Niereninsuffizienz bei Katzen: So kannst Du die Lebensqualität Deiner Samtpfote unterstützen.


Lächelnde, auf dem Boden sitzende Frau mit kurzen Haaren hält kleine getigerte Katze im Arm.

Du machst Dir Sorgen, weil Deine Samtpfote unter Nierenproblemen leidet? Damit bist Du nicht allein: Die chronische Niereninsuffizienz zählt zu den häufigsten Erkrankungen bei Katzen über dem 9. Lebensjahr. Durch unsere langjährige Erfahrung in der ganzheitlichen Tiermedizin haben wir erprobt, welche Ergänzungsfuttermittel und Nährstoffe die Lebensqualität Deiner Katze bei Nierenproblemen unterstützen können...


Das Wichtigste zu Niereninsuffizienz bei Katzen im Überblick
  • Die Nieren übernehmen viele lebenswichtige Aufgaben: Sie filtern das Blut und scheiden Stoffwechselendprodukte über den Urin aus. Außerdem regulieren sie den Blutdruck, die Blutbildung und den Flüssigkeitshaushalt.
  • Ist die Nierenfunktion der Katze dauerhaft eingeschränkt, spricht man von einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI). Eine akute Nierenschädigung entwickelt sich dagegen innerhalb kurzer Zeit.
  • Arbeiten die Nieren nicht mehr richtig, können sich Stoffwechselendprodukte und andere ausscheidungspflichtige Substanzen im Blut anreichern und den Körper zunehmend belasten.
  • Eine chronische Nierenerkrankung kann mit Störungen im Magen-Darm-System einhergehen. Dabei können sich Darm und Nieren gegenseitig beeinflussen.
  • Eine spezielle Nierendiät ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung: Sie enthält weniger Phosphor, hochwertiges Eiweiß in angepasster Menge und liefert ausreichend Energie. 
So gehst Du bei Niereninsuffizienz Deiner Katze vor
  • Lass bei Deiner Katze ab einem Alter von 7 Jahren regelmäßig einen tierärztlichen Gesundheits-Check zur Früherkennung von Nierenerkrankungen durchführen.
  • Achte bei Deiner Katze auf mögliche Anzeichen einer Niereninsuffizienz wie vermehrten Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust oder Appetitmangel und lass diese tierärztlich abklären.
  • Wurde bei Deiner Katze eine chronische Niereninsuffizienz festgestellt, besprich mit Deiner Tierarztpraxis, wie Du ihre Ernährung am besten anpasst.
  • Fördere die Flüssigkeitsaufnahme Deiner Katze, z. B. mit Feuchtfutter, mehreren Trinknäpfen oder einem Trinkbrunnen. 
    Unterstütze das Wohlbefinden Deiner Katze mit ausreichend Ruhe, einem warmen Liegeplatz und liebevoller Zuwendung. 


Schätzungen zufolge leiden rund 30 % der Katzen über 15 Jahren an chronischer Niereninsuffizienz, auch Chronische Nierenerkrankung (CNE) genannt. Das Tückische an dieser Erkrankung ist, dass sie lange ohne Komplikationen verläuft. Wenn die ersten Symptome auftreten, ist ein Großteil des Nierengewebes meist schon irreparabel geschädigt.Daher ist es besonders wichtig, dass eine chronische Niereninsuffizienz bei Deiner Katze frühzeitig erkannt und behandelt wird.

In diesem Ratgeber erklären wir Dir, wie Nierenprobleme bei Deiner Katze entstehen können und welche Möglichkeiten es gibt, um das Wohlbefinden Deiner Samtpfote zu unterstützen...

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei Niereninsuffizienz. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deiner Katze ist ein Besuch in der Tierarztpraxis unerlässlich!

Eine grau-braun getigerte Katze liegt auf der Seite auf einer weißen Decke und schaut mit erhobenem Kopf.
Chronische Niereninsuffizienz gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Katzen über 9 Jahren.

