Durchfall beim Hund – was tun?
Aktualisiert
am 21.08.2026
- Durchfall ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Symptom des Verdauungstrakts.
- Akuter Durchfall hält ein bis zwei Tage an, chronischer Durchfall kehrt über Wochen wiederholt zurück.
- Häufige Begleitsymptome sind weicher oder wässriger Kot, Blähungen, laute Darmgeräusche und in manchen Fällen Fieber.
- Klingt akuter Durchfall innerhalb von 24 Stunden ab und wirkt Dein Hund ansonsten munter, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.
- In die Tierarztpraxis gehört Dein Hund, wenn der Durchfall länger als 48 Stunden anhält, er noch ein Welpe ist oder Fieber, Blut im Kot oder Apathie hinzukommen
- Überlege zuerst, was der Auslöser sein könnte: neues Futter, Snacks von Besuch, Wasser aus einer Pfütze oder eine aufregende Situation.
- Nimm bei starkem Durchfall eine frische Kotprobe mit in die Tierarztpraxis.
- Entlaste den Verdauungstrakt mit kleinen Portionen Schonkost statt mit der gewohnten Ration.
- Plane die Zeit nach dem Durchfall mit ein, nicht nur die Akutphase.
Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei Durchfall. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch bei einem Tierarzt/einer Tierärztin unerlässlich!
Wann spricht man von Durchfall beim Hund?
Von Durchfall sprechen wir, wenn der Kot Deines Hundes breiig, flüssig oder wässrig ist und er häufiger Kot absetzt als gewohnt. Manche Hunde können den Kot dann nicht mehr halten. Genau genommen handelt es sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Symptom, das auf eine Störung im Verdauungssystem hinweist.
Für die Einordnung ist die Dauer entscheidend. Akuter Durchfall hält ein bis zwei Tage an und hat häufig einen erkennbaren Auslöser. Chronischer Durchfall tritt über Wochen wiederholt auf, oft in Schüben, und lässt sich seltener auf ein einzelnes Ereignis zurückführen. Diese Unterscheidung bestimmt, wie dringend eine Abklärung ist und welche Schritte sinnvoll sind.
Blähungen und weitere Symptome bei Durchfall
Durchfall kommt selten allein. Meist zeigen sich weitere Anzeichen, die bei der Einordnung helfen:
- Häufiger, lockerer oder wässriger Kotabsatz, teils mit Blut oder Schleim
- Dringendes Bedürfnis, sich zu entleeren, oder auch unkontrollierter Kotabsatz
- Bauchschmerzen (geäußert durch Jammern, Vermeidung von Berührungen am Bauch, gekrümmter Rücken)
- Blähungen und laute Darmgeräusche
- Erbrechen und Appetitlosigkeit
- Flüssigkeitsmangel, Mattigkeit, in manchen Fällen Fieber
Bei chronischem Verlauf kommen Anzeichen hinzu, die auf eine schlechtere Nährstoffaufnahme hindeuten: stumpfes, glanzloses Fell, Gewichtsverlust und Muskelabbau. Treten Blähungen zusammen mit weichem Kot auf, spricht das dafür, dass Futterbestandteile im Dickdarm nicht vollständig aufgespalten werden. Bei ihrem Abbau entstehen dann vermehrt Gase. Warum dahinter mehr stecken kann als ein voller Bauch, liest Du im Ratgeber Blähungen beim Hund.
Was sagt die Farbe und Konsistenz des Durchfalls beim Hund aus?
Farbe und Konsistenz geben erste Hinweise auf die mögliche Ursache, erlauben aber keine Diagnose. Die tierärztliche Einschätzung hat immer Vorrang.
- Gelber Durchfall kann auf eine Beteiligung von Leber oder Gallenblase hindeuten.
- Grüner Durchfall tritt häufig bei sehr schneller Darmpassage oder nach dem Fressen von Gras auf.
