Leberprobleme beim Hund
- Leberprobleme beim Hund entstehen, wenn die Leber ihre Aufgaben nicht mehr vollständig erfüllen kann.
- Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Entzündungen, Infektionen und Vergiftungen bis hin zu Stoffwechselstörungen oder angeborenen Gefäßfehlbildungen.
- Lebererkrankungen entwickeln sich oft schleichend und zeigen anfangs meist nur unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Erbrechen oder Gewichtsverlust.
- Erhöhte Leberwerte beim Hund sind ein wichtiges Warnzeichen, bedeuten aber nicht automatisch, dass eine schwere Lebererkrankung vorliegt.
- Je früher Leberprobleme beim Hund erkannt und behandelt werden, desto besser sind oft die Chancen, die Leberfunktion zu stabilisieren oder deutlich zu verbessern.
- Lass auffällige Veränderungen bei Deinem Hund (z. B. beim Appetit, Verhalten oder Allgemeinzustand) zeitnah tierärztlich abklären.
- Wenn Dein Hund älter ist, dauerhaft Medikamente bekommt oder zu einer Risikogruppe gehört, ist es sinnvoll, sein Blut regelmäßig checken zu lassen.
- Achte bei Leberproblemen auf eine Fütterung, die gut verträglich ist und zum Gesundheitszustand Deines Hundes passt.
- Vermeide unnötige Medikamente, mögliche Giftstoffe und ungeeignete Lebensmittel, die die Leber zusätzlich belasten könnten.
- Halte Kontrolltermine in der Tierarztpraxis ein, damit Leberwerte und Krankheitsverlauf überprüft und die Behandlung bei Bedarf rechtzeitig angepasst werden können.
Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei Leberproblemen. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich!
Was sind Leberprobleme beim Hund?
Von Leberproblemen spricht man, wenn die Leber in ihrer Funktion eingeschränkt ist und ihre Aufgaben nicht mehr vollständig erfüllen kann. Die Leber ist ein wichtiges Organ, das unter anderem den Stoffwechsel von Nährstoffen reguliert, Vitamine und Mineralstoffe speichert, Galle für die Verdauung produziert und den Körper entgiftet, indem sie Abfallstoffe und Medikamente abbaut. Wenn sie beeinträchtigt ist, kann sich das auf viele Bereiche des Organismus auswirken.
Leberprobleme beim Hund können plötzlich auftreten oder sich über längere Zeit entwickeln. Gerade chronische Veränderungen bleiben anfangs oft unbemerkt, weil die Leber eine sehr hohe Regenerationsfähigkeit besitzt und selbst bei größeren Schäden noch lange weiterarbeiten kann. Deshalb zeigen sich Beschwerden bei manchen Hunden erst dann, wenn die Leber bereits stark eingeschränkt ist.
Warum bekommt ein Hund Leberprobleme?
Die Ursachen für Leberprobleme beim Hund sind vielfältig. Zu den häufigsten Auslösern gehören Infektionen (zum Beispiel durch Viren oder Bakterien), Entzündungen, Stoffwechselstörungen oder Vergiftungen durch Pflanzen, Medikamente oder Chemikalien. Auch genetische Faktoren spielen bei manchen Rassen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus können Erkrankungen anderer Organe die Leber belasten, da sie eng mit vielen Körperfunktionen verknüpft ist. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für
Leberkrankheiten beim Hund generell an.
Eine besondere Form der Lebererkrankung beim Hund ist der portosystemische Shunt (PSS) – eine meist angeborene Gefäßfehlbildung, bei der das Blut aus dem Darm an der Leber vorbeigeleitet wird. Dadurch können Giftstoffe nicht richtig abgebaut werden und es kommt zu neurologischen Symptomen. Ein PSS wird oft bei jungen Hunden diagnostiziert und kann in vielen Fällen operativ behandelt werden.
Welche Symptome zeigen Hunde bei Leberproblemen?
Lebererkrankungen fallen oft nicht sofort auf, weil sie anfangs nur unspezifische Beschwerden verursachen, die auch bei anderen Erkrankungen auftreten können.
