Havaneser, Bichon Havanais


Das Bild zeigt einen Hund der Rasse Havaneser, Bichon Havanais

Der Havaneser ist ein kleiner, lebhafter Begleithund, der vor allem durch seine freundliche Art und seine enge Bindung an den Menschen auffällt. Er gilt als anpassungsfähig, verspielt und aufmerksam, ohne dabei übermäßig fordernd zu sein. Du fragst Dich, ob ein Havaneser zu Deinem Alltag passt? In diesem Steckbrief erfährst Du, welche Eigenschaften diese Rasse mitbringt, wie sie gehalten und gepflegt wird und worauf Du bei Ernährung und Gesundheit achten kannst. Der Havaneser eignet sich häufig auch für Einsteiger, sofern ausreichend Zeit für Nähe, Beschäftigung und Pflege eingeplant wird.


Steckbrief:
Havaneser, Bichon Havanais

Das Bild zeigt einen Hund der Rasse Havaneser, Bichon Havanais

Der fröhliche Begleiter mit Charme

Anforderungen

mentale Anforderung

Mittelmäßig ausgeprägt (3 von 5)
Gering
Hoch

physische Anforderung

Mittelmäßig ausgeprägt (3 von 5)
Gering
Hoch

Pflegeaufwand

Stark ausgeprägt (4 von 5)
Gering
Hoch

Haaren

Schwach ausgeprägt (2 von 5)
Gering
Hoch

Anfängerhund

Stark ausgeprägt (4 von 5)
Gering
Hoch

Felllänge

Sehr stark ausgeprägt (5 von 5)
Gering
Hoch
Charakter

Verspieltheit

Sehr stark ausgeprägt (5 von 5)
Sehr verspielt und liebt gemeinsame Aktivitäten

Menschenbezogenheit

Sehr stark ausgeprägt (5 von 5)
Stark auf seine Bezugsperson fixiert und anhänglich

Aktivität

Mittelmäßig ausgeprägt (3 von 5)
Mäßig aktiv, braucht regelmäßige Bewegung

Trainierbarkeit

Stark ausgeprägt (4 von 5)
Gut trainierbar mit positiver Bestärkung

Intelligenz

Stark ausgeprägt (4 von 5)
Lernfähig und aufmerksam

Kinderfreundlichkeit

Sehr stark ausgeprägt (5 von 5)
Meist sehr freundlich und geduldig mit Kindern

Bellfreudigkeit

Mittelmäßig ausgeprägt (3 von 5)
Meldet Geräusche, aber kein Dauerkläffer
Merkmale

Herkunft

Kuba (aus europäischen Begleithunden entstanden)

Körperliche Merkmale

Klein, langes seidiges Fell, kompakter Körper

Höhe / Größe

23 - 27 cm (klein) (Rüde)
21 - 25 cm (Hündin)

Gewicht

5 - 7 kg (Rüde)
4 - 6 kg (Hündin)

Fellfarben

Gesundheit

Neigung zu Patellaluxation, Zahnproblemen und Augenerkrankungen

Lebenserwartung

ca. 13 – 15 Jahre

Richtpreis (Züchter)

1200 - 2000 €

Herkunft und Geschichte des Havaneser

  • Der Havaneser stammt ursprünglich aus Kuba und gehört zur Gruppe der Bichon-Hunde. Seine Vorfahren gelangten vermutlich mit spanischen und italienischen Seefahrern in die Karibik.
  • Dort entwickelte sich die Rasse zu einem beliebten Begleithund der wohlhabenden Bevölkerung. Besonders in Havanna war der kleine, freundliche Hund weit verbreitet, was ihm schließlich seinen Namen gab.
  • Im Laufe der Zeit verbreitete sich der Havaneser auch in Europa und Nordamerika. Heute wird er weltweit als Familien- und Begleithund geschätzt.

Welchen Charakter hat ein Havaneser?