- Blutiger Durchfall beim Hund: Frisches Blut stammt meist aus dem unteren Verdauungstrakt, teerartiger (dunkler) Kot weist auf Blutungen im oberen Verdauungstrakt hin. Beides sollte unbedingt tierärztlich abgeklärt werden.
- Schleimiger Durchfall beim Hund kann auf eine gereizte Darmschleimhaut, Entzündungen oder Parasiten wie Giardien hinweisen.
- Wässriger Durchfall beim Hund zeigt sich oft bei Futterunverträglichkeiten, Infektionen, Stress oder leichteren Reizungen.
- Fettiger, grauer Durchfall, häufig glänzend oder schaumig, kann auf eine gestörte Fettverdauung hinweisen, etwa bei einer Schwäche der Bauchspeicheldrüse.
- Heller bis weißlicher Durchfall kann ein Hinweis auf eine veränderte Gallenproduktion oder ein Leberproblem sein.
- Grün-bläulicher Durchfall kann auf eine Vergiftung (z. B. durch Schneckenkorn) hinweisen — in diesem Fall solltest Du sofort in eine Tierarztpraxis oder Tierklinik!
Wann muss ich zum Tierarzt, wenn mein Hund Durchfall hat?
Bewahre zunächst Ruhe und beobachte Deinen Hund genau. Wirkt er ansonsten agil und hält der Durchfall nur ein bis zwei Tage an, besteht in der Regel kein Grund zur Sorge.
Am nächsten Tag, wenn Dein Hund:
- länger als 48 Stunden unter Durchfall leidet
- insgesamt munter wirkt, aber keine Besserung zeigt
Noch heute, wenn Dein Hund:
- ein Welpe ist oder zu den Senioren zählt
- Fieber, Erbrechen oder Blut im Kot zeigt
- apathisch wirkt oder Anzeichen von Austrocknung zeigt
Manchmal ist es auf den ersten Blick schwer einzuschätzen, wie ernst Durchfall bei Deinem Hund gerade ist. Das folgende Video fasst die wichtigsten Warnzeichen noch einmal kompakt zusammen und hilft Dir, in Ruhe die richtige Entscheidung zu treffen.
Anhaltender Durchfall führt zu Flüssigkeitsverlust, und der wird gerade bei kleinen und älteren Hunden schnell kritisch. Geh in diesem Fall schnellstmöglich in die Praxis und nimm eine frische Kotprobe mit, damit sie direkt untersucht werden kann.
Durchfall beim Welpen: Was ist anders?
Das Abwehrsystem ist bei Welpen noch nicht voll ausgeprägt, und sie verlieren bei Durchfall besonders viel Flüssigkeit — das kann schnell gefährlich werden. Verzichte bei Welpen grundsätzlich aufs Fasten und starte bei Durchfall direkt mit einer geeigneten Schonkost. Ein Ergänzungsfuttermittel wie DARM AKUT JUNIOR kann zusätzlich eine wertvolle Unterstützung bieten.
Welpenspezifische Besonderheiten — etwa Durchfall nach dem Einzug, im Zahnwechsel oder bei sehr jungen Welpen — behandeln wir ausführlich in unserem Ratgeber Mein Welpe hat Durchfall! Das kannst Du tun.
„Gerade bei Welpen und älteren Hunden zähle ich lieber einen Tag zu früh als einen zu spät – Flüssigkeitsverlust kann bei ihnen sehr schnell kritisch werden.“
Was hilft meinem Hund bei Durchfall? Hausmittel und Erste Hilfe
Wenn Dein Hund Durchfall bekommt, kannst Du ihn mit ein paar einfachen Maßnahmen unterstützen und sein Wohlbefinden fördern:
- Fasten für 12–24 Stunden: So bekommt der Darm Zeit zum Regenerieren. Achtung: Bei einem Welpen, alten oder sehr kleinen Hund solltest Du aufs Fasten verzichten und bei Durchfall lieber direkt mit einer geeigneten Schonkost starten.
