So funktioniert die Verdauung beim Hund.

Eine artgerechte Ernährung ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Dein Hund gesund bleibt und alle Lebensfunktionen optimal ablaufen können. Dabei stellt eine dynamische Verdauung die Versorgung mit allen nötigen Nährstoffen sicher. Doch wie genau funktioniert die Verdauung beim Hund? Und welche Nährstoffe benötigt Dein Vierbeiner wirklich, um gesund zu bleiben?

Das Wichtigste im Überblick

  • Jeder Teil des Verdauungskanals erfüllt eine wichtige Aufgabe.
  • Störungen an einer Stelle können Störungen an nachfolgenden Stellen hervorrufen.
  • Der wesentliche Teil der Verdauung findet im Dünndarm statt.
  • Deshalb sollte Dein Hund hierbei den größtmöglichen Nutzen aus seinem Futter ziehen.
  • Gute Darmbakterien sind wichtig. Daher empfehlen wir, zweimal jährlich eine Darmkur durchzuführen.
 

Alles, was Dein Hund frisst, wird in seinem Verdauungskanal unter der Mitwirkung von Verdauungsenzymen in kleinste Bausteine zerlegt. Diese Einzelbausteine werden in den Körperkreislauf eingeschleust und daraus in den verschiedenen Organen unter anderem körpereigenes Gewebe und Hormone aufgebaut. Aber was passiert da eigentlich genau, wenn wir von Verdauung sprechen?

 
 

Dein Hund ist, was er frisst: Bei der Verdauung wird die Nahrung in kleinste Bausteine zerlegt und in den Körperkreislauf eingeschleust.


Stoffwechsel – was ist das eigentlich?

Unter Stoffwechsel versteht man die Aufnahme und den Transport von körperfremden Stoffen und deren Umwandlung in körpereigene Stoffe. Dazu gehören die Verdauungsvorgänge, die Zerlegung und der Neuaufbau von Nährstoffen in den Zellen sowie die Energiegewinnung für den Körper. Im sogenannten Erhaltungsstoffwechsel wird der Organismus mit Nährstoffen und Energie zur Aufrechterhaltung aller grundlegenden Lebensfunktionen versorgt.


Welche Organe gehören zum Verdauungssystem?

Maul und Speiseröhre

Die Nahrungsaufnahme geschieht im Maul mit Hilfe von Zunge und Zähnen. Weil Hunde ihr Futter in der Regel schlingen, nutzen sie die Zähne nur zum Halten der Beute – aber kaum zum Kauen. Über den Rachenraum wird die aufgenommene Nahrung anschließend in die Speiseröhre und weiter bis zum Mageneingang transportiert.

Magen und Dünndarm

Im Magen wird die Nahrung vermischt und mit den ersten Verdauungssäften versetzt. Wenn ein bestimmter Füllungsdruck und pH-Wert erreicht sind, öffnet sich der Magenausgang und der Nahrungsbrei gelangt in den ersten Abschnitt des Dünndarms. Dabei wird immer nur eine kleine Menge des Futterbreis weitergegeben. Das heißt, es dauert eine gewisse Zeit, bis der Magen wieder geleert ist.

Gallenblase, Bauchspeicheldrüse und Leber

Im Dünndarm finden schließlich die meisten Abbauvorgänge statt: Hier kommen Verdauungsenzyme aus der Gallenblase und Bauchspeicheldrüse zum Einsatz, die für den Abbau von Eiweißen, Fetten und Kohlenhydraten benötigt werden. Die Leber regelt den Stoffwechsel von Zucker, Fett und Eiweißen. Außerdem ist sie für die Entgiftung, Blutbildung sowie die Produktion und Speicherung von Vitaminen verantwortlich.

Dickdarm und After

Der übrig gebliebene Nahrungsrest erreicht anschließend den Dickdarm. Hier finden kaum noch Abbauprozesse statt. Am Ende wird der Kot über den After abgesetzt.

