Powerbündel statt Hungerhaken: Das hilft deinem Hund beim Eiweißverlustsyndrom.

Powerbündel statt Hungerhaken: Das hilft deinem Hund beim Eiweißverlustsyndrom.

Wie bei uns Menschen muss der Körpers deines Hundes ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, um gesund und vital zu bleiben. Ist dein Liebling vom Eiweißverlustsyndrom betroffen, können lebenswichtige Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden und gehen über den Darm verloren. Doch keine Sorge: Hier erfährst du, wie man das Eiweißverlustsyndrom sicher erkennt und effektiv dagegen vorgeht, damit dein Hund bald wieder fit und gesund ist.


Das Wichtigste im Überblick

  • Beim Eiweißverlustsyndrom können wichtige Proteine vom Körper nicht aufgenommen werden.
  • Typische Symptome sind Gewichtsverlust, chronischer Durchfall und Störungen im Lymphsystem.
  • Schäden an der Darmwand und Darmflora sind oft Ursachen für das Eiweißverlustsyndrom.
  • Für eine effektive Behandlung ist es zunächst wichtig, die Darmflora des Hundes zu sanieren.
  • Durch eine darmgesunde Therapie und Diät kann sich das Verdauungssystem langfristig erholen.
 

Dein Hund frisst ganz normal oder sogar mehr als üblich – und scheint trotzdem immer mehr an Gewicht zu verlieren? Oder leidet er schon länger an Durchfall und wirkt irgendwie ausgemergelt? Schon verständlich, dass du dir Gedanken machst... und das ist auch gut so: Diese Symptome können ein Hinweis auf das Eiweißverlustsyndrom sein. Hier erfährst du, was es mit dieser Erkrankung auf sich hat und wie du deinem Hund dabei helfen kannst, sein Normalgewicht und seine Vitalität zurückzugewinnen...

 

 

Dein Hund wirkt ausgemergelt? Gewichtsverlust kann ein Hinweis auf das Eiweißverlustsyndrom sein.


Eiweißverlustsyndrom – was ist das überhaupt?

Beim Eiweißverlustsyndrom – auch Protein Loosing Enteropathie (PLE) genannt – werden Eiweiße (Proteine) nicht vom Körper aufgenommen, sondern über den Darm ausgeschieden und gehen somit verloren. Wenn der Darm Nährstoffe ausstößt, anstatt diese aufzunehmen, hat das für die Gesundheit deines Hundes verheerende Folgen.

 

Das wichtigste Eiweiß, das dabei verloren geht, heißt Albumin.

Albumin wird normalerweise in der Leber gebildet. Zu seinen Aufgaben gehört es, biochemische Substanzen im Blutkreislauf zu transportieren und das Wasser im Blutkreislauf zu halten. Erfüllt es diese Aufgabe nicht, dann gelangt Wasser in das umliegende Gewebe (Ödem) oder in den Brust- und Bauchbereich.

Beim Eiweißverlustsyndrom versucht der Körper, den Albumin-Spiegel aufrechtzuerhalten, indem er andere Proteinquellen wie etwa die Muskeln anzapft. Das gelingt ihm auch für eine Weile, aber währenddessen baut er immer mehr Muskelmasse ab.

Neben dem Albumin gehen beim Eiweißverlustsyndrom auch andere Proteine über den Darm verloren: Dabei werden Antikörper, Proteine zur Blutbindung und Enzyme ungenutzt ausgeschieden. Das Immunsystem wird unfähig, Antikörper zu produzieren – mit verheerenden Folgen für den Stoffwechsel.


Durch welche Symptome macht sich das Eiweißverlustsyndrom bemerkbar?

Hunde mit Eiweißverlustsyndrom leiden unter anderem an Gewichtsverlust, chronischem Durchfall, Erbrechen, erweiterten Lymphgefäßen und im fortgeschrittenen Stadium auch an Wasseransammlungen im Bauchbereich.

 

 

Kann der Hundekörper kein Albumin über die Nahrung aufnehmen, holt er sich dieses lebenswichtige Protein unter anderem aus den Muskeln.


Wie kommt es zum Eiweißverlustsyndrom beim Hund?