  • Der Havaneser ist bekannt für sein freundliches, offenes und menschenbezogenes Wesen. Er sucht aktiv die Nähe zu seinen Bezugspersonen und fühlt sich am wohlsten, wenn er in den Alltag integriert ist. Alleinsein liegt ihm meist weniger und sollte behutsam aufgebaut werden.
  • Im Alltag zeigt er sich verspielt, aufmerksam und anpassungsfähig. Er passt sich unterschiedlichen Lebenssituationen gut an und kommt sowohl in Wohnungen als auch in Häusern zurecht, solange er ausreichend Beschäftigung und soziale Nähe erhält.
  • Seine Stärken liegen in seiner Lernbereitschaft und seinem kooperativen Verhalten. Gleichzeitig kann er sensibel auf harsche Erziehung reagieren. Eine ruhige, positive und konsequente Führung ist daher besonders wichtig.
  • Der Havaneser versteht sich in der Regel gut mit Kindern und anderen Tieren, wenn er früh sozialisiert wird. Sein ausgeglichenes Wesen macht ihn zu einem angenehmen Begleiter im Alltag. 

Körpermerkmale des Havaneser

  • Der Havaneser ist ein kleiner, kompakter Hund mit einem harmonischen Körperbau.
  • Charakteristisch ist sein langes, weiches und oft leicht gewelltes Fell, das den gesamten Körper bedeckt. Es fühlt sich seidig an und besitzt kaum Unterwolle.
  • Der Kopf ist rundlich mit dunklen, ausdrucksstarken Augen und mittelgroßen Hängeohren. Die Rute wird meist über dem Rücken getragen.
  • Die Fellfarben sind vielfältig und reichen von Weiß über Beige bis hin zu Braun, Schwarz oder gemischt.
  • Insgesamt wirkt der Havaneser lebhaft, freundlich und elegant

Thomas Backhaus, Tierarzt:
Die Gesundheit wird nicht nur von den Genen bestimmt. Wir müssen den Körper ganzheitlich verstehen und unterstützen.

Welche Krankheiten können beim Havaneser auftreten?

Beim Havaneser treten einige gesundheitliche Themen auf, die Du im Blick behalten solltest, auch wenn die Rasse insgesamt als robust gilt.

  • Dazu gehören die Patellaluxation, also eine Verschiebung der Kniescheibe, sowie Augenerkrankungen wie Katarakt. Auch Zahnprobleme können aufgrund der kleinen Kiefer häufiger auftreten.
  • Da bei Havanesern gelegentlich  Hautprobleme oder Allergien auftreten, ist eine angepasste Fütterung sehr wichtig. Zudem kann es bei manchen Hunden zu Hüftgelenksproblemen kommen, wenn auch seltener als bei größeren Rassen.
  • Eine verantwortungsvolle Zucht, regelmäßige Kontrollen und eine angepasste Pflege können dazu beitragen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Bei Auffälligkeiten ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.

Leber

Selten
Häufig
Häufig (4 von 5)

Leberprobleme (hepatische portosystemische Shunts) beim Havaneser

Havaneser sind eine von mehreren Rassen, die für die Entwicklung von Lebershunts, auch bekannt als hepatische portosystemische Shunts (HPS), anfällig sind. Ein Lebershunt ist eine angeborene Anomalie, bei der die Blutzufuhr zur Leber das Lebergewebe umgeht, was zu einer Anhäufung von Giftstoffen im Blutkreislauf und zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Zu den Symptomen eines Lebershunts bei Havanesern gehören Wachstumsverzögerungen, Lethargie, Erbrechen, Durchfall, Harnwegsinfektionen und Krampfanfälle.

Mehrere Vitamine und Nährstoffe sind für die Gesundheit der Leber von Hunden von Vorteil, darunter:

  • Vitamin E: Dieses Antioxidans kann dazu beitragen, Entzündungen und oxidativen Stress in der Leber zu verringern.
  • Vitamin C: Ein weiteres Antioxidans, das dazu beitragen kann, Entzündungen zu verringern und die Leberfunktion zu unterstützen.
  • B-Vitamine: Die B-Vitamine, darunter Thiamin, Riboflavin und Niacin, sind wichtig für den Energiestoffwechsel und können zur Unterstützung der Leberfunktion beitragen.
  • Zink: Dieser Mineralstoff ist wichtig für die Immunfunktion und kann die Gesundheit der Leber unterstützen.
  • Omega-3-Fettsäuren: Diese gesunden Fette können helfen, Entzündungen zu verringern und die Leberfunktion zu unterstützen.

