Milieu-Änderungen im Darm als Folge von Fütterungsfehlern, psychischen Problemen (z. B. Unterforderung oder psychosomatisches Trauma), Medikamenten oder genetischen Dispositionen, die eine Reihe unangenehmer Folgen haben: Dazu gehören die Radikalisierung bestimmter Bakterien, eine verklebte Darmschleimhaut, ein Histamin-Überschuss und die Bildung von Gasen. Darüber hinaus kann es zu einer durchlässigen Darmwand kommen („Leaky- Gut“-Syndrom), wodurch Schadstoffe in den Organismus gelangen und das Blut verschmutzen.

Als Reaktion darauf sucht der Organismus einen Weg, um sich zu reinigen: Die durch IBD verursachten Durchfall-Schübe müssen manchmal sein, damit gefährlich gewordene Substanzen vom Darm ausgeschieden werden können. Schleim und Blut im Kot sind Ausdruck der gestressten und überlasteten Darmschleimhäute.

Ängstliche Hunde sind häufiger von IBD betroffen

Beobachtungen zufolge sind ängstliche Hunde wesentlich häufiger von IBD betroffen als Hunde mit einem ausgeglichenen Gemüt. Von daher kann man davon ausgehen, dass auch psychische Faktoren wie Stress ein Auslöser für IBD sind.


Wie wird IDB diagnostiziert?

Die Diagnose einer IBD-Erkrankung gestaltet sich relativ schwierig. Besteht der Verdacht, dass Dein Hund unter IBD leidet, ist es zunächst notwendig, andere Ursachen für die Beschwerden auszuschließen.

In unserer Tierarztpraxis Thomas Backhaus kommen dafür die Vitalblutanalyse und der Darmcheck Plus (Darmflora-Analyse) zum Einsatz. Bei der Darmflora-Analyse wird das gesamte Darmmilieu (Mikrobiom) unter die Lupe genommen, um mithilfe von passenden Nährstoffen wieder ein Gleichgewicht herzustellen. Die Vitalblutanalyse zeigt auf, welche krankmachenden Faktoren über das Blut zu den Organen transportiert werden – aber auch, auf welchem Weg das Blut wieder sauber wird und effizient arbeiten kann.

 

 

Anhand der Vitalblutanalyse und Darmflora-Analyse lässt sich feststellen, welche Ursachen hinter einer Darmerkrankung stecken.

 

Ist IDB nicht heilbar?

Laut der weit verbreiteten tierärztlichen Meinung kann  IBD nicht geheilt werden. Viele Tierärzte behandeln ihre Patienten deshalb mit antibiotischen und zytostatischen Medikamenten, die das Darm- und Immunsystem zusätzlich schwächen. In unserer Tierarztpraxis Thomas Backhaus vertreten wir dagegen die Meinung, dass es recht gute Chancen auf eine Heilung gibt. Die entscheidenden Voraussetzungen dafür sind ein behutsamer Analyst/Therapeut sowie ein kooperativer Hundehalter.


Was kann ich als Hundehalter tun, um meinem Liebling zu helfen?

Soviel ist sicher: Wenn es Deinem Hund schlecht geht, leidest Du mit. Bestimmt fühlst Du Dich oft hilflos und suchst nach der richtigen Behandlungsmöglichkeit, um Deinem besten Freund zu helfen. An dieser Stelle möchten wir Dir das Behandlungskonzept von Das Gesunde Tier vorstellen, mit dem Du gegen IBD vorgehen kannst. Dieses teilt sich in zwei Phasen auf…

Phase 1: Stabilisierung der Darmflora und Darmschleimhaut

Sollten die Beschwerden Deines Hundes stark ausgeprägt sein, empfehlen wir die zusätzliche Behandlung in unserer Tierarztpraxis Thomas Backhaus oder bei einem unserer Partner die mit innovativen Therapiemethoden arbeiten, welche auf ein gesundes Darmsystem ausgelegt sind.

Es gibt aber auch eine Menge Möglichkeiten, wie Du Deinen Hund von Zuhause aus unterstützen kannst:

 

Stelle die Ernährung Deines Hundes auf ein darmschonendes Futter um.
Ziel dieser Maßnahme ist es, das Immunsystem zu beruhigen und den Darm nicht zu überfordern – ihn aber gleichzeitig mit der richtigen Zusammensetzung aus hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen sowie Proteinquellen zu unterstützen. Dafür eignen sich in der ersten Zeit unsere extrudierten Futtersorten CARE und NO GLUT: Diese sind frei von Gluten und Getreide und belasten den Darm nicht zusätzlich.

 

Sanierung der Darmflora und des Mikrobioms durch Probiotika und Vitalstoffe
Mithilfe der wirkungsvollen Probiotika und Vitalstoffe von Das Gesunde Tier kannst Du die Darmschleimhaut und das Mikrobiom (Darmmilieu) Deines Hundes wiederaufbauen. Eine Darmsanierung wirkt sich zudempositiv auf das Nervensystem Deines Hundes aus – ein entscheidender Vorteil, da auch Stress eine Ursache für IBD sein kann.