Störungen an einer Stelle des Verdauungssystems können in den nachfolgenden Teilen weitere Störungen hervorrufen. Dazu gehören Erkrankungen der Ohren, Augen und Zähne, aber auch Gelenk- und Muskelschmerzen oder ein geschwächtes Immunsystem. Wenn Dein Hund unter Verdauungsproblemen leidet, macht sich das zum Beispiel durch Blähungen, Verstopfung oder Durchfall bemerkbar. Durch eine artgerechte Ernährung und regelmäßige Darmkuren kannst Du Deinen Vierbeiner vor diesen Problemen schützen.

 
 

Störungen im Verdauungssystem Deines Hundes können an vielen Körperstellen weitere Störungen hervorrufen.


Welche Nährstoffe braucht mein Hund?

Zu den Hauptnährstoffen des Hundes gehören Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate. Weitere wichtige Nährstoffe sind Vitamine und Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente). Diese Nährstoffe sollten ausgewogen und bedarfsdeckend im Hundefutter enthalten sein.

Der genaue Nährstoffbedarf Deines Hundes ist unter anderem abhängig von seiner Rasse, seinem Alter und Körpergewicht – aber auch davon, wie aktiv er ist und ob er unter bestimmten Krankheiten leidet. Zuchthündinnen haben zum Beispiel ab der zweiten Trächtigkeitshälfte einen erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf. Welpen dagegen benötigen während des Wachstums mehr Eiweiß als erwachsene Hunde. Die speziellen Nahrungsbedürfnisse in den verschiedenen Lebensphasen eines Hundes sollten unbedingt berücksichtigt werden, um eine Fehl- und Mangelernährung zu vermeiden.

 
 

Jeder Hund hat einen individuellen Nährstoffbedarf. Welpen benötigen zum Beispiel mehr Eiweiß als erwachsene Hunde.


Wo und wie werden die einzelnen Nährstoffe verdaut?

Anders als bei uns Menschen enthält der Speichel von Hunden keine Enzyme zur Verdauung von Kohlenhydraten. Im Maul wird die Nahrung also nur eingeweicht und noch nicht aufgespalten. Der Speichel dient außerdem als Spülflüssigkeit für die Geschmacksdrüsen.

1. Über die Speiseröhre wird die Nahrung durch wellenförmige Kontraktionen der Muskulatur zum Magen befördert.

2. Der Magen dient zur Speicherung und chemischen Bearbeitung der Nahrung. Die Magenschleimhaut produziert den Magensaft, der sich aus Pepsinen, Salzsäure, Muzin (Schleimstoff) und Lipase zusammensetzt. Der pH-Wert ist mit 1-2 deutlich geringer als im menschlichen Magen. Das ist wichtig, um die Anzahl und Aktivität von unerwünschten Keimen zu reduzieren.

 

Hinweis: Magenstörungen beim Hund machen sich unter anderem durch auffällige Bauchgeräusche, saures Aufstoßen oder morgendliches Erbrechen bemerkbar. Bei Magenstörungen empfehlen wir, Deinem Hund eine Magenkur bestehend aus Massu Dyn und kaltgepresstem Traubenkernöl zu verabreichen.

3. Im Dünndarm findet der wesentliche Teil der Verdauung statt. Er ist der wichtigste Ort im Verdauungstrakt des Hundes um Nährstoffe in den Körper aufzunehmen. Dabei spalten Enzyme die Hauptnährstoffe in kleinste Baueinheiten, wodurch sie vom Körper optimal aufgenommen werden können. Im Dünndarm findet der Abbau von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten statt. Des Weiteren werden Vitamine und Mineralstoffe in den Körper aufgenommen.

4. Durch Muskelbewegungen des Darms wird der Nahrungsbrei schließlich weiter in den Dickdarm transportiert. Auch hier werden Vitamine und Mineralstoffe in den Körper aufgenommen. Außerdem erfolgt die Rückresorption von Wasser, wodurch der Kot geformt werden kann. Wenn der Mastdarm entsprechend gefüllt ist, wird der Kotabsatz ausgelöst.