Das Eiweißverlustsyndrom kann viele verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören:

  • Chronische Entzündungen
  • Geschwüre (Ulzerationen)
  • Tumore
  • Störungen im Blut- oder Lymphfluss (Lymphangiektasien)
  • Inflammatory Bowel Desease (IBD)
  • Histoplasmose
  • Erkrankungen, die Darmblutungen verursachen (z. B. Parvovirus, Parasiten, Krebs)

Bei bestimmten Hunderassen tritt das Eiweißverlustsyndrom besonders häufig auf, wie beim Norwegischen Lundehund, Soft Coated Wheaten Terrier, Shar Pei, Malteser, Basenji oder Yorkshire Terrier.

 

Unsere tierärztliche Erfahrung zeigt: Oft werden schon beim Junghund Voraussetzungen für das Eiweißverlustsyndrom geschaffen.

Eine fehlerhafte Ernährung, chemische Wurmpillen (ohne Diagnose verabreicht), aber auch chloriertes Trinkwasser oder bakteriell belastetes Fleisch beschädigen die Abwehrfunktion des Magens sowie seiner Schleimhaut und Mikroorganismen. Darüber hinaus können Medikamente wie Antibiotika die Darmflora des Hundes schädigen.

 

Die Folge dieser Schädigungen ist eine mangelhafte Proteinverdauung.

Das Darmsystem des Hundes kann halb verdaute Eiweiße nicht ordnungsgemäß verarbeiten; diese beginnen zu faulen und zu gären. Dabei entstehen Gifte, Gase und Restprodukte, welche die Darmschleimhäute beschädigen. Dies wiederum sorgt für eine durchlässige Darmwand – auch bekannt als „Leaky gut“-Syndrom.

Ist die Darmwand erst einmal durchlässig, können schädliche Substanzen wie Gifte, Gase, Säuren oder Radikale aus dem Darm in die Blut- und Lymphbahnen eindringen – mit unangenehmen Folgen für den Hund: Die eingedrungenen Substanzen verstopfen die Blutgefäße der Darmschleimhaut, Milz und Bauchspeicheldrüse – aber auch der Füße, Haut und Schleimhäute.

Die chronische Entzündung der Darmschleimhaut führt einerseits zu einer mangelhaften Nahrungsverwertung (der Hund frisst mehr und wird trotzdem immer dünner), andererseits zu Irritationen des Immunsystems. Die Immunzellen versuchen zwar, die Schäden zu beseitigen, bleiben aber vielfach durch Erstarrung hängen und lagern zusätzlich verklumpte rote Blutkörperchen ab.

 

 

Fehlernährung oder Medikamente können das Verdauungssystem junger Hunde schädigen und so eine Voraussetzung für das Eiweißverlustsyndrom schaffen.


Wie lässt sich feststellen, ob mein Hund am Eiweißverlustsyndrom leidet?

Um sicherzugehen, dass dein Hund vom Eiweißverlustsyndrom betroffen ist, müssen zuerst andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dies kann der Tierarzt durch verschiedene Untersuchungsverfahren (z. B. Ultraschall, Kontrastmittel-Röntgen, große Blutanalyse, Urinanalyse, Allergie-Test) herausfinden.

Durch einen aussagekräftigen Darmcheck und eine Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop kann der Tierarzt am besten den Hintergrund der Symptome erkennen und ein individuelles Behandlungskonzept für deinen Hund erstellen.

 

Tipp: In unserem Online-Shop erhältst du komplette Test-Sets für einen Darmcheck und eine Vitalblutanalyse. Nachdem du die entnommenen Proben an unsere Tierarztpraxis Thomas Backhaus geschickt hast, werden diese genau analysiert. Auf Basis der Analyse erstellt dir Tierarzt Thomas Backhaus einen Therapie- und Ernährungsplan, der genau auf die Bedürfnisse deines Hundes zugeschnitten ist.

 

 

Unter dem Dunkelfeldmikroskop lässt sich erkennen, dass (giftige) Gase durch eine durchlässige Darmwand ins Blut gelangt sind.


Wie wird das Eiweißverlustsyndrom beim Hund behandelt?