- Schonkost füttern: Gut geeignet sind z. B. lang gekochte, pürierte Möhren (als Moro’sche Karottensuppe), gegartes fettarmes Hühnchen und in kleinen Mengen auch weichgekochter Reis. Alternativ kannst Du Deinem Hund auch unsere fettreduzierte Schonkost INTESTO geben.
- Füttere kleine Portionen: Um den Verdauungstrakt zu entlasten, kannst Du statt der üblichen ein bis zwei Mahlzeiten am Tag die Schonkost in bis zu vier kleineren Portionen aufteilen.
- Ausreichend Flüssig anbieten: Dein Hund sollte immer Zugang zu frischem Wasser haben. Auch ungesüßter Fenchel- oder Kamillentee kann bei leichtem Durchfall unterstützend wirken.
- Geh bei folgenden Warnzeichen zum Tierarzt: Hält der Durchfall länger als zwei Tage an oder tritt er zusammen mit Fieber, Erbrechen oder Blut im Kot auf, solltest Du eine Tierarztpraxis aufsuchen – besonders wenn Du einen Welpen, älteren oder geschwächten Hund hast.
Für die Akutphase kann außerdem die vorübergehende Fütterung eines Ergänzungsfuttermittels sinnvoll sein. Eine Übersicht findest Du bei den Ergänzungsfuttermitteln für Magen und Darm; häufig eingesetzt werden hier DARM PROBIOTIC für mittelgroße und große Hunde und die DIGESTO SOS-PASTE für kleine Hunde und Welpe.
Was sind häufige Ursachen für Durchfall beim Hund?
Verdauungsprobleme entstehen selten aus dem Nichts. In den meisten Fällen gibt es einen Auslöser, der das Gleichgewicht im Verdauungstrakt kippen lässt. Warum wir Magen und Darm dabei immer gemeinsam betrachten, erklären wir unter Magen und Darm beim Hund.
Akuter Durchfall beim Hund: Mögliche Ursachen und was Du tun kannst
| Mögliche Ursache | Das kannst Du tun (ersetzt keine tierärztliche Meinung) |
| Dein Hund hat unsauberes Wasser (z. B. aus einer Pfütze) getrunken. | Lass Deinen Hund einen Tag fasten und füttere die nächsten zwei Tage lang kleinere Mahlzeiten. Beobachte, ob sich der Zustand bessert. |
| Dein Hund hat Milchprodukte (z. B. Käse, Quark, Hüttenkäse) mit Laktose gefressen. | Keine Milchprodukte mehr füttern, da Hunde die enthaltene Laktose (Milchzucker) schlecht vertragen. Gib Deinem Hund verdünnten Fencheltee zu trinken. |
| Dein Hund hat zu viel gefressen oder wurde mit Essensresten gefüttert (z. B. durch Familie, Freund:innen, Bekannte). | Setz Deinen Hund einen Tag auf Nulldiät und stell genügend frisches Wasser oder verdünnten Fencheltee bereit. Bitte andere Personen, Deinen Hund nicht zusätzlich oder vom Tisch zu füttern. |
| Dein Hund hat verdorbenes Futter gefressen. | Setz Deinen Hund einen Tag auf Diät, biete ihm verdünnten Fencheltee an und warte ab, ob sich die Symptome verbessern. |
| Schlingt Dein Hund sein Futter herunter, ohne es richtig zu kauen, kann dies zu einer stärkeren Belastung des Magens führen und die Kaumuskulatur auf Dauer schwächen. | Um das Fressverhalten zu verbessern, kannst Du das Futter z. B. in einen Anti-Schling-Napf oder kontrolliert aus einem Futterbeutel geben. Füttere mehrere Hunde getrennt, um Futterneid zu vermeiden. |
| Das Futter war zu kalt oder Dein Hund hat Schnee gefressen. | Gib Deinem Hund vorerst für maximal 24 Stunden kein Futter und beobachte, ob sich sein Zustand verbessert. Achte in dieser Zeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. |
| Du hast das Hundefutter zu schnell umgestellt. | Mische das neue Futter für etwa 2 Wochen schrittweise unter das bisherige Futter, damit sich der Verdauungstrakt daran gewöhnen kann. Als Orientierung kannst Du alle paar Tage etwa 10 % mehr vom neuen Futter untermischen. |
