Kaumuskelmyositis beim Hund rechtzeitig erkennen und behandeln.

Dein Hund will nicht fressen, fühlt sich schlapp und hat Schwellungen seitlich am Kiefer? Gut möglich, dass eine Kaumuskelmyositis dahinter steckt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung beim Hund, bei der sich die Kaumuskeln entzünden und nachhaltig beschädigt werden können. Diese Erkrankung kommt zwar relativ selten vor, dennoch ist es wichtig, ihre Symptome zu kennen: Denn je früher mit einer Behandlung begonnen wird, umso besser sind die Heilungschancen. Woran Du eine Kaumuskelmyositis erkennen und wie Du Deinem Liebling in diesem Fall helfen kannst, erfährst Du in diesem Ratgeber.

Das Wichtigste im Überblick

  • Kaumuskelmyositis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Kaumuskeln entzünden.
  • Als Folge wird die Beweglichkeit des Unterkiefers eingeschränkt, was die Aufnahme von Futter erschwert.
  • Wichtig ist eine Früherkennung der Symptome, da die Heilungschancen anfangs noch gut sind.
  • Nach unserer Erfahrung geht die Erkrankung oft mit Magenstörungen einher, welche die Durchblutung der Kaumuskulatur beeinträchtigen.

So kannst Du vorgehen

  • Informiere Dich in diesem Ratgeber über die Symptome einer Kaumuskelmyositis, damit Du bei Verdacht rechtzeitig zum Tierarzt gehst.
  • Zur Reinigung und Stabilisierung des gestörten Magens empfehlen wir, unsere Magenkur für Hunde unter das Futter Deines Lieblings zu mischen.
  • Eine dauerhafte darmgesunde Ernährung kann Deinem Hund dabei helfen, ein starkes Verdauungssystem auszubilden und so vor Magenstörungen geschützt zu sein.
 
 

Au, Backe! Eine Kiefergelenkentzündung ist nicht nur ziemlich schmerzhaft, sie kann die Beweglichkeit der Kaumuskeln auch so stark beeinträchtigen, dass eine Futteraufnahme nur noch eingeschränkt möglich ist. Doch keine Sorge: Eine Kaumuskelmyositis kommt bei Hunden eher selten vor und ist bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar.

In diesem Ratgeber erfährst Du, was es mit der Erkrankung auf sich hat und an welchen Symptomen Du diese erkennst. So bist Du bestens informiert und kannst rechtzeitig reagieren, solltest Du den Verdacht haben, dass Dein Liebling unter einer Kiefergelenkentzündung leidet.

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei Kaumuskelmyositis. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich!

 

 

Kaumuskelmyositis – was ist das überhaupt?

Bei der Kaumuskelmyositis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung beim Hund, bei der es zu einer Entzündung der Kaumuskeln kommt. Von einer Autoimmunerkrankung spricht man, wenn das Immunsystem das körpereigene Gewebe angreift. Im Fall einer Kaumuskelmyositis produziert das Immunsystem Antikörper gegen sogenannte Myosine – das sind Monoproteine, die in den Muskelfasern des Kauapparats vorkommen. Dies führt dazu, dass sich die Kaumuskeln entzünden und dass die dortigen Muskelfasern abgebaut werden – im späteren Verlauf der Erkrankung können zudem das Gewebe und die Muskeln absterben. Bei betroffenen Hunden ist die Beweglichkeit des Unterkiefers stark beeinträchtigt, sodass sie Probleme damit haben, Wasser und Nahrung richtig aufzunehmen.

Eine Kaumuskelmyositis kann Hunde jeder Rasse und jeden Alters betreffen. Bisherigen Beobachtungen zufolge tritt sie hauptsächlich bei jungen und mittelalten Hunden auf und betrifft vor allem die Rassen Deutscher Schäferhund, Dobermann, Golden Retriever und Labrador Retriever.