Um deinem Hund langfristig zu helfen, ist es wichtig, zunächst die eigentliche Ursache des Eiweißverlustsyndroms zu behandeln – in den meisten Fällen ist das ein bakterielles Ungleichgewicht in der Darmflora. Unterstützend dazu erhält dein Hund eine spezielle Futterdiät. Im Idealfall wird der Tierarzt außerdem untersuchen, ob dein Hund vom „Leaky gut“-Syndrom oder von einer durchlässigen Magenwand betroffen ist und gegebenenfalls unterstützende Therapieverfahren empfehlen.

 

Vier langjährig bewährte Maßnahmen zur Sanierung der Darmflora

  • Um die Darmflora deines Hundes zu sanieren und ein gesundes Gleichgewicht der Bakterien wiederherzustellen, empfehlen wir eine Darmkur von Das Gesunde Tier. Diese enthält darm-dyn als Entgiftungshilfe, Lachs-Hanf-Öl als Energielieferant und Kräuterhefe für die Versorgung mit B-Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
  • Zusätzlich kannst du deinem Hund Kräuterhefe-Granulat mit hochwertigen Akazienfasern geben. Es unterstützt den Wiederaufbau einer gesunden Darmflora und hilft die Darmwand abzudichten.
  • Lass deinen Hund für mindestens einen Tag fasten. Danach fünf Tage lang nur wenig und einmal täglich (morgens) füttern. Wenn es deinem Hund besser geht, kannst du die Futtermenge langsam steigern.
  • Mische deinem Hund über einen Zeitraum von mindestens 6 bis 8 Wochen spezielle Vitalstoffe unter das Futter, die den Darm reinigen und die Darmflora harmonisieren. Hierfür empfehlen wir dir OpeCe Taletten zur Blutreinigung sowie zeo-dyn, um die in den Körper abgegebenen Gifte zu binden.
 

Du machst dir Sorgen, dass dein Hund noch dünner wird?

Damit es deinem Liebling bald besser geht, ist es wichtig, dass sein Verdauungssystem zuerst saniert und wiederaufgebaut wird. Erst dann können sich die Schutzsysteme, Darmzellen und Mikroorganismen erholen – und dein Hund alles an Energie und Gewicht aufholen.

 

 

Uns geht’s bestens! Erst wenn sich das Verdauungssystem deines Hundes erholt hat, kann er Gewicht aufbauen und neue Energie gewinnen.

 

Welche Ernährung hilft meinem Hund beim Eiweißverlustsyndrom?

  • Aufgrund des erhöhten Proteinbedarfs benötigt dein Hund ein Futter mit hochwertigen, hochverdaulichen Eiweißkomponenten und einem erhöhten Proteingehalt. Zu Beginn eignet sich dafür extrudiertes Trockenfutter wie PRO GREEN oder PROTEINO von Das Gesunde Tier. Wenn es deinem Hund besser geht, kannst du seine Ernährung schrittweise auf kaltgepresstes Trockenfutter umstellen.
  • Weil der Lymphfluss deines Hundes möglicherweise beeinträchtigt ist, sollte die Fettaufnahme auf das notwendige Minimum beschränkt werden. Fettarmes Futter führt bei betroffenen Hunden meist zu einer deutlichen Gesundheitsverbesserung. Wichtig ist, dass du die tägliche Futterration ohne Zusätze fütterst und bei Kauartikeln darauf achtest, dass diese möglichst fettfrei sind und einen hohen Proteinanteil haben.
  • Weil fettlösliche Vitamine und Mineralstoffe nicht aufgenommen werden können und in hohen Mengen verloren gehen, ist es wichtig, deinem Hund eine erhöhte Dosis davon zuzuführen. Dafür empfehlen wir dir dyn-vital oder Vital Komplett DOG von Das Gesunde Tier.

Mit darmgesundem Futter schützt du deinen Hund langfristig.

Damit sich das Verdauungssystem deines Lieblings langfristig erholen kann, ist es wichtig, seinen Dickdarm zu aktivieren. Denn dort sitzen die meisten Darmbakterien, von dort kommen die besten „Trainer“ für das Immunsystem – und dort werden Enzyme zum Abbau der Blutverklebungen gebildet. Zur Stärkung des Dickdarmsystems bietet dir Das Gesunde Tier eine Reihe wirkungsvoller Futterprodukte.

Wenn du wissen möchtest, welches Futter am besten zu den individuellen Bedürfnissen deines Hundes passt, helfen dir die Ernährungsberater von Das Gesunde Tier gerne weiter.

 

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