Häufige Symptome von Leberproblemen beim Hund sind unter anderem:
- Appetitlosigkeit
- Gewichtsverlust
- Erbrechen
- Durchfall
- Müdigkeit und Schwäche
- Antriebslosigkeit oder verringerte Aktivität
- Verhaltensänderungen wie Desorientierung
- Vermehrtes Trinken und Wasserlassen
- Stumpfes, glanzloses Fell
In fortgeschrittenen Fällen kann es zu einer Gelbfärbung der Schleimhäute, Haut oder Augen kommen: ein Zustand, der als Gelbsucht (Ikterus) bezeichnet wird. Auch ein aufgeblähter Bauch (durch Flüssigkeitsansammlung), dunkler Urin oder heller Kot können auf schwerwiegende Leberprobleme hinweisen.
Wie erkenne ich frühzeitig Leberprobleme beim Hund?
Lebererkrankungen entwickeln sich oft schleichend und zeigen erst spät deutliche Symptome. Umso wichtiger ist es, Deinen Liebling im Alltag aufmerksam zu beobachten und selbst auf kleine Veränderungen zu achten, wie nachlassenden Appetit, erhöhte Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder plötzlichen Gewichtsverlust. Auch eine Gelbfärbung der Augen und Schleimhäute sollte immer ernst genommen werden.
Regelmäßige Blutuntersuchungen in der Tierarztpraxis sind die wichtigste Maßnahme, um Leberprobleme und eine eingeschränkte Leberfunktion beim Hund frühzeitig zu erkennen. Dabei werden bestimmte Leberwerte kontrolliert – unter anderem die Enzyme ALT (Alanin-Aminotransferase) und GLDH (Glutamat-Dehydrogenase), die bei einer Schädigung der Leberzellen vermehrt ins Blut freigesetzt werden. Diese Werte können bereits erhöht sein, bevor der Hund sichtbare Beschwerden zeigt.
Für ältere Hunde ab etwa 7 Jahren wird eine jährliche Blutuntersuchung als Vorsorge empfohlen. Bei Hunden, die dauerhaft Medikamente einnehmen (zum Beispiel Schmerzmittel oder Herzmedikamente), oder bei Rassen mit genetischer Vorbelastung für Lebererkrankungen, sollten die Leberwerte sogar halbjährlich kontrolliert werden.
Was bedeuten erhöhte Leberwerte beim Hund?
Wenn die Leberwerte beim Hund erhöht sind, bedeutet das erst einmal: Die Leber arbeitet unter Belastung oder einzelne Leberzellen sind geschädigt. Dabei werden Enzyme wie ALT, AST, ALP oder GGT vermehrt ins Blut freigesetzt und sind dort messbar. Doch keine Sorge: Wenn Dein Hund erhöhte Leberwerte hat, bedeutet das nicht automatisch, dass eine schwere Erkrankung dahintersteckt 1.
Warum sind die Leberwerte beim Hund erhöht?
Erhöhte Leberwerte sind oft ein Frühwarnzeichen und können verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören:
- Stress oder körperliche Überlastung
- Langfristige Medikamentengabe
- Stoffwechselprobleme (z. B. Cushing-Syndrom, Diabetes)
- Übergewicht und Fettleber
- Leberentzündung (Hepatitis)
- Erkrankung anderer Organe (z. B. Herzprobleme)
- Infektionen (z. B. Leptospirose)
- Vergiftungen (z. B. durch Pflanzen oder Chemikalien)
- Tumore
- Angeborene Gefäßfehlbildungen (portosystemischer Shunt)
- Kupferspeicherkrankheit
Wichtig ist, die Ursache gemeinsam mit der Tierärztin oder dem Tierarzt abzuklären. Wie stark die Leberwerte erhöht sind, welche Enzyme genau betroffen sind und ob Dein Hund bereits Symptome zeigt, entscheidet darüber, welche weiteren Untersuchungen sinnvoll sind und ob eine Behandlung erforderlich ist.
Können sich erhöhte Leberwerte beim Hund wieder normalisieren?
Das hängt vor allem davon ab, wie schnell die Ursache erkannt und behandelt wird. Bei leichten Erhöhungen und vorübergehenden Belastungen (wie Stress oder kurzzeitigen Entzündungen) normalisieren sich die Leberwerte oft schon nach 3 bis 4 Wochen von selbst, wenn die auslösende Ursache beseitigt wird. Bei schweren oder chronischen Lebererkrankungen dauert es länger, und die Werte können sich nur teilweise verbessern. Entscheidend sind Ursache, frühzeitige Behandlung und unterstützende Maßnahmen wie eine angepasste Leberdiät und leberschützende Medikamente.
Wie wird eine Lebererkrankung beim Hund diagnostiziert?
Die Diagnose von Leberproblemen beginnt meist mit einer gründlichen klinischen Untersuchung und einem ausführlichen Gespräch über die Krankengeschichte Deines Hundes. Besteht der Verdacht auf eine Lebererkrankung, folgen weitere Untersuchungen.
Blutuntersuchung
Hierbei werden verschiedene Leberwerte bestimmt, unter anderem die Enzyme ALT und GLDH, die auf Leberzellschäden hinweisen, sowie Bilirubin, Gallensäuren, Ammoniak und Gerinnungsfaktoren. Diese Werte geben Aufschluss darüber, wie gut die Leber arbeitet und ob sie ihre Aufgaben erfüllen kann.
Um die Leberstruktur genauer beurteilen zu können, kommen bildgebende Verfahren zum Einsatz:
- Ein Ultraschall zeigt Veränderungen im Lebergewebe wie Entzündungen, Tumore oder Gefäßanomalien.
- Röntgen eignet sich besonders, um die Größe und Form der Leber zu beurteilen.
- CT oder MRT können in seltenen Fällen für eine noch genauere Darstellung
notwendig sein.
Gewebeentnahme
Wenn Tumore oder spezielle Gewebeveränderungen vermutet werden, kann eine
Gewebeprobe notwendig sein:
- Bei der Feinnadelaspiration (FNA) wird eine dünne Nadel in die Leber eingeführt, um Zellen zu entnehmen. Dieser Eingriff ist wenig belastend und kann oft am wachen oder leicht sedierten Hund durchgeführt werden.
- Bei der Leberbiopsie wird unter Narkose eine kleine Gewebeprobe entnommen und im Labor mikroskopisch untersucht. Vor der Biopsie wird ein Gerinnungstest durchgeführt, um das Blutungsrisiko zu minimieren.
Regelmäßige Kontrollen
Werden Leberprobleme beim Hund diagnostiziert, sind regelmäßige Nachkontrollen wichtig, um den Verlauf der Erkrankung zu beobachten und die Therapie bei Bedarf anzupassen.
Wie wird eine Lebererkrankung beim Hund behandelt?
Die Behandlung richtet sich immer danach, welche Ursache hinter den Beschwerden steckt. Meist wird zunächst die Grunderkrankung behandelt, zum Beispiel wenn eine Entzündung oder Infektion die Leber belastet.
Oft besteht die Behandlung aus mehreren Bausteinen.
Dazu können Medikamente, eine angepasste Ernährung und – je nach Situation – weitere unterstützende Maßnahmen gehören. Ziel ist es, die Leber möglichst zu entlasten, Beschwerden zu lindern und den Hund insgesamt zu stabilisieren.
Ein wichtiger Teil der Behandlung ist häufig auch die Fütterung.
Viele Hunde mit Leberproblemen profitieren von einer Ernährung, die leicht verdaulich ist und zu ihrem aktuellen Gesundheitszustand passt. Welche Anpassungen sinnvoll sind, sollte immer individuell mit der Tierarztpraxis besprochen werden.
Auch Ruhe und ein möglichst stressarmer Alltag können die Genesung unterstützen.
Gerade bei akuten Beschwerden oder wenn der Hund insgesamt geschwächt ist, kann es hilfreich sein, Belastungen vorübergehend zu reduzieren. Wichtig sind außerdem regelmäßige tierärztliche Kontrollen. Sie helfen dabei, den Verlauf zu beobachten und die Behandlung bei Bedarf anzupassen.
Leberprobleme beim Hund aus ganzheitlicher Sichtweise
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Leber nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel mit anderen Organen. Besonders wichtig sind dabei Darm und Nieren. Bildlich gesprochen werden Leber und Niere in der TCM oft wie zwei Geschwister beschrieben, die sich gegenseitig unterstützen und ausgleichen. Deshalb spielen aus ganzheitlicher Sicht auch Verdauung und Nierenfunktion bei der Einordnung von Leberproblemen oft eine wichtige Rolle.
Blutwerte richtig einordnen
Weil Leber und Niere aus ganzheitlicher Sicht eng zusammenhängen, werden bei Leberproblemen oft auch die Nierenwerte mit untersucht. Dabei wird zum einen geprüft, ob die Nieren mitbelastet sind. Zum anderen können Nierenwerte wichtige Hinweise darauf geben, wie stark der Körper insgesamt belastet ist. Wichtig: Leberwerte zeigen nicht immer das ganze Bild. Sie können Hinweise darauf geben, dass die Leber gerade
stark beansprucht ist, schließen eine bereits bestehende Schädigung aber nicht sicher aus. Entscheidend ist deshalb immer, Laborbefunde zusammen mit Symptomen, Vorgeschichte und weiteren Untersuchungen zu betrachten.
Ernährung als zentraler Baustein
Bei Leberproblemen kann eine angepasste Fütterung dazu beitragen, Deinen Hund bedarfsgerecht zu versorgen und seinen Organismus möglichst wenig zusätzlich zu belasten. Was dabei wichtig ist, erfährst Du im Abschnitt „Was darf ein Hund bei Leberproblemen fressen?“
Ergänzende Begleitung
Je nach individuellem Befund können begleitend auch naturheilkundliche oder ganzheitliche Maßnahmen besprochen werden, zum Beispiel die Gabe spezieller Ergänzungsfuttermittel. Solche Ansätze ersetzen jedoch keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung, sondern werden als begleitender Teil eines größeren Gesamtkonzepts verstanden.
Was das für Dich bedeutet
Aus ganzheitlicher Sicht kann es bei Leberproblemen sinnvoll sein, nicht nur die Leberwerte, sondern Deinen Hund als Ganzes genauer anzuschauen: Verdauung, Nierenfunktion, Fütterung, Stoffwechsel und mögliche Auffälligkeiten im Alltag. So lässt sich oft besser einordnen, welche Belastungen zusammenkommen und wo eine begleitende Unterstützung ansetzen kann.
Was darf ein Hund bei Leberproblemen fressen?
Wenn Dein Hund Leberprobleme hat, kann eine angepasste Ernährung eine wichtige unterstützende Rolle spielen. Sie ersetzt zwar keine tierärztliche Behandlung, kann aber dazu beitragen, Deinen Liebling bedarfsgerecht zu versorgen und den Organismus möglichst wenig zusätzlich zu belasten.
Darauf kommt es besonders an:
- Eiweißqualität statt Eiweißmenge: Hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß (z. B. Pute, Ente, Huhn, Ei) in bedarfsgerechten Mengen. Eine zu starke Eiweißreduktion kann zu Muskelabbau führen.
- Leicht verdauliche Kohlenhydrate: Reis oder Kartoffeln können eine gut verträgliche Energiequelle sein.
- Moderate Fettmengen: Nicht extrem fettarm, aber auch nicht zu fettreich füttern. Besonders mittelkettige Fettsäuren (z. B. aus Kokosöl oder MCT-Öl) können leichter verstoffwechselt werden.
- Kupferarme Fütterung: Bei bestimmten Lebererkrankungen kann es sinnvoll sein, den Kupfergehalt zu reduzieren. Vorsicht bei Innereien (besonders Leber) und Mineralstoffzusätzen.
- Unterstützende Mikronährstoffe: Antioxidantien (z. B. Vitamin E), B-Vitamine oder pflanzliche Stoffe wie Mariendistel, Artischocke oder Löwenzahn können nach tierärztlicher Rücksprache die Leberfunktion begleiten.
- Gesundes Körpergewicht: Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Leber zusätzlich belasten kann.
- Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme: Frisches Wasser sollte immer zur Verfügung stehen.
Häufige Fehler bei der Fütterung: Zu viel am Eiweiß zu sparen, Fett pauschal zu vermeiden oder ohne tierärztliche Rücksprache verschiedene Zusätze zu füttern, sollte bei Leberproblemen vermieden werden.
Für manche Hunde mit Leberproblemen kommen auch speziell angepasste Diäten infrage. Wenn Du unsicher bist, welches Futter für Deinen Hund passend ist, kann eine Ernährungsberatung in der Tierarztpraxis oder bei DGT MEDICAL hilfreich sein.
Kann sich die Leber beim Hund regenerieren?
Die Leber gehört zu den wenigen Organen, die sich selbst erneuern können. Wenn Leberprobleme früh erkannt und behandelt werden, können sich die Werte oft wieder verbessern und auch die Leberfunktion kann sich teilweise oder sogar weitgehend erholen. Wie gut das gelingt, hängt vor allem davon ab, wie stark die Leber bereits belastet ist und ob die Ursache rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Je früher gehandelt wird, desto besser stehen die Chancen auf eine deutliche Besserung.