Besonders wichtig ist, dass die Symptome dieser Erkrankung so früh wie möglich erkannt werden, da bei einer rechtzeitigen Behandlung in der Regel gute Heilungschancen bestehen. Ist die Erkrankung erst einmal chronisch, stehen die Erfolgsaussichten einer Behandlung in den meisten Fällen deutlich schlechter.

 

 

Mach Dir keine Sorgen! Eine Kaumuskelmyositis kommt relativ selten vor und ist bei frühzeitiger Diagnose gut behandelbar.

 

 

Welche Symptome zeigt eine Kaumuskelmyositis beim Hund?

In der Regel verläuft die Erkrankung in zwei Phasen, nämlich der akuten und der chronischen Phase. In jeder Phase zeigen sich verschiedene Symptome.

Besonders wichtig ist: Sollten eins oder mehrere der folgenden Symptome bei Deinem Hund auftreten, empfehlen wir Dir, schnellstmöglich zum Tierarzt zu gehen. Je früher eine Kaumuskelmyositis erkannt und behandelt wird, umso größer sind die Heilungschancen, da die Kaumuskulatur in der akuten Phase noch nicht in einem irreparablen Ausmaß zerstört wurde.

Typische Symptome in der akuten Phase

  • Die Kaumuskeln sind geschwollen (Schwellungen seitlich am Kopf)
  • Betroffene Hunde haben in diesem Bereich oft Schmerzen und können das Maul nicht richtig öffnen
  • Als Folge dessen ist die Futteraufnahme behindert, viele Hunde verweigern sogar die Aufnahme von Wasser und Futter
  • Gelegentlich kommt es zu vergrößerten Lymphknoten und Mandeln
  • Das Allgemeinbefinden des Hundes ist stark beeinträchtigt, manche leiden zudem unter Fieber

Typische Symptome in der chronischen Phase

  • Im fortgeschritten Stadium wurden die zerstörten Muskelfasern durch Bindegewebe ersetzt, wodurch der Kiefer nur noch gering beweglich ist.
  • Dies wiederum kann zu einer Maulsperre/Kieferstarre führen, was eine selbständige Futteraufnahme unmöglich macht.
  • Die Kaumuskeln schrumpfen und bilden sich zurück, wodurch der Kopf schmaler und eingefallen wirkt (sogenannter "Fuchsschädel“).
  • In manchen Fällen kommt es als Folge des Verlustes von Muskelmasse zu eingefallenen Augäpfeln.
 

 

Eine akute Kaumuskelmyositis kann so schmerzhaft sein, dass betroffene Hunde nicht mehr fressen möchten.

 

 

Diagnose: Wie lässt sich eine Kiefergelenkentzündung feststellen?

Dein Hund will nicht fressen oder hat Schwellungen seitlich am Kopf? Um zu untersuchen, ob er unter Kaumuskelmyositis leidet, wird der Tierarzt verschiedene Diagnoseverfahren anwenden. Auf diesem Weg kann er andere Erkrankungen ausschließen und einen individuellen Therapieplan für Deinen Liebling erstellen.

Blutuntersuchung: Mithilfe einer Blutuntersuchung kann der Tierarzt feststellen, ob Dein Hund Antikörper gegen die Muskelfasern des Kauapparats gebildet hat. Dies ist bei mehr als 85 Prozent aller Hunde mit Kaumuskelmyositis der Fall.

Biopsie: Bei einer Biopsie werden kleine Teile des Muskelfasergewebes entnommen. So lässt sich untersuchen, ob diese geschädigt wurden oder ob sich im Gewebe Antikörper nachweisen lassen.

Elektromyografie: Hierbei wird die elektrische Aktivität der Muskelfasern gemessen. So lässt sich feststellen, ob die Muskelaktivität nur in der Kaumuskulatur verändert ist und inwieweit die Schädigung der Kaumuskeln bereits fortgeschritten ist.

Röntgenaufnahmen: Anhand eines Röntgenbilds kann der Tierarzt mögliche Veränderungen am Kauapparat feststellen. Darüber hinaus lassen sich so andere Erkrankungen in diesem Bereich ausschließen.

