Herkunft des Retromops
- Der Retromops ist keine eigenständig anerkannte Hunderasse, sondern eine gezielte Zuchtform, die vom klassischen Mops abstammt.
- Sein Ursprung liegt in modernen Zuchtprogrammen, die Anfang der 2000er-Jahre vor allem in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien entstanden sind.
- Ziel dieser Zuchtprogramme ist ein Hund, der dem ursprünglichen Mops ähnlicher sieht: mit längerer Schnauze, besserer Atmung, weniger extremen Falten und einem funktionalen, sportlicheren Körperbau.
- Dafür wurden je nach Zuchtlinie kontrolliert andere Rassen wie Parson Russell Terrier, Pinscher oder Beagle eingekreuzt, um die Genvielfalt zu erhöhen und die Anatomie zu verbessern.
- Anders als der Mops unterliegt der Retromops keinem einheitlichen internationalen Rassestandard, da er nicht von der FCI anerkannt ist. Stattdessen unterscheiden sich Erscheinungsbild und Merkmale je nach Zuchtverein und Zuchtziel.
Welchen Charakter hat ein Retromops?
- Der Retromops teilt viele Charaktereigenschaften mit dem klassischen Mops: Er ist menschenbezogen, anhänglich und genießt die Nähe zu seinen Bezugspersonen. Kuscheln und gemeinsame Zeit sind ihm wichtig.
- Im Alltag zeigt sich der Retromops freundlich, aufgeweckt und verspielt. Durch seinen funktionaleren Körperbau ist er oft aktiver und bewegungsfreudiger als der klassische Mops, ohne dabei hyperaktiv zu sein. Spaziergänge, kleine Spieleinheiten und geistige Beschäftigung gehören für ihn zu einem zufriedenen Hundeleben.
- Das Temperament des Retromops ist ausgeglichen und unkompliziert. Er verträgt sich in der Regel gut mit anderen Hunden, Kindern und auch anderen Haustieren, sofern er früh sozialisiert wurde.
- Zu den Stärken des Retromops gehören seine hohe Anpassungsfähigkeit, seine Lernbereitschaft und sein freundliches Auftreten. Er lässt sich nicht leicht aus der Ruhe bringen und eignet sich gut als Familienhund.
- Gleichzeitig kann der Retromops eigensinnig sein und reagiert sensibel auf zu strenge Erziehung. Je nach Zuchtlinie und eingekreuzter Rasse kann sein Wesen etwas selbständiger und temperamentvoller sein als beim klassischen Mops. Er benötigt eine liebevolle, konsequente Erziehung mit positiver Bestärkung.
- Wer Freude an einem aktiven, verschmusten und charakterstarken Begleiter hat, findet im Retromops einen loyalen Partner.
Körpermerkmale des Retromops
- Der Retromops ist ein kompakter kleiner Hund, dessen Aussehen deutlich vielfältiger ist als beim klassischen Mops.
- Typisch ist eine längere Schnauze, die nicht extrem verkürzt ist, sowie ein insgesamt harmonischer, athletischer Körperbau mit geradem Rücken und etwas längeren, kräftigen Beinen.
- Die Stirnfalten sind meist weniger stark ausgeprägt als beim Standardmops, und auch die Augen liegen besser geschützt in den Augenhöhlen. Die Augenfarbe ist in der Regel dunkelbraun, die Ohren sind klein bis mittelgroß und häufig als Kippohren ausgeprägt.
- Das Fell ist kurz, glatt und pflegeleicht. Die typischen Fellfarben orientieren sich an den klassischen Mopsfarben wie Fawn, Apricot, Schwarz oder Silber, können aber je nach Zuchtlinie variieren. Auch gestromte oder leicht abweichende Nuancen kommen vor.
- Die Rute ist hoch angesetzt und meist geringelt, jedoch nicht immer so eng eingerollt wie beim klassischen Mops.
- Insgesamt steht beim Retromops weniger die Optik im Vordergrund, sondern ein funktionaler, beweglicher Körperbau, der die Atmung und Bewegungsfreude besser unterstützt.
Welche Ernährung braucht ein Retromops?
Wie der klassische Mops neigt auch der Retromops zu Übergewicht, weshalb eine bedarfsgerechte und hochwertige Ernährung eine wichtige Rolle spielt.
- Bezüglich der Tagesration dienen die Angaben auf dem Futtermittel als Orientierung. Alternativ kannst Du unseren Online-Futtermengenrechner nutzen.
- Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet und eher als kleine Belohnungen (z. B. zahnfreundliche Snacks oder Trainingshappen) eingesetzt werden.
- Regelmäßiges Wiegen und das Beobachten der Körperkondition (Taille tast- und sichtbar, Rippen fühlbar) helfen, das Gewicht im Blick zu behalten.
Einige Retromopse können sensibel auf Futterumstellungen oder bestimmte Zutaten reagieren. Bei wiederholten Auffälligkeiten in der Verdauung ist eine Rücksprache mit der Tierarztpraxis sinnvoll, um die Fütterung anzupassen.
- Eine abgestimmte Ernährung mit gut verträglichen Zutaten und angemessenem Ballaststoffanteil kann dazu beitragen, die normale Funktion des Magen-Darm-Trakts zu unterstützen.
- Beispiel für eine gut verträgliche Ernährung ist das extrudierte Trockenfutter GLUCO MINI mit moderatem Kohlenhydratanteil. COSMO MINI kann ebenfalls geeignet sein, insbesondere für Hunde ohne ausgeprägte Magensensibilität.
- Ergänzend können ausgewählte Ballaststoffquellen, z. B. Akazienfaser, in die tägliche Fütterung eingebunden werden.
- Nach tierärztlicher Rücksprache können Ergänzungsfuttermittel für die Verdauung als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung eingesetzt werden.
- Als Unterstützung bei der Auswahl einer passenden Ernährung steht Dir unser Online-Futterberater zur Verfügung.
Nutze jetzt unseren Futterberater und finde die passende Nahrung und empfohlene Ergänzungsfuttermittel für die Bedürfnisse Deines Hundes. Mit unserem Futtermengenrechner weißt Du ganz genau, wie viel Nahrung Deine Fellnase pro Tag braucht.
Welche Pflege und Vorsorge braucht ein Retromops?
Der Pflegeaufwand beim Retromops ist in der Regel geringer als beim klassischen Mops.
- Das kurze, glatte Fell ist pflegeleicht und sollte vor allem während des Fellwechsels regelmäßig gebürstet werden, um lose Haare und Hautschuppen zu entfernen.
- Durch die im Vergleich zum Standardmops reduzierten Gesichtsfalten ist das Risiko für Hautreizungen geringer. Trotzdem sollten Falten und die Augenpartie gelegentlich kontrolliert und bei Bedarf sanft gereinigt werden.
- Auch die Zahnpflege spielt eine wichtige Rolle: Regelmäßiges Zähneputzen, geeignete Kauartikel und tierärztliche Kontrollen helfen, Zahnprobleme vorzubeugen, da kleinere Hunde hier generell empfindlicher sind 4.
- Ohren und Krallen sollten regelmäßig überprüft und bei Bedarf gepflegt werden.
In der Gesundheitsvorsorge profitiert der Retromops von seinem funktionaleren Körperbau: Er ist meist weniger hitzeempfindlich, belastbarer und zeigt seltener Atemprobleme als stark kurznasige Mopse. Trotzdem sind regelmäßige tierärztliche Checks sinnvoll, um Augen, Gelenke, Haut und die allgemeine Gesundheit im Blick zu behalten. Darüber hinaus tragen ein stabiles Normalgewicht, altersgerechte Bewegung und eine angepasste Fütterung langfristig zum Wohlbefinden des Retromops bei.
Was ist beim Kauf eines Retromops zu beachten?
- Beim Retromops ist die Wahl eines seriösen Züchters wichtig, da es keinen einheitlichen, von großen Verbänden anerkannten Rassestandard gibt und die Gesundheit stark von der jeweiligen Zuchtlinie abhängt.
- Wenn Du Dich für einen Retromops interessierst, solltest Du darauf achten, dass die Elterntiere umfassend gesundheitlich untersucht sind (u. a. Atemwege/BOAS-Screening, Augenuntersuchung, orthopädische Checks wie Hüfte, Kniescheiben und Wirbelsäule) und die Ergebnisse transparent vorliegen.
- Ein verantwortungsvoller Züchter legt den Fokus klar auf Funktionalität und Gesundheit statt auf extreme Optik. Gesundheitsnachweise, tierärztliche Dokumentationen und ein offener Umgang mit eingesetzten Fremdrassen sowie eine Zuchtordnung, die Qualzuchtmerkmale ausschließt, sind wichtige Qualitätsmerkmale.
- Da Retromöpse keine international anerkannte Rasse sind, variieren Preis, Aussehen und Eigenschaften stärker als beim klassischen Mops. Eine sorgfältige Beratung vor dem Kauf und das persönliche Kennenlernen der Elterntiere helfen, Erwartungen realistisch einzuschätzen.
Welchem Element ist der Retromops zugeordnet?
Der Retromops wird dem Element Erde zugeordnet, allerdings in einer stabileren Ausprägung als der klassische Mops. Durch die verlängerte Schnauze und die veränderte Nasen- und Kopfform gilt der Magenmeridian als weniger stark belastet. Dennoch bleibt die Grundthematik erhalten: Verdauung, Stoffwechsel und Nährstoffverwertung sind auch beim Retromops zentrale Punkte. Das Element Erde steht sinnbildlich für Magen und Milz und damit für Prozesse rund um Nahrungsaufnahme und Energieverwertung.
Im Vergleich zum klassischen Mops zeigt sich beim Retromops häufig eine bessere Belastbarkeit von Atmung und Kreislauf, wodurch das System insgesamt als ausgeglichener beschrieben wird. Trotzdem kann weiterhin eine Neigung zu Übergewicht oder sensibler Verdauung bestehen, insbesondere wenn Ernährung und Bewegung nicht gut angepasst sind. Eine hochwertige, maßvolle und gut verdauliche Fütterung kann aus ganzheitlicher Sicht dazu beitragen, die innere Balance zu unterstützen.