| Dein Hund ist über ein frisch gedüngtes Feld gelaufen und hat Düngemittel aufgenommen. | Wasche Deinen Hund gründlich, wenn er mit potenziell schädlichen Stoffen in Kontakt gekommen ist, und suche bei auffälligen Symptomen umgehend eine Tierarztpraxis auf. |
| Dein Hund leidet unter Stress, Angst oder Überforderung (z. B. bei Wettkämpfen, an Silvester oder durch den Umzug in ein neues Zuhause). | Gönn Deinem Hund Ruhe und warte ab, ob sich die Symptome verbessern. Biete ihm Rückzugsmöglichkeiten an, z. B. eine Hundebox als Höhle. |
| Dein Hund nimmt ein Medikament ein (Nebenwirkungen, verträgt Wirkstoff nicht). | Bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung Durchfall verursachen. Lies die Packungsbeilage sorgfältig durch und besprich auftretende Symptome oder Unsicherheiten mit Deiner Tierärztin oder Deinem Tierarzt. Setze Medikamente nie ohne Rücksprache ab. |
Chronischer Durchfall: mögliche Ursachen und unterstützende Maßnahmen
| Mögliche Ursache | Das kannst Du tun (ersetzt keine tierärztliche Meinung) |
| Dein Hund hat eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie (verträgt bestimmte Inhaltsstoffe nicht). | Allergien haben ihre Ursache meist im Darm. Ob eine Futtermittelallergie vorliegt, lässt sich am besten durch eine Ausschlussdiät gemeinsam mit der Tierarztpraxis herausfinden. |
| Dein Hund leidet unter einer chronischen Darmentzündung wie Enteropathie, IBD, Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn. | Entzündliche Darmerkrankungen können anhaltenden Durchfall verursachen. Klick Dich in unseren Ratgeber zur Diagnose IBD, um mehr Infos zu bekommen, hol Dir Rat in Deiner Tierarztpraxis — oder buche ganz bequem eine Online-Beratung bei DGT MEDICAL. |
| Dein Hund hat sich mit Endoparasiten wie Giardien oder Würmern infiziert. | Bestimmte Parasiten können langanhaltenden Durchfall verursachen. Neben der Behandlung der parasitären Infektion ist es wichtig, den Darm so zu stärken, dass er langfristig weniger anfällig für einen Befall ist. |
| Durch ein Ungleichgewicht in der Darmflora ist es zur übermäßigen Vermehrung von Darmbakterien gekommen, die Verdauungsstörungen begünstigen. | Eine übermäßige Vermehrung von Bakterien im Darm (z. B. Clostridium perfringens oder Escherichia coli) kann chronischen Durchfall verursachen. Eine gezielte tierärztliche Abklärung bringt hier Klarheit, darauf aufbauend lässt sich die Fütterung individuell anpassen. |
| Dein Hund leidet unter einer Störung der Bauchspeicheldrüse wie Pankreatitis oder exokrine Pankreasinsuffizienz. | Erkrankungen wie die exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI), bei der die Bauchspeicheldrüse nicht genügend Verdauungsenzyme produziert, können zu anhaltendem Durchfall führen. Ein Test der pankreatischen Elastase im Kot kann Hinweise auf eine mögliche EPI geben. Hol Dir Rat in Deiner Tierarztpraxis, wie Du das Wohlbefinden Deines Hundes unterstützen kannst. |
| Dein Hund hat sich am Kot eines anderen Hundes mit Bakterien, Viren oder Pilzen angesteckt. | Lass Deinen Hund von einem Tierarzt bzw. einer Tierärztin behandeln. |
| Dein Hund leidet unter einer Krebserkrankung. | Einige Krebserkrankungen, wie z. B. Lymphome, können zu chronischem Durchfall führen. Besprich mit dem Tierarzt/der Tierärztin, wie Du das Wohlbefinden Deines Lieblings unterstützen kannst. Selbstverständlich kannst Du auch eine Online-Beratung bei DGT MEDICAL buchen. |
Weitere mögliche Auslöser für Durchfall beim Hund
Neben den oben genannten Ursachen können auch folgende Faktoren die Verdauung Deines Lieblings durcheinanderbringen.
