Powerbündel statt Hungerhaken: So kannst Du Deinen Hund beim Eiweißverlustsyndrom unterstützen.
Wie bei uns Menschen muss der Körpers Deines Hundes ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, um gesund und vital zu bleiben. Ist Dein Liebling vom Eiweißverlustsyndrom betroffen, können lebenswichtige Nährstoffe oft nicht richtig aufgenommen werden und gehen über den Darm verloren. Hier erfährst Du, woran man das Eiweißverlustsyndrom erkennt und wie Du Deinen Hund auf dem Weg zurück in ein vitales Leben unterstützen kannst.
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Beim Eiweißverlustsyndrom (PLS/PLE) können bestimmte Proteine vom Körper nicht mehr ausreichend verwertet werden. Mögliche Anzeichen sind Gewichtsverlust, chronischer Durchfall oder auch Probleme mit dem Lymphsystem.
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Aus ganzheitlicher Sicht können eine geschädigte Darmwand und eine aus dem Gleichgewicht geratene Darmflora zu diesem Zustand beitragen.
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In vielen Fällen ist es daher sinnvoll, das Magen-Darm-System gezielt zu stärken und die Darmflora nachhaltig zu unterstützen – zum Beispiel im Rahmen einer individuell abgestimmten Fütterungsstrategie.
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Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Hund unter einem Eiweißverlustsyndrom (PLS/PLE) leidet, empfehlen wir Dir, einen Darmcheck sowie eine Vitalblutanalyse bei einem Tierarzt oder über DGT MEDICAL durchführen zu lassen. Diese Untersuchungen können wertvolle Hinweise auf den Zustand des Verdauungstrakts und des Stoffwechselsystems liefern.
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Zur begleitenden Unterstützung stehen Dir bewährte Ergänzungsfuttermittel aus unserem Sortiment zur Verfügung. In diesem Ratgeber stellen wir Dir Fütterungsstrategien vor, die gezielt darauf abgestimmt sind, das Magen-Darm-System Deines Hundes zu entlasten.
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Auch das Umfeld spielt eine Rolle: Körperlicher und emotionaler Stress wirkt sich bei Hunden mit geschwächtem Verdauungssystem besonders belastend aus. Achte daher auf ruhige Futterplätze, feste Routinen und ein sicheres Umfeld, um das Wohlbefinden Deines Hundes ganzheitlich zu fördern.
Dein Hund frisst ganz normal oder sogar mehr als üblich – und scheint trotzdem immer mehr an Gewicht zu verlieren? Oder leidet er schon länger an Durchfall und wirkt irgendwie ausgemergelt? Schon verständlich, dass Du Dir Gedanken machst ... und das ist auch gut so: Diese Symptome können ein Hinweis auf das Eiweißverlustsyndrom sein. Hier erfährst Du, was es mit dieser Erkrankung auf sich hat und wie Du Deinen Hund dabei unterstützen kannst, sein Normalgewicht und seine Vitalität zurückzugewinnen ...
Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen beim Eiweißverlustsyndrom. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deines Hundes ist ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich!
Eiweißverlustsyndrom – was ist das überhaupt?
Beim Eiweißverlustsyndrom – auch Protein Loosing Enteropathie (PLE) genannt – werden Eiweiße (Proteine) nicht vom Körper aufgenommen, sondern über den Darm ausgeschieden und gehen somit verloren. Wenn der Darm Nährstoffe ausstößt, anstatt diese aufzunehmen, kann das für die Gesundheit Deines Hundes verheerende Folgen haben.
Das wichtigste Eiweiß, das dabei verloren geht, heißt Albumin.
Albumin wird normalerweise in der Leber gebildet. Zu seinen Aufgaben gehört es, biochemische Substanzen im Blutkreislauf zu transportieren und das Wasser im Blutkreislauf zu halten. Erfüllt es diese Aufgabe nicht, dann gelangt Wasser in das umliegende Gewebe (Ödem) oder in den Brust- und Bauchbereich.
Beim Eiweißverlustsyndrom versucht der Körper, den Albumin-Spiegel aufrechtzuerhalten, indem er andere Proteinquellen wie etwa die Muskeln anzapft. Das gelingt ihm auch für eine Weile, aber währenddessen baut er immer mehr Muskelmasse ab.