Wie lange dauert der Verdauungsvorgang beim Hund?

Normalerweise bleibt die Nahrung für 24-36 Stunden im Magen-Darm-Trakt Deines Hundes. Dabei spielen die Art des Futters und seine Verdaulichkeit, aber auch die Häufigkeit der Fütterung eine Rolle. Im Einzelnen bleibt die Nahrung für ungefähr 2-8 Stunden im Magen, für etwa 1-2 Stunden im Dünndarm und schließlich für 18-24 Stunden im Dickdarm.

Du siehst: Die Verdauungsarbeit im Dünndarm ist nach kurzer Zeit erledigt. Weil dort aber die meisten Nährstoffe abgebaut werden, ist es umso wichtiger, dass Dein Hund währenddessen den größtmöglichen Nutzen aus seinem Futter ziehen kann. Das Gesunde Tier bietet eine Vielzahl an Produkten, die eine effektive und gesunde Verdauung Deines Hundes unterstützen.

 
 

Die Nahrung bleibt nur für 1-2 Stunden im Dünndarm. Dort findet der wesentliche Teil der Verdauung statt.


So kannst Du für eine gesunde Verdauung bei Deinem Hund sorgen.

Je stabiler der Verdauungstrakt Deines Hundes ist, umso weniger ist er anfällig für Krankheiten. Mit der richtigen Ernährungsstrategie kannst Du Deinen Liebling mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versorgen und außerdem eine effektive Verdauung sowie ein starkes Immunsystem begünstigen.

 

Wichtig: Füttere Deinen Hund nur einmal am Vormittag.
Warum? Am Vormittag ist der Enzymhaushalt Deines Hundes auf Verdauung eingestellt. Wie Du bereits erfahren hast, verbleibt der Nahrungsbrei bis zu 8 Stunden im Magen. Trifft hier frische Nahrung auf vorverdaute, kann dies zu Gasen und Verdauungsstörungen führen. Indem Du Deinen Hund nur einmal am Vormittag fütterst, kannst Du diesen Problemen vorbeugen.

5-E™ Futter und Vitalstoffe zur Unterstützung des Magen-Darm-Systems

Wie bereits erwähnt, geschieht die hauptsächliche Verdauungsarbeit im Dünndarm. Daher ist es besonders wichtig, dass Dein Hund den größtmöglichen Nutzen aus seiner Nahrung ziehen kann, während diese den Dünndarm passiert. Am besten wird das durch eine gesunde, ausreichend dicke und stabile Darmwand ermöglicht, über die wichtige Nährstoffe in den Körper aufgenommen werden.

Eine ideale Grundlage dafür kannst Du mit unserem kaltgepresstem Hundefutter sowie einer zweimal jährlich durchgeführten Darmkur (bestehend aus Darm Dyn, Lachs-Hanf-Öl und Kräuterhefe) schaffen. Eine darmgesunde Ernährung kann Deinen Vierbeiner außerdem vor typischen Verdauungsproblemen wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen schützen.

Weil zu einem dynamischen Verdauungssystem auch ein gesunder Magen gehört, empfehlen wir Dir, Deinem Hund bei Magenstörungen eine Magenkur bestehend aus Massu Dyn und kaltgepresstem Traubenkernöl zu verabreichen. Die Inhaltsstoffe in Massu Dyn können dazu beitragen, die Schutzmechanismen im Magen-Darm-Trakt zu stabilisieren. Das kaltgepresste Traubenkernöl mit antioxidativen Eigenschaften kann die Zellen der Magenschleimhaut vor freien Radikalen schützen.

 
 

Happy together: Eine gut funktionierende Verdauung ist eine wichtige Voraussetzung für die Gesundheit und Vitalität Deines Hundes.

 

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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leit... Weiterlesen

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