Wie kann ich meinen Hund vor Leberproblemen schützen?
Einen vollständigen Schutz gibt es leider nicht. Manche Lebererkrankungen entstehen durch angeborene Faktoren oder andere Einflüsse, die sich nicht immer vermeiden lassen. Du kannst aber einiges tun, um die Leber Deines Hundes möglichst wenig zu belasten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Dazu gehört:
- Ausgewogene Ernährung: Ein Futter, das gut vertragen wird und Deinen Hund bedarfsgerecht versorgt, ist eine wichtige Grundlage für die allgemeine Gesundheit.
- Gesundes Körpergewicht: Übergewicht kann zu einer Leberverfettung führen. Gönn Deinem Hund eine bedarfsgerechte Ernährung und ausreichend Bewegung.
- Vorsichtiger Umgang mit Medikamenten: Medikamente sollten möglichst nur nach tierärztlicher Rücksprache gegeben werden. Das gilt auch für Präparate aus der Hausapotheke, denn manche Wirkstoffe können die Leber belasten.
- Giftstoffe vermeiden: Bestimmte Pflanzen, Chemikalien, verdorbene Lebensmittel oder ungeeignete Medikamente können der Leber schaden. Bewahre solche Stoffe für Deinen Hund unzugänglich auf.
- Regelmäßige Gesundheitschecks: Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Auffälligkeiten früh zu erkennen. Das ist besonders wichtig, weil Leberproblemelange unauffällig bleiben können.
- Impfschutz & Parasitenprophylaxe: Regelmäßige Impfungen können vor bestimmten Infektionskrankheiten wie der ansteckenden Leberentzündung schützen. Auch eine konsequente Parasitenkontrolle kann Infektionen vorbeugen, die die Leber belasten können. Besprich mit Deiner Tierarztpraxis, welche Maßnahmen für Deinen Hund sinnvoll sind.
Tipp: Mit dem kostenlosen Impf- und Vorsorge-Check kannst Du in drei Minuten herausfinden, wie gut Dein Hund gesundheitlich abgesichert ist.
Wir stehen Dir zur Seite für die Gesundheit Deines Hundes.
Wenn Dein Hund gesundheitliche Probleme hat, möchtest Du alles dafür tun, damit er sich bald wieder besser fühlt. Das Team von DGT MEDICAL berät Dich gerne zu Futter- und Ergänzungsfuttermitteln und steht Dir auch für eine Zweitmeinung oder ein Gespräch mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin zur Verfügung.
Produktempfehlungen
Ergänzend zur tierärztlichen Behandlung können Hunde bei Leberproblemen ernährungsphysiologisch begleitet werden – zum Beispiel durch Futter- und Ergänzungsfuttermittel, die wichtige Nährstoffe für Leber und Stoffwechsel liefern, die Verdauung berücksichtigen und den Körper im Rahmen der Fütterung möglichst wenig belasten.
1.) LEBER SUPPORT
ist ein Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsphysiologischen Unterstützung
der Leberfunktion.
- Enthält Cholin und L-Methionin als Nährstoffe, die im Rahmen des Leberstoffwechsels eine Rolle spielen.
- Mit pflanzlichen Bestandteilen wie Mariendistel, Brennnessel, Birkenblättern und Löwenzahn, die traditionell zur Begleitung der Leberfunktion eingesetzt werden.
- Fructooligosaccharide liefern präbiotische Ballaststoffe als Bestandteil einer ausgewogenen Verdauungsfunktion.
- Die flüssige Form ermöglicht eine einfache und flexible Gabe über das tägliche Futter
2.) HEPATO TAB DOG
ist ein Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsphysiologischen Unterstützung
der Leberfunktion.
- Enthält Cholin, das zu einem normalen Fettstoffwechsel beiträgt.
- Vitamin E und Zink tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Pflanzliche Bestandteile wie Artischocke, Mariendistel und Goldrute werden traditionell zur Begleitung der Leberfunktion eingesetzt.
- Geeignet für Hunde mit erhöhtem Bedarf an ausgewählten Nährstoffen zur Unterstützung
der Leberfunktion.
3.) ALPHA LIPON PLEX
ist ein Ergänzungsfuttermittel zur ernährungsphysiologischen Unterstützung
der Fettstoffwechselfunktion.