Gelenke / Bewegungsapparat

Selten
Häufig
Mittlere Häufigkeit (3 von 5)

Patellaluxation beim Havaneser

Es gibt mehrere mögliche Ursachen für eine Patellaluxation bei Havanesern, darunter genetische Faktoren, Traumata und Entwicklungsprobleme. Einige Havaneser können aufgrund ihrer Zucht anfälliger für diese Erkrankung sein, da einige Züchter bestimmten körperlichen Merkmalen Vorrang vor anderen einräumen, wie etwa einer geringeren Größe oder einer kürzeren Beinlänge. Diese Merkmale können zu einer veränderten Ausrichtung der Beinknochen beitragen, was das Risiko einer Patellaluxation erhöhen kann.

Zu den Symptomen einer Patellaluxation bei Havanesern gehören Hinken, Hochhalten des Beins und ein abnormaler Gang. In leichten Fällen können die Hunde nur ein gelegentliches Abrutschen oder Unbehagen verspüren, während in schwereren Fällen die Kniescheibe in ihrer Position verbleiben und einen chirurgischen Eingriff erfordern kann.

  • Eine Patellaluxation kann bei Havanesern häufiger auftreten. Die Kniescheibe ist bei den betroffenen Hunden luxierbar, das bedeutet, sie verbleibt nicht an ihrem ursprünglichen Platz, sondern verlagert sich.
  • In der traditionell chinesischen Medizin weiß man, dass durch die Bänder der Kniescheibe die Meridiane des Magens und der Milz ziehen. Diese sind überanstrengt und können in der Entwicklungszeit zu wenig Energie in die haltenden Bänder fördern. Wichtig ist daher eine gesunde Welpenaufzucht, genügend Bewegung zur Stärkung von Muskeln und Bändern und eine nährstoffreiche Ernährung. Zusätzlich können Vitalstoffe zur Förderung des Gelenk-Komplexes unterstützend wirken.
  • Die Darmgesundheit spielt auch eine wichtige Rolle, denn die Darmbakterien müssen stark genug sein die Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen, um diese an Muskeln und Bänder weiterzuleiten.

Sinnesorgane

Selten
Häufig
Selten (2 von 5)

Augenprobleme beim Havaneser

Havaneser können anfällig sein für verschiedene Augenkrankheiten und -zustände. Zu den häufigsten Augenproblemen bei Havanesern gehören:

  • Grauer Star (Katarakt): Ein Grauer Star ist eine Trübung der Augenlinse, die zu einem Sehverlust führen kann. Havaneser können für die Entwicklung von Katarakten prädisponiert sein, was durch Genetik, Alterung oder andere gesundheitliche Gründe bedingt sein kann.
  • Progressive Netzhautatrophie (PRA): PRA ist eine degenerative Augenkrankheit, die zu Sehkraftverlust und Blindheit führen kann. Havaneser können ein Risiko für eine bestimmte Form der PRA haben, die als "Stäbchen-Zapfen-Dysplasie 3" bekannt ist und vererbt wird.
  • Cherry Eye: Das Cherry Eye ist eine Erkrankung, bei der sich die Drüse des dritten Augenlids vorwölbt, wodurch eine rote oder rosafarbene Masse aus dem Augenwinkel hervortritt. Das Kirschauge kann bei jeder Hunderasse auftreten, kommt aber häufiger bei Havanesern und anderen kleinen Rassen vor.
  • Trockenes Auge: Das auch als Keratokonjunktivitis sicca (KCS) bezeichnete trockene Auge ist eine Erkrankung, bei der die Augen nicht genügend Tränenflüssigkeit produzieren, was zu Unwohlsein, Rötungen und sogar Hornhautgeschwüren führen kann. Havaneser können für die Entwicklung eines trockenen Auges prädisponiert sein.
  • Grüner Star (Glaukom): Das Glaukom ist eine Erkrankung, bei der der Druck im Inneren des Auges erhöht ist, was zu einer Schädigung des Sehnervs und zum Verlust des Sehvermögens führen kann. Havaneser können ein Risiko für die Entwicklung eines primären Engwinkelglaukoms haben.