  • Chronic lindert Entzündungssymptome und fördert eine nachhaltige Darmgesundheit.
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 10 kg Körpergewicht 2 x 1 Tablette täglich.
  • Darm Dyn entschlackt, entgiftet und bindet Schadstoffe.
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 10 kg Körpergewicht 1 Teelöffel in jede Mahlzeit.
  • Humi Algo schützt und versiegelt die Darmschleimhaut.
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 10 kg Körpergewicht ½ Teelöffel in jede Mahlzeit.
  • Kaltgepresstes Traubenkernöl fängt freie Radikale.
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 15 kg Körpergewicht 1 Teelöffel in jede Mahlzeit.
  • Darm Protect stabilisiert die Darmflora und versorgt diese mit „guten“ Bakterien.
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 20 kg Körpergewicht 1 Teelöffel in jede Mahlzeit.
  • Milz Support unterstützt die Milz, welche dem Darm Kraft gibt.
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 20 kg Körpergewicht 1 Teelöffel in jede Mahlzeit.
 

Wenn möglich: Gönn Deinem Hund einen Fastentag.
Fasten gilt als schnellste und einfachste Methode zur Regeneration der Darmflora, weil sich die im Darm vorkommenden E. Coli-Bakterien bei einem Mangel an Nahrung innerhalb weniger Stunden erholen. Wenn möglich, lass Deinen Hund einen Tag fasten.

 

 

Mit der richtigen Fütterungs- und Vitalstoffstrategie stärkst Du die Darmflora und Darmschleimhaut Deines Hundes.

 

Nachdem die Darmflora und Darmschleimhaut gestärkt und stabilisiert wurden, wird es Zeit für Phase 2…


Phase 2: Maßnahmen für eine langfristige Darmgesundheit

Durch die Gabe der Vitalstoffe und Probiotika von Das Gesunde Tier kommt es in vielen Fällen zu einer schnellen Verbesserung der Kot- und Verdauungswerte. Fragt sich nun: Was kannst Du langfristig dafür tun, um die Darmgesundheit Deines Hundes zu gewährleisten? Das zu Beginn eingesetzte, extrudierte Trockenfutter trainiert die Wände des Dickdarms nicht ausreichend. Dies ist aber wichtig, damit der Darm Schadstoffe besser abwehren kann. Nach wenigen Wochen solltest Du deshalb in langsamen Schritten auf das Dickdarm-aktivierende, kaltgepresste Futter von Das Gesunde Tier umstellen. Wie das genau funktioniert, erfährst Du in diesem Ratgeber.

 

Stelle die Ernährung schrittweise auf kaltgepresstes Futter um.
Falls Dein Hund keine Allergien oder Unverträglichkeiten hat, empfehlen wir Dir unser kaltgepresstes Trockenfutter COSMO, weil darin Kräuter enthalten sind, welche die Milz-Funktion zusätzlich stärken. Bei Futterunverträglichkeiten kannst Du auf unsere hypoallergenen Sorten HYPO oder die vegetarische Variante ALLERGO zurückgreifen.

 

Dauerhafte Stabilisierung des Darmsystems mit Vitalstoffen
Auch in Phase 2 der Behandlung helfen Dir die wirkungsvollen Vitalstoffe von Das Gesunde Tier dabei, die Darmgesundheit Deines Hundes zu unterstützen.

  • OpeCE Tabletten zur Blutreinigung und für eine gute Durchblutung der Darmwand
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 10 kg Körpergewicht 1 Tablette täglich.
  • Darm akut probiotic zur Stärkung der Darmflora
    Dosierung: Gib Deinem Hund pro 10 kg Körpergewicht 1-2 Tabletten in jede Mahlzeit.
  • Futterzellulose um die Weiterbeförderung der Nahrung im Darm zu unterstützen
    Dosierung: Pro kg Körpergewicht erhält Dein Hund 0,5 bis 1 g Futterzellulose täglich. Dabei rührst Du jedes Gramm Futterzellulose jeweils mit 10 ml Wasser an und vermischst es dann mit dem Futter.
 

Fütterungsempfehlung

KörpergewichtAnfangsdosisWassermengeMaximaldosisWassermenge
3-4 kg
5-10 kg
15-20 kg
25-30 kg
30-40 kg
50-60 kg
1,5-2 g
2,5-5 g
7,5-10 g
12,5-15 g
15-20 g
25-30 g
15-20 ml
25-100 ml
75-100 ml
125-150 ml
150-200 ml
250-300 ml
3-4 g
5-10 g
15-20 g
25-30 g
30-40 g
50-60 g
20-40 ml
25-100 ml
150-200 ml
250-300 ml
300-400 ml
500-600 ml

Geduld und Durchhaltevermögen werden belohnt.

Eine Genesung von IBD passiert nicht von heute auf morgen. Bis sich eine Linderung oder Verbesserung einstellt, kann es einige Zeit dauern. Dafür brauchen Dein Hund und Du etwas Geduld und Durchhaltevermögen. Die Kosten und Mühen lohnen sich aber in jedem Fall: Denn ein gesunder Darm bedeutet ein starkes Immunsystem und somit ein langes und beschwerdefreies Leben für Deinen Hund.

 

 

Zusammen könnt Ihr es schaffen: Für eine erfolgreiche Behandlung sind Teamarbeit und Geduld gefragt.


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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leit... Weiterlesen

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