 

 

Ursachen: Wie kann es zur Kaumuskelmyositis beim Hund kommen?

Nach aktuellen tiermedizinischen Erkenntnissen handelt es sich bei Kaumuskelmyositis um eine Autoimmunerkrankung beim Hund, die vor allem durch genetische Faktoren (also Vererbung), aber auch durch bestimmte Medikamente oder Traumata verursacht werden kann. Je nach Auslöser bildet das Immunsystem Antikörper gegen bestimmte Muskelfasern im Kauapparat, die zu deren Zerstörung führen.

 

Oft geht eine Kaumuskelmyositis mit Magenstörungen einher.

In der 5-E™ Tierarztpraxis beobachten wir seit mehr als 30 Jahren, dass eine Entzündung der Kaumuskeln in vielen Fällen mit Störungen im Magen einhergeht. Durch eine unausgeglichene Magen-Darm-Flora können sich schädliche Bakterien im Magen vermehren und dort giftige Gase bilden.

Durch die Gase wird die Magenwand immer dünner und durchlässiger, sodass es schädliche Substanzen einfach haben, ins Blut und in den Körper zu gelangen. Dies kann zu Blutverklebungen führen und die Durchblutung der Kau- und Augenmuskulatur erheblich beeinträchtigen. Diese Vorgänge lassen sich bei einer Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop meist sehr gut nachweisen. Von daher empfehlen wir, einen solchen Blutcheck als zusätzliches Diagnoseverfahren in Betracht zu ziehen.

 

Tipp: Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie die Vitalblutanalyse funktioniert und welche Vorteile sie für die Gesundheit Deines Hundes bietet, dann klick Dich in diesen Ratgeber.

 

 

Bei der Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop kann Tierarzt Thomas Backhaus erkennen, ob eine Magenstörung die Durchblutung der Kau- und Augenmuskulatur beeinträchtigt.

 

 

Therapie: Wie wird eine Kaumuskelmyositis beim Hund behandelt?

Je nachdem, wie weit die Erkrankung schon fortgeschritten ist, kommen verschiedene Therapiewege in Frage. Maßgeblich für eine erfolgreiche Behandlung ist, dass damit so früh wie möglich begonnen wird. Aus tiermedizinischer Erfahrung ist eine akute Kaumuskelmyositis in den meisten Fällen behandelbar. Bei der chronischen Form ist die Prognose dagegen unsicher.

 

Behandlung einer akuten Kaumuskelmyositis

Üblicherweise werden Medikamente verschrieben, die das Immunsystem des Hundes und somit dessen Angriffe auf die Muskelfasern des Kauapparats unterdrücken. Auf diesem Weg sollen die Entzündungen gemildert werden. Begleitend dazu werden meist auch Schmerzmittel verabreicht. In vielen Fällen muss die medikamentöse Behandlung über mehrere Monate durchgeführt werden, da es nach Absetzen der Therapie häufig zu Rückfällen kommt.

 

Möglichkeiten bei einer chronischen Kaumuskelmyositis

Im fortgeschrittenen Stadium können die meisten betroffenen Hunde ihr Maul nicht mehr richtig öffnen. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, die Kaumuskeln unter Narkose vorsichtig zu dehnen. Diese Methode birgt jedoch das Risiko von Luxationen (Verrenkungen) des Kiefergelenks oder Brüchen im Unterkiefer.

Um die Beweglichkeit der Kaumuskulatur zu verbessern, können betroffene Hunde außerdem durch eine spezielle Physiotherapie zum aktiven Kauen animiert werden.

 

Unterstützende ganzheitliche Therapieverfahren

In der 5-E™ Tierarztpraxis erzielen wir mit ganzheitlichen Therapieverfahren wie der Eigenbluttherapie, Akupressur, Feld-Laser-Therapie oder dem Backhaus Light Tuning in vielen Fällen sehr gute Behandlungserfolge bei Hunden mit Kaumuskelmyositis. Bei Interesse kannst Du auf der Webseite der Tierarztpraxis einen Termin für eine persönliche oder Online-Beratung vereinbaren.