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Welche Ernährung braucht ein Havaneser?

Der Havaneser hat einen eher moderaten Energiebedarf, benötigt aber eine ausgewogene und gut verträgliche Ernährung. Neben einer angepasste Futtermenge sollte auch Leckerlis sparsam eingesetzt und in die Tagesration mit eingerechnet werden. Energiereduzierte Leckerlis wie die Mini Chews Gluco und fettarme Kauartikel wie Dörries Rind eignen sich sehr gut zur täglichen Belohnung.

Die Hauptfütterung kann idealerweise morgens erfolgen, da der Verdauungsapparat zu dieser Zeit besonders aktiv ist. Bei zwei Mahlzeiten sollte die zweite am Nachmittag stattfinden. Eine gut bekömmliche Futtersorte wie COSMO MINI eignet sich besonders gut für viele Havaneser.

Achte darauf, die Fütterung möglichst konstant zu halten, da häufige Wechsel den empfindlichen Magen-Darm-Trakt belasten können.  

Rohes Gemüse ist für Hunde oft schwer verdaulich und sollte besser gegart oder püriert angeboten werden.

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Welche Pflege und Vorsorge braucht ein Havaneser?

  • Das lange Fell des Havanesers benötigt regelmäßige Pflege, um Verfilzungen zu vermeiden. Mehrmals wöchentliches Bürsten, am bestenmit Hilfe eines Pflegesprays ist empfehlenswert.
  • Auch die Augenpartie sollte regelmäßig kontrolliert werden, da Tränenfluss zu Verfärbungen führen kann. Neben einer schonenden Pflege lohnt es sich bei anhaltendem Tränenfluss auch das Fütterungskonzept einmal professionell prüfen zu lassen.  
  • Zahnpflege ist besonders wichtig, da kleine Hunde häufiger zu Zahnstein neigen. Regelmäßiges Zähneputzen kann hier unterstützen.
  • Ohren und Krallen sollten natürlich ebenfalls kontrolliert und bei Bedarf gepflegt werden.
  • Regelmäßige tierärztliche Checks helfen, mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und die allgemeine Gesundheit zu erhalten.

Der Havaneser als sozialer Familienhund

  • Eine Besonderheit des Havanesers ist seine ausgeprägte soziale Orientierung. Er sucht aktiv den Kontakt zu Menschen und zeigt oft ein starkes Bedürfnis nach Nähe und Interaktion.
  • Diese Eigenschaft macht ihn zu einem typischen Familienhund, der sich gern in das tägliche Leben integriert. Gleichzeitig kann diese starke Bindung dazu führen, dass er ungern allein bleibt.
  • Der Havaneser beobachtet seine Umgebung aufmerksam und reagiert sensibel auf Stimmungen. Eine stabile, ruhige Umgebung und ein verlässlicher Tagesablauf helfen ihm, sich sicher zu fühlen.
  • Seine soziale Offenheit und sein freundliches Wesen unterscheiden ihn von unabhängigeren Rassen und machen ihn zu einem angenehmen Begleiter für viele Lebenssituationen. 

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Welchem Element ist der Havaneser zugeordnet?

Der Havaneser wird dem Element Luft zugeordnet. Dieses steht sinnbildlich für Leichtigkeit, Beweglichkeit und soziale Kommunikation.

Typisch für den Havaneser ist seine lebhafte, freundliche Art und seine Freude an Interaktion. Er reagiert aufmerksam auf seine Umwelt und zeigt eine hohe Anpassungsfähigkeit.

Ein Ungleichgewicht kann sich in Nervosität oder Unsicherheit äußern, besonders wenn soziale Kontakte oder klare Strukturen fehlen.

Eine ausgewogene Kombination aus Bewegung, geistiger Beschäftigung und ruhigen Rückzugsphasen kann helfen, dieses Gleichgewicht zu unterstützen und die natürlichen Stärken des Havanesers zu fördern.

Mehr über die 5 Elemente


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