Neben dem Albumin gehen beim Eiweißverlustsyndrom auch andere Proteine über den Darm verloren: Dabei werden Antikörper, Proteine zur Blutbindung und Enzyme ungenutzt ausgeschieden. Das Immunsystem wird unfähig, Antikörper zu produzieren – mit verheerenden Folgen für den Stoffwechsel.
Was sind typische Symptome des Eiweißverlustsyndroms?
Unseren Beobachtungen zufolge leiden Hunde mit Eiweißverlustsyndrom unter anderem an Gewichtsverlust, chronischem Durchfall, Erbrechen, erweiterten Lymphgefäßen und im fortgeschrittenen Stadium auch an Wasseransammlungen im Bauchbereich.
Wie kann es zum Eiweißverlustsyndrom beim Hund kommen?
Das Eiweißverlustsyndrom kann viele verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören:
- Chronische Entzündungen
- Geschwüre (Ulzerationen)
- Tumore
- Störungen im Blut- oder Lymphfluss (Lymphangiektasien)
- Inflammatory Bowel Desease (IBD)
- Histoplasmose
- Erkrankungen, die Darmblutungen verursachen (z. B. Parvovirus, Parasiten, Krebs)
Bei bestimmten Hunderassen tritt das Eiweißverlustsyndrom besonders häufig auf, wie beim Norwegischen Lundehund, Soft Coated Wheaten Terrier, Shar Pei, Malteser, Basenji oder Yorkshire Terrier.
Eiweißverlustsyndrom beim Hund: Wichtige Grundlagen aus tierärztlicher Erfahrung
Unsere tierärztliche Erfahrung zeigt: Die Voraussetzungen für das sogenannte Eiweißverlustsyndrom (PLGE) entstehen häufig bereits im Junghundealter.
Mögliche Auslöser:
- Fehlerhafte Ernährung mit zu wenig Rohfasern oder ungeeigneten Proteinen
- Chemische Wurmkuren ohne vorherige Diagnose, die das empfindliche Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen können
- Chloriertes Trinkwasser oder mikrobiologisch belastetes Fleisch
- Antibiotika und andere Medikamente, die die natürliche Darmflora beeinträchtigen
- Diese Faktoren können die Abwehrfunktion von Magen und Darmschleimhaut schwächen und die Ansiedlung krankmachender Keime begünstigen.
Mögliche Folgen:
- Unvollständige Proteinverdauung: Halb verdaute Eiweiße können im Darm zu gären und zu faulen beginnen.
- Dabei entstehen toxische Gase, Säuren und Stoffwechselprodukte, die die Darmschleimhaut belasten.
In vielen Fällen führt dies zu einer durchlässigen Darmwand („Leaky-Gut-Syndrom“)
Ist die Darmbarriere geschwächt, können Schadstoffe wie Gifte oder bakterielle Abbauprodukte in die Blut- und Lymphbahnen gelangen. Dies kann die Gefäße in Darmschleimhaut, Milz, Bauchspeicheldrüse, Haut, Pfoten und Schleimhäuten zusätzlich belasten.
Mögliche Auswirkungen:
- Gewichtsverlust trotz normalem oder gesteigertem Appetit
- Chronische Entzündungen der Darmschleimhaut, die zu einer verminderten Nährstoffaufnahme führen können
- Überlastung des Immunsystems, das auf die Fremdstoffe reagiert, aber in seiner Funktion gestört wird
- Verklumpung roter Blutkörperchen und Ablagerung im Gewebe, was die Durchblutung zusätzlich beeinträchtigen kann
Wie lässt sich feststellen, ob mein Hund am Eiweißverlustsyndrom leidet?
Um sicherzugehen, dass Dein Hund vom Eiweißverlustsyndrom betroffen ist, müssen zuerst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dies kann der Tierarzt durch verschiedene Untersuchungsverfahren (z. B. Ultraschall, Kontrastmittel-Röntgen, große Blutanalyse, Urinanalyse, Allergie-Test) herausfinden.
Durch einen aussagekräftigen Darmcheck und eine Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop kann der Tierarzt meist den genauen Hintergrund der Symptome untersuchen und ein individuelles Behandlungskonzept für Deinen Hund erstellen.
