Darf mein Hund Walnüsse essen?

Nüsse sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffen und Vitaminen – ein echtes Super-Food eben. Wenn etwas so gesund ist, kann es für den Hund doch nicht schlecht sein... oder? Nicht unbedingt. Während sich manche Nüsse als Hundesnack eignen, gehören Walnüsse und Macadamia-Nüsse nicht auf den Speiseplan Ihres Vierbeiners.

In Walnüssen steckt eine unsichtbare Gefahr

Abgesehen davon, dass Walnüsse fast keinen Nährwert für Hunde haben, können sie für Ihren Vierbeiner richtig gefährlich werden: Vor allem unreife und frische Walnüsse sowie die Schale können von einem speziellen Pilz befallen sein. Tückisch daran ist, dass man ihn mit dem bloßen Auge nicht erkennt, dieser aber ein gefährliches Gift namens Roquefortin C bildet.

 
 

Vor allem unreife und frische Walnüsse können von einem Pilz befallen sein.


Woran erkenne ich, dass sich mein Hund mit Walnüssen vergiftet hat?

Bei einer leichten Vergiftung zeigt Ihr Hund Störungen in seinen Bewegungsabläufen (z.B. Stolpern oder Stürzen) oder eine starke Berührungsempfindlichkeit. Im schlimmsten Fall können Zittern, Zucken, Erbrechen oder epilepsieähnliche Krämpfe auftreten. Wie jede Vergiftung kann diese im Extremfall auch tödlich enden.


Warum darf mein Hund keine Macadamia-Nüsse essen?

Macadamia-Nüsse enthalten cyanogene Glykoside – das sind Pflanzengifte, die für Hunde sehr gefährlich sind. Ab welcher Dosis Macadamia-Nüsse Ihrem Vierbeiner schaden, hängt von seinem Gewicht und seiner Fähigkeit zum Entgiften ab. Bei einem 15 kg schweren Hund können bereits vier Nüsse zu Vergiftungserscheinungen wie Steifheit, Problemen beim Gehen oder Leberschäden führen.

 
 

Schon eine kleine Menge Macadamia-Nüsse kann beim Hund eine Vergiftung hervorrufen.


Was muss ich tun, wenn mein Hund solche Symptome zeigt?

Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf und teilen Sie ihm mit, dass Ihr Hund Macadamia- oder Walnüsse gegessen haben könnte (z.B. in der Küche, im Garten oder auf einer Wiese). Das ist wichtig, denn die Blutwerte Ihres Hundes könnten trotz der Vergiftung unauffällig sein. Mithilfe einer Blutuntersuchung im Dunkelfeld-Mikroskop kann der Tierarzt überprüfen ob die Vergiftung Auswirkungen auf das Blutbild Ihres Hundes hat und einen passenden Therapieplan erstellen.

 
 

Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf, wenn Ihr Hund Vergiftungserscheinungen zeigt.


Das können Sie zusätzlich tun, damit es Ihrem Hund wieder besser geht.

5 E bietet Ihnen eine Auswahl an Produkten, mit denen Sie die Genesung Ihres Hundes unterstützen können:

Bei leichten Vergiftungsanzeichen empfehlen wir Ihnen

  • eine Darmentgiftung durchzuführen.
  • Mischen sie Ihrem Hund zusätzlich zeo-dyn Pulver ins Futter. Damit werden die Giftstoffe im Darm auf natürliche Art gebunden und mit dem Kot ausgeschieden.

Bei schweren Vergiftungsfällen können Sie Ihrem Hund zusätzlich

  • kaltgepresstes Traubenkernöl ins Futter mischen. Dieses ist reich an natürlichen Antioxidantien, die die Körperzellen wirkungsvoll vor freien Radikalen schützen.
     
  • Humi algo mit ins Hundefutter geben – zur Stärkung der Darmflora und zur Aktivierung der natürlichen Abwehrkräfte. Die enthaltenen Huminsäuren binden Giftstoffe im Darm und sorgen dafür dass diese ausgeschieden werden.
 

Das Wichtigste im Überblick

  • Walnüsse und Macadamia-Nüsse können Gifte enthalten, die für Hunde sehr gefährlich sind.
  • Vergiftungs-Symptome sind u.a. Probleme beim Gehen, Zittern, Zucken, Erbrechen, Krämpfe.
  • Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf, wenn Ihr Hund Vergiftungserscheinungen zeigt.
  • 5 E bietet Ihnen eine Auswahl an Produkten, die eine Genesung bei Vergiftungen unterstützen.

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Über Tierheilpraktikerin Ines Mart

Ines Mart ist Tierheilpraktikerin und Spezialistin für die ganzheitliche Ernährung des Hundes. Ihre Hauptinteressensgebiete sind die ganzheitliche Therapie mit Schwerpunkt auf Ernährung und der natürl... Weiterlesen

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