| Mögliche Ursache | Das kannst Du tun (ersetzt keine tierärztliche Meinung) |
| Dein Hund ist im Zahnwechsel: In dieser Zeit kauen Junghunde besonders viel — auch auf Dingen, die schwer verdaulich sind oder Keime enthalten. | Sorge in dieser Zeit für besonders viel Ruhe, biete Deinem Hund leicht verdauliches Futter an und halte den Tagesablauf möglichst konstant. |
| Läufigkeit oder hormonelle Veränderungen können bei empfindlichen Hunden zu Stress führen, der oft auf den Magen-Darm-Trakt schlägt. | Sorge in dieser Zeit für besonders viel Ruhe, biete Deinem Hund leicht verdauliches Futter an und halte den Tagesablauf möglichst konstant. |
| Manche Hunde reagieren nach Impfungen oder während einer Antibiotikabehandlung mit weichem Kot oder Durchfall, da die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten kann. | Achte auf leicht verdauliches Futter und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, bis sich die Darmflora von selbst wieder stabilisiert. |
Wie wird Durchfall beim Hund diagnostiziert?
Ob Dein Hund Durchfall hat, lässt sich anhand der Stuhlkonsistenz und Häufigkeit des Kotabsatzes feststellen. Im nächsten Schritt geht es um die Ermittlung der Ursache, was sich als herausfordernd erweisen kann. Um herauszufinden, warum Dein Hund Durchfall hat, stehen der Tierärztin/dem Tierarzt verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:
- Umfassende Anamnese: Dabei werden detaillierte Informationen über die Ernährung des Hundes, möglicherweise aufgenommene Giftstoffe und kürzlich verabreichte Medikamente gesammelt.
- Gründliche körperliche Untersuchung: Der Tierarzt/die Tierärztin untersucht Deinen Hund genau – dabei wird besonders auf den Bauch geachtet, aber auch Schleimhäute, Körpertemperatur und weitere wichtige Anzeichen werden kontrolliert.
- Stuhluntersuchung: Dabei wird eine Kotprobe auf das Vorhandensein von Parasiten, Bakterien oder anderen Krankheitserregern untersucht. Am besten eignet sich dafür eine Sammelprobe über drei Tage – so lassen sich mögliche Erreger zuverlässiger nachweisen.
- Bluttest: Hierbei können Veränderungen im Blutbild oder Anzeichen für eine Infektion ermittelt werden.
- Bildgebende Verfahren: Mittels Röntgen oder Ultraschall können strukturelle Probleme im Verdauungstrakt des Hundes erkannt oder ausgeschlossen werden.
Welches Futter ist bei Durchfall beim Hund geeignet?
belastende. Sinnvoll ist ein darmfreundliches Futter, das den Nährstoffbedarf vollständig abdeckt und dabei fettreduziert ist. Eine Übersicht findest Du im Trockenfutter für Hunde für Magen und Darm. Bei uns übernimmt diese Rolle vor allem INTESTO , für kleine Rassen INTESTO MINI mit kleinerer und weicherer Pressform. Für Allergiker eignet sich zusätzlich PLANTA .
Dein Hund bevorzugt Nassfutter? In diesem Fall kannst Du INTESTO Trockenfutter ganz einfach mit DOGLICIOUS INTESTO HUHN Feuchtfutter kombinieren. Dabei empfehlen wir ein dauerhaftes Mischverhältnis von 80 % Trockenfutter zu 20 % Nassfutter. So können sich die Verdauungsenzyme Deines Hundes auf die Futtermischung einstellen und die Verdauung wird nicht überlastet — was besonders bei Durchfall wichtig ist.