Welche Aufgaben erfüllen die Nieren im Körper?

Zu den wichtigsten Aufgaben der Nieren gehören die Filtration des Blutes und die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten über den Urin. Darüber hinaus halten die Nieren den körpereigenen Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht und produzieren Hormone, die den Blutdruck und die Bildung roter Blutkörperchen regulieren.

  • Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten: Die Nieren filtern kontinuierlich das Blut und scheiden Substanzen wie Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin über den Urin aus. 
  • Produktion wichtiger Hormone: Das Hormon Erythropoetin wird hauptsächlich in den Nieren gebildet und fördert die Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark. 
  • Regulierung des Blutdrucks: Spezialisierte Nierenzellen setzen bei Bedarf das Enzym Renin frei, das zur Stabilisierung von Blutdruck sowie Wasser- und Salzhaushalt beiträgt. 

    Infografik: Die Nieren der Katze im Überblick — Harnwegssystem, Niere ganz und im Anschnitt.
    Harnwegssystem, Niere (ganz) und Niere (im Anschnitt) im Vergleich

Welche Formen der Niereninsuffizienz gibt es bei Katzen?

Die Niereninsuffizienz der Katze tritt in zwei verschiedenen Formen auf — entweder akut oder chronisch.

Schäden an den Nierenkörperchen sind meist der Anfang.

Die Nieren Deiner Katze bestehen jeweils aus ca. 200.000 kleinen Funktionseinheiten, die das Blut filtrieren. Diese nennt man Nephrone. Jedes Nephron setzt sich zusammen aus einem Nierenkörperchen und den dazugehörigen Nierenkanälchen. Kommt es zu Schäden an den Nierenkörperchen, sterben die Nephrone ab. Die Nieren gleichen den Verlust aus, indem die noch intakten Nephrone ihre Leistung erhöhen. Durch diese Überlastung sterben weitere Nephrone ab, bis die Nieren ihre lebenswichtigen Funktionen nicht mehr ausreichend erfüllen können. In diesem Fall kommt es zu einer Niereninsuffizienz.

Warum ist eine Niereninsuffizienz gefährlich?

Bei einer Niereninsuffizienz handelt es sich um eine Unterfunktion der Nieren. Als Folge davon gelangen Substanzen, die normalerweise über den Urin ausgeschieden werden, in erhöhter Konzentration ins Blut. Dazu gehören stickstoffhaltige Stoffwechselendprodukte wie Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin und Elektrolyte wie Kalium, Natrium, Chlorid und Ammonium.

Eine Niereninsuffizienz ist lebensbedrohlich, weil die Funktion der Nieren stark verringert ist oder schlimmstenfalls völlig versagt. Es kommt zu einer Anreicherung von Giftstoffen im Körper, die dort weitere Schäden verursachen. Eine unbehandelte Niereninsuffizienz endet häufig tödlich.

Die Niereninsuffizienz tritt in zwei verschiedenen Formen auf – entweder akut oder chronisch.

Was ist eine akute Niereninsuffizienz bei Katzen?

Eine akute Niereninsuffizienz kommt im Vergleich zur chronischen Form deutlich seltener vor² — die Nierenfunktion verschlechtert sich dabei aber innerhalb kurzer Zeit deutlich. Auslöser können Infektionen, Giftstoffe, Verletzungen der Nieren (etwa bei einem Unfall) oder Harnsteine sein, die den Harnabfluss behindern.

Hinweis: Auch das häufige Auftreten von Struvitsteinen kann für die Nieren gefährlich werden. Gelangen diese in die Harnröhre, verstopft sie im schlimmsten Fall, sodass kein Urin mehr abgesetzt werden kann. Der Druck des in der Blase angestauten Urins wiederum kann das Nierengewebe schädigen.

Eine akute Niereninsuffizienz ist ein medizinischer Notfall!