 

In der Traditionellen Chinesischen Medizin steht der Magen in direkter Wechselwirkung mit dem Ober- und Unterkiefer.

Bei dünnen Magenwänden oder anderen Störungen können Schadstoffe aus dem Magen in den Blutkreislauf gelangen und als Folge dessen die Durchblutung der Augen- und Kaumuskulatur beschädigen. Um die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung zu erhöhen, empfehlen wir daher, das Magen-Darm-Systems Deines Hundes durch darmgesundes Futter und die Gabe natürlicher Vitalstoffe zu sanieren und zu stärken.

 

5-E™ Fütterungs- und Vitalstoff-Empfehlungen für Hunde mit Kaumuskelmyositis.

Unserer Erfahrung nach geht eine Kaumuskelmyositis in vielen Fällen mit Störungen des Magens einher. Das Ziel unserer erprobten Fütterungs- und Vitalstoffstrategie ist es deshalb, das Verdauungssystem Deines Hundes zu sanieren und unterstützen.

  • Bei einer akuten Kaumuskelmyositis empfehlen wir unser extrudiertes Schonkostfutter INTESTO. Die leicht verdauliche Rezeptur belastet den Magen-Darm-Trakt nicht unnötig. Gleichzeitig hilft INTESTO dabei, das Verdauungssystem wieder aufzubauen.
  • Um Magen und Darm Deines Hundes nachhaltig zu stärken, kannst Du seine Ernährung anschließend auf unser hypoallergenes Kaltpressfutter COSMO umstellen. Damit der Magen nicht unnötig belastet wird, sollte die Futterumstellung schrittweise erfolgen, indem Du einen immer größer werdenden Anteil von INTESTO durch COSMO ersetzt.
  • Bei akuten Magen-Problemen kannst Du zusätzlich unsere Magenkur für Hunde unter das Futter mischen. Diese enthält MASSU DYN um eine übermäßige Aufgasung im Magen zu verhindern und kaltgepresstes Traubenkernöl zum Schutz der Magenschleimhaut vor freien Radikalen.

Als begleitende Unterstützung empfehlen wir folgende Vitalstoffe:

  • Trio Algo Tabletten mit Algen-Extrakten und Gerstengras zur Reinigung des Blutes und Unterstützung der Darmgesundheit.
  • Sport Dyn mit wertvollen Aminosäuren fördert den Aufbau und die Regeneration der Kaumuskulatur.
  • Ginkgo Pur mit Extrakten aus den Blättern des Ginko Biloba Baums unterstützt die Durchblutung der Augen- und Kaumuskulatur.
  • Freiheit Fluid enthält hochwertige Aminosäuren zur natürlichen Schmerzlinderung und Stärkung des Immunsystems.
 

Wir sind für Dich da, wenn es Deinem Hund schlecht geht.

Wenn Dein Hund gesundheitliche Probleme hat, möchtest Du natürlich alles richtig machen, damit er sich bald wieder besser fühlt. Wir sind für Dich da und beraten Dich gerne, mit welchen Futterprodukten und Vitalstoffen Du das Wohlbefinden Deines Lieblings unterstützen kannst.

 

Hier kannst Du Dich persönlich beraten lassen

 

 

Keep smiling! Mit einem gesunden Magen-Darm-System hat Dein Hund gut lachen und ist seltener von Erkrankungen betroffen.


Ratgeberartikel teilen


Schreibe einen Kommentar



Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leit... Weiterlesen

Alle Artikel von Tierarzt Thomas Backhaus anzeigen

Weitere interessante Artikel

Diagnose SLO: Was hilft gegen Krallenverlust beim Hund?
Magenblock beim Hund: Wie entsteht ein aufgeblähter Magen und was hilft dagegen?
Weihnachten ist das Fest der Liebe.

Natürlich wollen wir auch unseren Fellnasen eine besondere Freude machen – zum Beispiel mit unserer liebevoll designten Weihnachts-Box.

Weihnachtsartikel ansehen Schliessen
Sprechstunden
Schliessen