Sobald sich die Verdauung Deines Hundes normalisiert hat, kann eine schrittweise Umstellung auf ein darmfreundliches kaltgepresstes Trockenfutter sinnvoll sein — alternativ eine Mischung mit kaltgepresstem Futter zu ca. 50/50. Ob dies für Deinen Hund geeignet ist, besprichst Du am besten mit Deiner Tierarztpraxis oder im Rahmen einer individuellen Ernährungsberatung — zum Beispiel bei DGT MEDICAL.
Worauf es bei der Fütterung danach ankommt
- Beständigkeit ist wichtig: Füttere Deinen Hund möglichst immer mit dem gleichen Futter. Die Darmflora arbeitet in der Regel am effektivsten, wenn die Nahrung konstant bleibt.
- Überschaubar deklariert füttern: Je kürzer und klarer die Zutatenliste, desto einfacher lässt sich im Rückblick nachvollziehen, worauf Dein Hund reagiert hat. Häufig arbeiten wir dafür mit einer einzigen Proteinquelle.
- Fütterungszeit bewusst wählen: Eine Hauptmahlzeit am Morgen oder Vormittag gibt dem Verdauungstrakt über den Tag Zeit zu arbeiten. Reicht das nicht, passt eine kleine Zusatzportion vor 18 Uhr.
- Snacks mitrechnen: Leckerlis und Kauartikel gehören zur Tagesration. Fett- und proteinarme Varianten ohne Konservierungsstoffe belasten die Verdauung weniger als viele verschiedene Sorten parallel.
- Rohes Obst und Gemüse meiden: Unverdaute Rohkost kann Durchfall auslösen.
- Keine laktosehaltigen Milchprodukte: Hunde verwerten Milchzucker schlecht, was zu Bauchschmerzen und Durchfall führen kann.
Noch Fragen?
Darmflora beim Hund aufbauen nach dem Durchfall
Nach einem Durchfall ist die Darmflora meist noch nicht wieder im Gleichgewicht, auch wenn der Kot bereits fest ist. Die Darmschleimhaut erneuert sich innerhalb weniger Tage, die Zusammensetzung der Bakterien und die Barrierefunktion brauchen deutlich länger. Genau in dieser Phase treten Rückfälle auf, weil zu früh zum gewohnten Futter und zu den gewohnten Snacks zurückgekehrt wird.
„Auch wenn der Kot wieder fest ist, ist die Darmflora oft noch nicht im Gleichgewicht – deshalb sehe ich in dieser Phase die meisten Rückfälle.“
Deshalb arbeiten wir nach der Akutphase bewusst mit einem längeren Zeitfenster. Für diesen Aufbau ist ENTERO BIOM als mehrwöchiges Konzept angelegt und nicht als einzelnes Präparat für die kurzfristige Anwendung. Wie ein solcher Aufbau abläuft, worauf es dabei ankommt und welche Rolle Prä-, Pro- und Postbiotika spielen, beschreiben wir ausführlich in unserem Ratgeber Darmflora beim Hund aufbauen .
Warum dieser Bereich bei uns im Zentrum steht, kannst Du auf unserem Magen-Darm Hub nachlesen. Kurz gesagt: Ein großer Teil der Abwehrzellen sitzt in der Darmschleimhaut. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, wirkt sich das über den Verdauungstrakt hinaus aus, etwa auf Haut und Fell.
Wie kann ich Durchfall bei meinem Hund vorbeugen?
Vollständig verhindern lässt sich Durchfall nicht, denn Hunde nehmen unterwegs auf, was sie interessiert. Einige Punkte senken das Risiko aber deutlich. Welche Pflanzen und Stoffe dabei besonders kritisch sind, haben wir unter Vergiftungsursachen beim Hund zusammengestellt.
- Darmfreundlich füttern: Setze auf hochwertiges, gut verträgliches Futter, das zu den Bedürfnissen Deines Hundes passt. Tipps zur passenden Futtersorte für Deinen Hund findest Du in diesem Ratgeber.