- Alpha-Liponsäure und Vitamin B6 ergänzen die tägliche Nährstoffversorgung im Zusammenhang mit dem Energie-, Fett- und Leberstoffwechsel.
- Vitamin B6 trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel sowie zu einem normalen Protein- und Glykogenstoffwechsel bei.
- Vitamin C trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
- Sibirischer Ginseng, Kamille, Bockshornklee und Thymian ergänzen die Rezeptur mit pflanzlichen Bestandteilen.
4.) INTESTO
ist ein Diät-Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde mit empfindlichem Magen-
Darm-Trakt. Für kleine Hunde auch als INTESTO MINI
erhältlich.
- Schmackhafte Schonkost mit Entenfleisch als leicht verdauliche Proteinquelle. Mit Banane als Pektin-Quelle, die eine magenfreundliche Ernährung unterstützen kann.
- Flohsamenschalen, Möhrentrester und Chicorée-Inulin liefern Ballaststoffe, die zur normalen Verdauungsfunktion beitragen können.
- Die fettarme und gut verdauliche Rezeptur ist darauf abgestimmt, den Stoffwechsel im Rahmen der Fütterung möglichst wenig zu belasten.
- Auch als Spezialnassfutter DOGLICIOUS INTESTO HUHN oder DOGLICIOUS INTESTO TRUTHAHN erhältlich.
5.) GLUCO ist ein Diät-Alleinfuttermittel für Hunde zur Regulierung der Glucoseversorgung.
- Kohlenhydratreduzierte Rezeptur mit ausgewählten Zutaten wie Buchweizen, Chiasamen und MCT-Öl als Bestandteil einer bedarfsgerechten Fütterung.
- Der hohe Rohfaseranteil und der niedrige Anteil an Mono- und Disacchariden sind auf eine gleichmäßige Energiebereitstellung und eine möglichst geringe Belastung des Stoffwechsels im Rahmen der Fütterung abgestimmt.
- Hochwertiges Puten- und Truthahnfleisch liefert leicht verdauliche Proteine.
- Hanföl ergänzt die Rezeptur mit wertvollen Fettsäuren wie Linolsäure, Alpha-Linolensäure und Gamma-Linolensäure.
- Auch für kleine Hunde erhältlich als GLUCO MINI .
Häufige Fragen zu Leberproblemen beim Hund
Die meisten Leberprobleme sind weder für Menschen noch für andere Hunde ansteckend. Dazu gehören Stoffwechselstörungen, Vergiftungen, Fettleber oder angeborene Veränderungen. Es gibt aber Ausnahmen: Die ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis) wird durch das Canine Adenovirus 1 ausgelöst und kann von Hund zu Hund übertragen werden. Eine weitere infektiöse Erkrankung ist die Leptospirose – eine bakterielle Infektion, die Leber und Nieren schädigen kann. Sie ist ansteckend für andere Hunde und kann unter bestimmten Bedingungen auch auf Menschen übertragen werden (meist über kontaminiertes Wasser oder den Urin infizierter Tiere). Gegen beide Erkrankungen gibt es wirksame Schutzimpfungen. Wenn der Verdacht auf eine infektiöse Erkrankung besteht, erklärt Dir die Tierarztpraxis, welche Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll sind.
Das hängt vor allem davon ab, welche Lebererkrankung vorliegt, wie früh sie erkannt wird und wie gut der Hund auf die Behandlung anspricht. Wichtig: Leberprobleme bedeuten nicht automatisch, dass die Lebenserwartung stark verkürzt ist. Gerade wenn die Ursache früh erkannt wird, sind die Behandlungsmöglichkeiten oft besser. In manchen Fällen kann sich die Leberfunktion sogar wieder deutlich verbessern. Wie gut die Chancen im Einzelfall stehen, kann die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt einschätzen.
Wenn Dein Hund Leberprobleme hat, kann es sinnvoll sein, auf eine gut verträgliche Fütterung, ein gesundes Körpergewicht, einen stressarmen Alltag und regelmäßige Kontrolltermine zu achten. Wie genau sich die Leber beim Hund unterstützen lässt, hängt aber immer von der Ursache und vom Gesundheitszustand ab und sollte mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden.
Über Tierarzt Dávid Zárecký
Ich bin Tierarzt mit einem ganzheitlichen, nachhaltigen und vorsorgeorientierten Ansatz. Mein beruflicher Weg begann in der Slowak
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