Tipp: In unserem Online-Shop erhältst du komplette Test-Sets für einen Darmcheck und eine DGT MEDICAL Vitalblutanalyse . Nachdem Du die Kotprobe an unser Speziallabor bzw. die Blutprobe an die 5-E™ Tierarztpraxis geschickt hast, werden diese genau analysiert. Auf Basis der Analyse erstellt unser Fachteam ein Therapie- und Ernährungskonzept, das auf die Bedürfnisse Deines Hundes zugeschnitten ist.
Wie kann man das Eiweißverlustsyndrom beim Hund behandeln?
Um Deinem Hund langfristig helfen zu können, ist es wichtig, zunächst die eigentliche Ursache des Eiweißverlustsyndroms zu behandeln – in vielen Fällen handelt es sich dabei um ein bakterielles Ungleichgewicht in der Darmflora. Unterstützend dazu sollte Dein Hund eine spezielle Futterdiät erhalten. Im Idealfall wird der Tierarzt außerdem untersuchen, ob Dein Hund vom „Leaky gut“-Syndrom oder von einer durchlässigen Magenwand betroffen ist und gegebenenfalls unterstützende Therapieverfahren empfehlen.
Vier langjährig bewährte Strategien zur Unterstützung der Darmflora
Darmkur zur Stabilisierung der Verdauung
Die Darmkur
von „Das Gesunde Tier“ zur Unterstützung der Darmfunktion.
Kurze Fastenphase zur Entlastung
Lass Deinen Hund für einen Tag fasten. Füttere anschließend für etwa fünf Tage morgens eine reduzierte Futtermenge. So kann sich das Verdauungssystem entlasten und neu ordnen. Wenn Dein Hund sich stabilisiert hat, kannst Du die Futtermenge schrittweise anpassen.
Langfristige Unterstützung durch Ergänzungsfuttermittel
Mische über einen Zeitraum von mindestens 6 bis 8 Wochen gezielt Ergänzungsfuttermittel ins Futter, die den Stoffwechsel begleiten und die Darmflora in Balance bringen können:
- OPC Pulver , das antioxidativ wirkt und die Zellen vor oxidativem Stress schützt
- Zeo Dyn , das durch seine mineralische Struktur überschüssige Stoffwechselrückstände im Darm binden kann
Du machst Dir Sorgen, dass Dein Hund noch dünner wird?
Um das Wohlbefinden Deines Hundes zu fördern, empfehlen wir, zunächst das Verdauungssystem zu stabilisieren. So haben Darmzellen, Schutzmechanismen und Mikroorganismen die Chance, sich zu regenerieren – und Dein Hund kann wieder mehr Energie und Substanz aufbauen.
Welche Ernährung kann meinem Hund beim Eiweißverlustsyndrom helfen?
Wenn Dein Hund einen erhöhten Bedarf an Proteinen hat, empfehlen wir eine leicht verdauliche Ernährung mit hochwertigen Eiweißquellen und reduziertem Fettgehalt. So wird der Stoffwechsel entlastet und der Organismus gezielt unterstützt.
- Für den Einstieg eignen sich extrudierte Trockenfuttersorten wie INTESTO oder SKIN , da sie hochverdauliches Protein enthalten und einen niedrigen Fettanteil aufweisen. Sobald es Deinem Hund besser geht, kannst Du schrittweise auf kaltgepresstes Trockenfutter umstellen.
- Achte auf eine fettarme Fütterung, da bei beeinträchtigtem Lymphfluss eine reduzierte Fettaufnahme zu einer spürbaren Verbesserung beitragen kann.
- Verzichte bei der Fütterung auf Zusätze und fettige Kauartikel. Wähle stattdessen Produkte mit hohem Proteingehalt und möglichst geringem Fettanteil.
- Da fettlösliche Vitamine und Mineralstoffe bei einem gestörten Lymphfluss schlechter aufgenommen werden, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein – z. B. mit Dyn Vital von „Das Gesunde Tier“.
- Zur Unterstützung der Verdauung empfehlen wir Chronic Dog , ein Ergänzungsfuttermittel, das Enzyme zur besseren Aufschlüsselung von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen enthält und sich bei chronischen Darmerkrankungen bewährt hat.
Wenn Du wissen möchtest, welches Futter zu den individuellen Bedürfnissen Deines Hundes passt, helfen Dir die Ernährungsberater von „Das Gesunde Tier" gerne weiter.
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Über Tierarzt Thomas Backhaus
Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete e