Futtermilben beim Hund: erkennen, vermeiden & Futter richtig lagern


Entspannter Golden Retriever liegt neben grau-weißer, gähnender Katze auf dem Boden. Aktualisiert am 07.08.2026
Dein Hund hat Juckreiz, Hautprobleme oder leidet immer wieder unter Ohrenentzündungen? Dann fragst Du Dich vielleicht, ob Futtermilben dahinterstecken könnten. In diesem Ratgeber erfährst Du, woran Du Futtermilben erkennst, wann sie Beschwerden verursachen können, wann ein Tierarztbesuch sinnvoll ist und was Du im Alltag gegen Futtermilben tun kannst.

Das Wichtigste im Überblick
  • Futtermilben sind winzige Vorratsmilben, die sich in gelagertem Trockenfutter, in Leckerlis oder Kauartikeln ansiedeln und vermehren können.
  • Feiner weißlicher Staub, kleine helle Pünktchen oder Verklumpungen können ein Hinweis auf Futtermilben oder andere Vorratsschädlinge sein.
  • Nicht jeder Kontakt mit Futtermilben führt zu Beschwerden. Probleme entstehen vor allem bei Hunden mit einer Futtermilbenallergie.
  • Wärme, Feuchtigkeit und eine lange Futterlagerung können die Vermehrung von Futtermilben fördern.
  • Bei Hunden mit einer Futtermilbenallergie können Juckreiz, Hautprobleme und wiederkehrende Ohrenentzündungen auftreten.
So kannst Du vorgehen
  • Lagere Trockenfutter, Leckerlis und Kauartikel kühl, trocken und gut verschlossen.
  • Reinige Futterbehälter, Messbecher und Futterlöffel regelmäßig und vermische neues Hundefutter nicht mit alten Futterresten.
  • Kaufe nur so viel Futter, wie Dein Hund innerhalb kurzer Zeit verbraucht.
  • Entsorge Hundefutter vorsichtshalber, wenn es feucht geworden ist, verklumpt oder ungewöhnlich riecht.
  • Lass Deinen Hund tierärztlich untersuchen, wenn er Symptome zeigt, die auf eine Futtermilbenallergie oder andere Allergie hinweisen können

Du magst Haustiere – aber Futtermilben gehören definitiv nicht dazu? Kein Problem: Hier zeigen wir Dir, mit welchen einfachen Maßnahmen Du das Futter Deines Lieblings vor den winzigen Spinnentieren schützen kannst.


Was sind Futtermilben?

Der Begriff Futtermilben ist kein wissenschaftlicher Artname. Meist sind damit Vorratsmilben (auch Lagermilben genannt) gemeint, die sich in gelagertem Tierfutter oder in dessen Lagerumgebung ansiedeln und vermehren können. Dabei handelt es sich um winzige Spinnentiere, die mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind.

Im Gegensatz zu Räude-, Ohr- oder Grasmilben leben Futtermilben nicht auf oder in der Haut des Hundes. Stattdessen ernähren sie sich von organischem Material, Futterstaub sowie Pilzen und anderen Mikroorganismen, die sich in gelagerten Futtermitteln befinden können. Besonders wohl fühlen sie sich bei Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und wenn Futter über längere Zeit gelagert wird. 

Für die meisten Hunde bleibt der Kontakt mit Futtermilben ohne Folgen. Beschwerden treten vor allem bei Hunden mit einer Futtermilbenallergie auf.

Was ist der Unterschied zwischen Futtermilben und Vorratsmilben?

Futtermilben und Vorratsmilben sind keine klar voneinander getrennten biologischen Gruppen. Vorratsmilben ist der allgemeinere Begriff für Milbenarten, die sich in gelagerten pflanzlichen oder tierischen Produkten vermehren können. 

Von Futtermilben spricht man vor allem dann, wenn solche Vorratsmilben in Tierfutter oder dessen Lagerumgebung vorkommen. Dieselben Milbenarten können sich beispielsweise auch in Mehl, Getreide, Heu, Stroh oder Tierleckerlis ansiedeln. Der Begriff Futtermilben beschreibt daher den Fundort und keine eigene Milbenart.

Kurz gesagt:

  • Vorratsmilben sind kleine Milben, die sich typischerweise in gelagerten Lebens- und Futtermitteln vermehren können.
  • Von Futtermilben spricht man, wenn Vorratsmilben in Tierfutter oder dessen Lagerumgebung vorkommen.
  • Eine Futtermilbenallergie ist eine allergische Reaktion des Hundes auf bestimmte Eiweiße (Allergene) der Futtermilben.

Wo kommen Futtermilben vor?

Futtermilben können grundsätzlich in trockenen oder halbfeuchten Futtermitteln vorkommen. Dazu gehören vor allem Trockenfutter, trockene Leckerlis, Kauartikel sowie andere länger gelagerte Vorräte wie Flocken, Getreideprodukte, Futtermehle oder Ergänzungsfuttermittel in Pulverform. 

Entscheidend ist dabei weniger die Zusammensetzung des Futters als die Lagerung. Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und eine lange Lagerdauer können die Vermehrung von Futtermilben fördern 1. Auch schlecht verschlossene Verpackungen, Feuchtigkeit im Futterbehälter oder alte Futterreste und Staub in Messbechern, Vorratsdosen oder Schränken können das Risiko erhöhen. 

Deshalb solltest Du das Hundefutter richtig lagern und Futterbehälter, Messbecher sowie den Lagerplatz regelmäßig sauber halten. Tipps, wie Du Futter richtig lagerst, findest Du im Abschnitt „Was kannst Du gegen Futtermilben tun?“

Futtermilben im Trockenfutter

Futtermilben können sich im Trockenfutter vor allem dann vermehren, wenn es über längere Zeit warm oder feucht gelagert wird. Geöffnete Futtersäcke, häufiges Öffnen der Verpackung oder verschmutzte Futterbehälter begünstigen ihre. Deshalb sollten auch trockene Leckerlis, Kauartikel und andere trockene Futtermittel möglichst kühl, trocken und sauber aufbewahrt werden. 

Tipp zur hygienischen Futterlagerung: Entnimm Trockenfutter am besten mit einer sauberen, trockenen Futterschaufel und nicht mit der Hand. So gelangen möglichst wenig Feuchtigkeit, Fremdproteine und Verunreinigungen in das Futter.

Grundsätzlich kann Trockenfutter bereits vor dem Kauf mit Futtermilben oder Milbenallergenen in Kontakt gekommen sein. Ein stärkerer Milbenbefall entwickelt sich jedoch häufig erst während der Lagerung im Haushalt. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Futterpackung Futtermilben enthält. Ungeöffnete Verpackungen bieten zwar keinen absoluten Schutz, das Risiko bleibt insgesamt jedoch gering2.

Gibt es Futtermilben in Nassfutter?

Ja, Futtermilben können auch in Nassfutter gelangen. In ungeöffneten und unbeschädigten Verpackungen sind lebende Milben jedoch deutlich unwahrscheinlicher als in offen gelagertem Trockenfutter. Nach dem Öffnen kann Nassfutter aus der Umgebung verunreinigt werden, beispielsweise durch Futterstaub, verschmutzte Löffel oder Näpfe oder den Kontakt mit trockenem Futter. 

Bewahre angebrochenes Nassfutter deshalb gut verschlossen im Kühlschrank auf und verbrauche es entsprechend den Herstellerangaben möglichst zeitnah. Futterreste sollten außerdem nicht lange bei Zimmertemperatur im Napf stehen bleiben.

Wichtig: Halbfeuchte Snacks oder sogenannte Soft-Leckerlis sind nicht mit steril verschlossenem Nassfutter gleichzusetzen. Auch sie können Futtermilben unter geeigneten Bedingungen eine gute Nahrungsgrundlage bieten.

Woran erkennst Du Futtermilben?

Futtermilben zu erkennen ist mit bloßem Auge schwierig. Die winzigen Spinnentiere sind meist kaum sichtbar und lassen sich oft nicht sicher von Staub oder feinen Futterpartikeln unterscheiden. 

Bei einem stärkeren Befall können sich aber Veränderungen bemerkbar machen: Manchmal wirken Trockenfutter, Leckerlis oder andere trockene Vorräte ungewöhnlich staubig oder es bilden sich feine Beläge auf dem Futter oder im Futterbehälter. Solche Veränderungen sind allerdings kein sicherer Nachweis für Futtermilben, da auch andere Vorratsschädlinge oder Schimmelpilze ähnliche Spuren hinterlassen können.

Futtermilben erkennen: Typische Hinweise

Folgende Anzeichen können auf einen möglichen Befall mit Futtermilben hinweisen:

  • Sehr feiner, weißlicher Staub oder Beläge im Futter oder Futterbehälter
  • Kleine helle Pünktchen, die sich bei genauem Hinsehen bewegen können
  • Verklumpungen in trockenem Futter oder Pulver 

Diese Hinweise allein beweisen jedoch keinen Befall mit Futtermilben. Treten bei Deinem Hund gleichzeitig allergische Beschwerden auf oder hast Du den Verdacht, dass das Futter belastet sein könnte, solltest Du es vorsichtshalber nicht weiter verfüttern und Dir tierärztlichen Rat einholen.


Was ist eine Futtermilbenallergie beim Hund?

Futtermilben im Futter verursachen nicht automatisch Beschwerden. Symptome treten vor allem dann auf, wenn das Immunsystem auf bestimmte Eiweiße (Allergene) der Futtermilben überempfindlich reagiert. In diesem Fall kann eine Futtermilbenallergie vorliegen. Viele Hunde kommen mit Futtermilben in Kontakt, ohne krank zu werden. Andere entwickeln eine allergische Reaktion, die häufig mit starkem Juckreiz und Hautproblemen verbunden ist.

Warum reagieren manche Hunde allergisch?

Bevor eine Allergie Beschwerden verursacht, kann ein Hund bereits sensibilisiert sein. Das bedeutet, dass sein Immunsystem bereits Antikörper gegen die Allergene der Futtermilben gebildet hat, ohne dass zwangsläufig Symptome auftreten.

Erst wenn der Kontakt mit Futtermilben tatsächlich zu Beschwerden führt und diese zur Krankengeschichte und zu den Untersuchungsergebnissen passen, spricht man von einer Futtermilbenallergie.

Welche Symptome kann eine Futtermilbenallergie verursachen?

Eine Futtermilbenallergie zeigt sich vor allem an Haut und Ohren. Häufig tritt sie im Zusammenhang mit einer atopischen Dermatitis auf. Dabei handelt es sich um eine chronische, juckende Hauterkrankung, bei der unter anderem die Hautbarriere, das Immunsystem, genetische Faktoren, Umweltallergene und das Hautmikrobiom zusammenspielen.

Mögliche Symptome einer Futtermilbenallergie beim Hund sind:

  • Anhaltender oder wiederkehrender Juckreiz
  • Häufiges Kratzen, Lecken oder Knabbern
  • Pfotenlecken
  • Gerötete oder entzündete Haut
  • Wiederkehrende Ohrenentzündungen
  • Juckreiz an Gesicht, Ohren, Pfoten, Bauch oder Achseln
  • Haarausfall durch Kratzen oder Lecken
  • Krusten oder verdickte Haut bei länger bestehenden Beschwerden
  • Unangenehmer Haut- oder Ohrgeruch
  • Unruhe oder Schlafstörungen durch starken Juckreiz
  • Wiederkehrende bakterielle Hautinfektionen oder Hefepilzinfektionen 
Wichtig: Die genannten Beschwerden können viele verschiedene Ursachen haben. Neben einer Futtermilbenallergie kommen auch andere Allergien, Parasiten, Hautinfektionen oder Hauterkrankungen infrage. Verdauungsbeschwerden wie Durchfall oder Erbrechen können zwar gleichzeitig auftreten, sollten aber nicht automatisch den Futtermilben zugeschrieben werden.

Wie wird eine Futtermilbenallergie festgestellt?

Eine Futtermilbenallergie lässt sich nicht mit einem einzigen Test sicher nachweisen. Zunächst beurteilt die Tierarztpraxis die Beschwerden und Krankengeschichte des Hundes sowie mögliche Auslöser. Außerdem werden andere Ursachen für den Juckreiz (z. B. Parasiten, Hautinfektionen oder Futtermittelreaktionen) ausgeschlossen. 

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen einer Futtermittelallergie und einer Allergie auf Umweltallergene wie Futtermilben: Für die Abklärung kommen unterschiedliche diagnostische Verfahren zum Einsatz. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie spielt beispielsweise eine Ausschlussdiät eine wichtige Rolle. Bei Umweltallergenen können unter anderem Haut- oder Bluttests dabei helfen, mögliche Auslöser einzugrenzen.

Die Ergebnisse solcher Allergietests werden immer gemeinsam mit den Beschwerden und der Krankengeschichte des Hundes beurteilt. Sie können Hinweise auf eine Sensibilisierung gegenüber bestimmten Allergenen geben und bei der weiteren Behandlungsplanung unterstützen.

Wie wird eine Futtermilbenallergie behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach den Beschwerden des Hundes und besteht meist aus mehreren Maßnahmen. Dazu gehört unter anderem, den Kontakt mit Futtermilben und ihren Allergenen möglichst gering zu halten, das Futter richtig zu lagern sowie Hautentzündungen oder Begleitinfektionen zu behandeln und die Hautbarriere zu unterstützen. 

Je nach Schwere der Beschwerden können außerdem tierärztlich verordnete Medikamente oder – in geeigneten Fällen – eine allergenspezifische Immuntherapie sinnvoll sein. Welche Behandlung infrage kommt, entscheidet immer die Tierarztpraxis.

Gibt es einen Zusammenhang mit Hausstaubmilben?

Ja. Hausstaubmilben und Vorratsmilben besitzen teilweise ähnliche Allergene. Deshalb kann ein Allergietest auf mehrere Milbenarten positiv reagieren, ohne dass jede davon für die Beschwerden Deines Hundes gleich wichtig ist. Die Testergebnisse sollten deshalb immer zusammen mit den Symptomen und der Krankengeschichte beurteilt werden.

Futtermilben oder Futtermilbenallergie - wo liegt der Unterschied? 

Futtermilben Futtermilbenallergie
Winzige Vorratsmilben, die in gelagertem Hundefutter vorkommen können. Überempfindliche Reaktion des Immunsystems auf Allergene der Futtermilben.
Nicht jeder Kontakt führt zu Beschwerden. Beschwerden treten nur bei allergisch reagierenden Hunden auf.
Leben nicht auf oder in der Haut des Hundes. Betrifft vor allem Haut und Ohren.
Können im Futter vorkommen, ohne Probleme zu verursachen. Kann Juckreiz, Hautentzündungen und wiederkehrende Ohrenprobleme auslösen oder verstärken.
Ein Milbenbefall beweist keine Allergie. Die Diagnose ergibt sich aus Beschwerden, Krankengeschichte und tierärztlicher Untersuchung.

Wann solltest Du wegen Futtermilben zum Tierarzt?

Wenn Dein Hund unter Juckreiz, Hautproblemen oder wiederkehrenden Ohrenentzündungen leidet, kann das viele verschiedene Ursachen haben – Futtermilben sind nur eine davon.

Lass Deinen Hund tierärztlich untersuchen, wenn er:

  • seit mehreren Tagen oder länger starken oder anhaltenden Juckreiz hat 
  • sich stark oder zunehmend kratzt 
  • häufig an den Pfoten leckt
  • wiederkehrende Ohrenentzündungen hat
  • gerötete, nässende oder wund gekratzte Haut hat
  • Haare verliert oder kahle Stellen entwickelt
  • Krusten, Pusteln oder einen unangenehmen Hautgeruch entwickelt
  • immer wieder Hautinfektionen bekommt
  • anhaltend energielos oder ungewöhnlich schlapp wirkt
  • wegen des Juckreizes schlecht zur Ruhe kommt
  • Schmerzen an der Haut oder den Ohren zeigt
  • trotz Änderungen bei Fütterung und Lagerung keine Besserung zeigt
  • zusätzlich unter Erbrechen, Durchfall oder Gewichtsverlust leidet 
Wichtig: Eigenständige Futterwechsel oder Hygienemaßnahmen können den Kontakt mit Futtermilben verringern, ersetzen aber keine tierärztliche Untersuchung. Nur durch eine gründliche Abklärung lässt sich feststellen, welche Ursache hinter den Beschwerden Deines Lieblings steckt.

Bring Deinen Hund sofort in eine Tierarztpraxis, wenn er diese Symptome zeigt:

  • Schwellungen im Gesicht oder am Hals
  • Atemnot
  • Kreislaufschwäche oder Kollaps
  • starkes Erbrechen
  • plötzlich auftretende großflächige Quaddeln
  • eine rasche Verschlechterung des Allgemeinzustands 
Wichtig: Diese Beschwerden sprechen nicht automatisch für eine Futtermilbenallergie, können aber auf eine schwere allergische Reaktion oder eine andere akute Erkrankung hinweisen und sollten schnell abgeklärt werden.
Hund mit dunkelbraunen Fell, geschlossenen Augen und geöffneten Mund, wird gestreichelt.
Kannst du mich bitte hinterm Ohr kratzen? Eine Futtermilben-Allergie sorgt oft für fiesen Juckreiz.

Was kannst Du gegen Futtermilben tun?

Gegen Futtermilben hilft vor allem, trockene Futtermittel kühl, trocken, sauber und gut verschlossen zu lagern. Vollständig vermeiden lassen sich Futtermilben zwar nicht, ihre Vermehrung lässt sich aber deutlich begrenzen.

Futter richtig lagern

Mit der richtigen Lagerung kannst Du dazu beitragen, dass sich Futtermilben im Futter weniger stark vermehren. Vermeide warme oder feuchte Lagerorte wie den Heizungsraum, feuchte Keller, Garagen oder Gartenhäuser. Auch direkt neben einer Heizung, Waschmaschine oder einem Trockner sollte Hundefutter nicht aufbewahrt werden.

Tipp: Bei empfindlichen Hunden kann es sinnvoll sein, jeweils nur eine Wochenportion des Trockenfutters in einen sauberen, trockenen Behälter umzufüllen. So bleibt der restliche Futtersack möglichst lange verschlossen und wird seltener geöffnet.
So lagerst Du Hundefutter richtig Das solltest Du vermeiden
Kaufe nur so viel Futter, wie Dein Hund innerhalb kurzer Zeit verbraucht.
Übrigens: Hier kannst Du die optimale Futtermenge für Deinen Hund berechnen.
Lagere große Futtersäcke nicht über Monate geöffnet.
Lagere Hundefutter kühl, trocken und lichtgeschützt. Vermeide es, Hundefutter in warmen oder feuchten Räumen zu lagern.
Verschließe die Originalverpackung sorgfältig oder stelle sie in einen sauberen, dicht schließenden Behälter. Bewahre Hundefutter nicht offen oder nur locker verschlossen auf.
Fülle Hundefutter nur in vollständig saubere und trockene Behälter um. Fülle Hundefutter nicht in feuchte oder verschmutzte Behälter um. 
Reinige und trockne Futterbehälter vollständig, bevor Du sie neu befüllst.  Fülle Futterbehälter nicht nach, ohne sie vorher zu reinigen.
Schütte neues Hundefutter nicht auf alte Futterreste. Vermeide es, altes und neues Futter miteinander zu vermischen.
Verwende nur saubere und trockene Futterlöffel oder Messbecher. Greife nicht mit den Händen oder mit feuchten bzw. verschmutzten Löffeln ins Futter.
Entferne Futterstaub und Krümel regelmäßig aus dem Lagerbereich. Lass Futterstaub und Krümel nicht im Vorratsschrank liegen.
Lagere Leckerlis und Kauartikel so sorgfältig wie Trockenfutter. Bewahre geöffnete Leckerlis oder Kauartikel nicht unverschlossen auf.
Entnimm das Futter mit einem sauberen und trockenen Futterlöffel oder Messbecher. Greife möglichst nicht mit den Händen ins Futter. Über die Hände können Feuchtigkeit, Hautpartikel und Rückstände anderer Lebensmittel bzw. Fremdproteine in das Futter gelangen.
Tipp: Eine dicht schließende Futtertonne kann das Trockenfutter zusätzlich vor Feuchtigkeit und Verschmutzung schützen. Am besten stellst Du den gut verschlossenen Futtersack hinein, statt das Futter lose einzufüllen. Möchtest Du das Futter dennoch umfüllen, sollte die Futtertonne vor jeder Befüllung gründlich gereinigt und vollständig getrocknet werden.
Kleiner Hund mit weißem Fell und braunen Kopf hat einen vollen Futternapf vor sich stehen.
Sieht doch alles ganz normal aus? Futtermilben sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen.

Futtermilben vermeiden

Futtermilben lassen sich im Alltag nicht vollständig vermeiden. Mithilfe der Checkliste kannst Du ihre Vermehrung und damit auch die Belastung mit Milbenallergenen möglichst gering halten.

Checkliste: So kannst Du Futtermilben im Alltag vermeiden

  • Kaufe möglichst nur kleine Futtermengen und verbrauche sie innerhalb kurzer Zeit.
  • Lagere Trockenfutter, Leckerlis und Kauartikel kühl, trocken und lichtgeschützt.
  • Lagere Trockenfutter lieber nicht im Kühlschrank. Beim häufigen Öffnen kann sich Kondensfeuchtigkeit bilden.
  • Bewahre Futter in der gut verschlossenen Originalverpackung oder in einem sauberen, dicht schließenden Behälter auf.
  • Fülle Tages- oder Wochenportionen bei Bedarf in separate, saubere und trockene Behälter um.
  • Vermische neues Futter nicht mit alten Futterresten.
  • Reinige Futterbehälter, Messbecher und Futterlöffel regelmäßig und lass sie vollständig trocknen.
  • Entferne Futterstaub, Krümel und verschüttetes Futter regelmäßig aus dem Lagerbereich.
  • Kontrolliere Leckerlis und Kauartikel regelmäßig auf Auffälligkeiten und lagere sie so sorgfältig wie Trockenfutter.
  • Entsorge Futter vorsichtshalber, wenn es feucht geworden ist, verklumpt oder ungewöhnlich riecht.
  • Halte den Futterplatz sauber und wasche Decken, Liegeplätze und andere Textilien regelmäßig – besonders bei Hunden mit einer Futtermilbenallergie.
Wichtig: Das Einfrieren von Trockenfutter kann die Zahl lebender Futtermilben verringern. Die Milbenallergene bleiben bei den niedrigen Temperaturen jedoch erhalten und können bei empfindlichen Hunden weiterhin allergische Reaktionen und Beschwerden auslösen. Eingefrorenes Futter gilt daher nicht als allergenfrei und ersetzt keine sorgfältige Lagerung.

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Das Team von DGT MEDICAL berät Dich gerne zu Futter- und Ergänzungsfuttermitteln und steht Dir auch für eine Zweitmeinung oder ein Gespräch mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin zur Verfügung.


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Häufige Fragen

Futtermilben lassen sich im Alltag nicht vollständig vermeiden, ihre Vermehrung lässt sich aber deutlich verringern. Entsorge auffälliges oder lange gelagertes Futter und reinige Futterbehälter gründlich. Lagere neues Trockenfutter anschließend kühl, trocken, gut verschlossen aber nicht luftdicht. Hat Dein Hund trotz dieser Maßnahmen Juckreiz oder andere Beschwerden, solltest Du die Ursache tierärztlich abklären lassen.
Futtermilben sind mit bloßem Auge meist kaum zu erkennen. Ein möglicher Hinweis sind feiner weißlicher Staub, kleine helle Pünktchen oder Verklumpungen im Trockenfutter. Diese Anzeichen beweisen jedoch keinen Futtermilbenbefall, da auch andere Vorratsschädlinge oder Schimmel ähnliche Spuren hinterlassen können.
Nein, Futtermilben kommen nicht in jedem Trockenfutter vor. Sie können sich aber unter geeigneten Bedingungen vermehren, zum Beispiel bei warmer, feuchter oder langer Lagerung. Auch ungeöffnete Verpackungen bieten keinen vollständigen Schutz, das Risiko bleibt insgesamt jedoch gering. Hersteller, wie beispielsweise Das Gesunde Tier, testen ihre Futtersorten sogar auf Milben.
Ja, Futtermilben können in Nassfutter vorkommen, allerdings deutlich seltener als in Trockenfutter. In ungeöffneten Dosen, Schalen oder Beuteln mit unbeschädigter Verpackung sind lebende Futtermilben unwahrscheinlich. Nach dem Öffnen kann Nassfutter aber durch die Umgebung verunreinigt werden. Bewahre es deshalb gut verschlossen im Kühlschrank auf und verbrauche es zeitnah.
Lagere Hundefutter kühl, trocken und gut verschlossen. Bewahre Trockenfutter möglichst in der verschlossenen Originalverpackung oder in einem sauberen, dicht schließenden Behälter auf. Reinige Futterbehälter, Messbecher und Futterlöffel regelmäßig und vermische neues Futter nicht mit alten Futterresten. Futter, das feucht geworden ist, verklumpt oder ungewöhnlich riecht, solltest Du vorsichtshalber entsorgen.
Nein, Futtermilben sind für die meisten Hunde nicht gefährlich. Bei Hunden mit einer Futtermilbenallergie können sie aber Juckreiz, Hautprobleme oder wiederkehrende Ohrenentzündungen auslösen oder verstärken. Wenn Dein Hund solche Beschwerden zeigt oder sie immer wiederkehren, solltest Du das tierärztlich abklären lassen.
Eine bestimmte Temperatur, bei der Futtermilben sicher absterben, gibt es nicht. Das Einfrieren von Futter kann die Zahl der lebenden Futtermilben zwar verringern, bereits vorhandene Milbenallergene bleiben aber erhalten. Deshalb ersetzt das Einfrieren keine sorgfältige Lagerung des Futters.
Gegen Futtermilben hilft vor allem die richtige Lagerung des Hundefutters. Bewahre Trockenfutter kühl, trocken und gut verschlossen auf, reinige Futterbehälter regelmäßig und entsorge auffälliges Futter. Zeigt Dein Hund trotz dieser Maßnahmen Juckreiz oder andere Beschwerden, solltest Du ihn tierärztlich untersuchen lassen.
Ja, Futtermilben können auch in trockenen Leckerlis und Kauartikeln vorkommen. Wie bei Trockenfutter begünstigen Wärme, Feuchtigkeit und eine lange Lagerung ihre Vermehrung. Lagere Leckerlis deshalb kühl, trocken und gut verschlossen.

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Über Tierarzt Dávid Zárecký

Ich bin Tierarzt mit einem ganzheitlichen, nachhaltigen und vorsorgeorientierten Ansatz. Mein beruflicher Weg begann in der Slowak ... Weiterlesen

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