- Futter langsam umstellen: Mische neue Sorten am besten über 7 bis 14 Tage in kleinen Mengen unter das bisherige Futter. So kann sich der Verdauungstrakt langsam daran gewöhnen.
- Wasser- und Futternäpfe sauber halten: Tägliches Reinigen verhindert die Bildung von Keimen, die Deinem Liebling auf die Verdauung schlagen können.
- Pfützenwasser meiden: Lass Deinen Hund möglichst nicht aus Pfützen trinken. Hier können Parasiten wie Giardien lauern, die schnell zu Durchfall führen.
- Auf Giftpflanzen verzichten: Sorge dafür, dass im Garten und Zuhause keine für Deinen Hund giftigen Pflanzen stehen. Mehr Infos zu den häufigsten Vergiftungsursachen beim Hund kannst Du hier nachlesen.
- Snackmenge im Blick behalten: Viele parallel gegebene Sorten summieren sich und belasten die Verdauung mehr als eine bewusst gewählte.
Praktischer Tipp: Es lohnt sich, immer ein bindendes Präparat zuhause zu haben — geradegerade, wenn Dein Hund unterwegs mal etwas Unbekanntes frisst (Pflanzen, Aas, Reste vom Wegrand). Aktivkohle-Tabletten, Zeolith (wie in ZEO DYN ) oder Huminsäuren (wie in HUMI PUR ) können unerwünschte Stoffe im Darm binden. Setze sie im Zweifel nach Rücksprache mit Deiner Tierarztpraxis ein — bei Vergiftungsverdacht ersetzen sie aber nie den umgehenden Praxisbesuch.
Statt pauschal zu entwurmen, empfehlen wir eine regelmäßige Kotuntersuchung. Ein Parasitentest alle drei bis sechs Monate zeigt, ob überhaupt ein Befall vorliegt. So bleibt der Eingriff auf die Fälle beschränkt, in denen er tatsächlich nötig ist.
Wenn Du unsicher bist
Für eine erste Orientierung brauchst Du keinen Termin: Unser digitaler Futterberater gibt Dir in etwa zwei Minuten eine Empfehlung. Möchtest Du mit jemandem sprechen, erreichst Du uns kostenlos per Telefon, Live-Chat oder WhatsApp.
Bei Vorerkrankungen oder wiederkehrendem Durchfall empfehlen wir die tierärztliche Online-Beratung über DGT MEDICAL. Wünschst Du Dir ein ausführliches, individuelles Konzept, kannst Du dort einen Termin für die persönliche Ernährungsberatung buchen.
Unsere Produktempfehlung bei akutem Durchfall
Bei akutem Durchfall setzen wir vor allem auf zwei Ergänzungsfuttermittel, die sich in der Praxis bewährt haben:
- DIGESTO SOS-PASTE für die schnelle Erste-Hilfe-Phase (u. a. zum Ausgleich der Elektrolyte)
- DARM PROBIOTIC DOG zur Unterstützung der physiologischen Verdauung während und nach dem akuten Schub.
Fazit
„Beobachten, gezielt entlasten, im Zweifel abklären lassen – das ist meine Faustregel für Durchfall beim Hund.“
Durchfall ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein Signal des Verdauungstrakts. Akute Fälle klingen häufig innerhalb von ein bis zwei Tagen ab und lassen sich mit Schonkost, kleinen Portionen und Ruhe begleiten. Genauso wichtig ist die Zeit danach: Die Darmflora braucht Wochen, um sich vollständig zu erholen, auch wenn der Kot schon wieder fest ist. Hält der Durchfall länger als 48 Stunden an, kehrt er wieder oder kommen Fieber, Blut im Kot oder Apathie hinzu, gehört Dein Hund in tierärztliche Hände.
Häufige Fragen
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Über Tierärztin Jessica Krockhaus
Jessica Krockhaus ist approbierte Tierärztin mit dem Schwerpunkt auf integrativer und präventiver Tiermedizin. Schon seit ihrer Ki
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