Bei einer akuten Niereninsuffizienz sind die Filtration des Blutes stark eingeschränkt. Sie sollte schnellstmöglich tierärztlich behandelt werden, da bereits innerhalb weniger Stunden oder Tage bleibende Nierenschäden entstehen können. Unbehandelt erhöht sich das Risiko, dass sich daraus eine chronische Niereninsuffizienz entwickelt und die Erkrankung im Endstadium bis hin zum Koma und Tod der Katze fortschreiten kann.

Chronische Niereninsuffizienz (CNI) bei Katzen

Die chronische Niereninsuffizienz verläuft über einen längeren Zeitraum. Dabei stirbt das Nierengewebe (bzw. die Nephronen) schrittweise ab, sodass die Nieren irreversibel geschädigt werden. Das Tückische an der chronischen Niereninsuffizienz ist, dass diese in den ersten Monaten oder sogar Jahren komplett ohne Komplikationen verläuft. Zu diesem Zeitpunkt sind die Nephronen nämlich in der Lage, die Filtrationsrate zu steigern und so den Leistungsabfall durch das abgestorbene Gewebe zu kompensieren. Häufig machen sich Symptome erst dann bemerkbar, wenn etwa zwei Drittel des Nierengewebes bzw. der Nephrone abgestorben sind. Aus diesem Grund empfehlen wir Dir, mit Deiner Katze spätestens ab einem Alter von 7 Jahren jährlich einen Nieren-Check beim Tierarzt durchführen zu lassen.

Hier haben wir die wichtigsten Laborwerte zusammengefasst, auf die Dein Tierarzt achten sollte.


Wie macht sich eine chronische Niereninsuffizienz bei Katzen bemerkbar? 

Eine chronische Niereninsuffizienz kann sich bei Katzen unter anderem durch vermehrten Durst und Harnabsatz, Gewichtsverlust oder zunehmende Müdigkeit bemerkbar machen. Da die Erkrankung schleichend beginnt, werden die ersten Symptome in vielen Fällen nicht richtig erkannt oder für typische Alterserscheinungen gehalten.

Diese Symptome können auf eine chronische Niereninsuffizienz bei der Katze hinweisen (erste Anzeichen):

  • Vermehrter Durst und häufiger Harnabsatz
  • Gewichtsverlust 
  • Stumpfes und struppiges Fell 
  • Glanzlose, müde oder eingesunkene Augen 
  • Müdigkeit und sinkende Vitalität 
  • Mundgeruch und gerötetes Zahnfleisch

Im weiteren Verlauf können folgende Symptome dazukommen:

  • Appetitmangel/selektives Fressverhalten 
  • Übelkeit & Erbrechen 
  • Durchfall/wechselnde Kotkonsistenzen 
  • Häufige Erkältungen oder Harnwegsinfektionen 
  • Erhöhter Blutdruck 
  • Lethargisches, teilnahmsloses Verhalten 
Sollten Dir eins oder mehrere Symptome bei Deiner Katze auffallen, empfehlen wir Dir, diese umgehend beim Tierarzt überprüfen zu lassen, um eine chronische Nierenerkrankung auszuschließen.

In der DGT Academy findest Du unser kostenloses Webinar „Nierenprobleme bei Katzen – verstehen & richtig handeln“. Dort erfährst Du mehr über die Zusammenhänge bei Nierenerkrankungen und darüber, wie Du Veränderungen bei Deiner Katze frühzeitig einordnen kannst. Nierenprobleme Katzen
Eine grau getigerte Katze mit weißer Brust und weißer Pfote rennt über eine grüne Wiese mit Bäumen im Hintergrund.
Fit wie ein Turnschuh… oder nicht? Das Tückische an chronischer Niereninsuffizienz ist, dass sich oft über eine lange Zeit keine Symptome bemerkbar machen.

Wie können Nierenprobleme bei meiner Katze entstehen?

Nierenprobleme bei Katzen können verschiedene Ursachen haben. Das Risiko für eine chronische Nierenerkrankung steigt mit dem Alter. Daneben können zum Beispiel angeborene oder erbliche Nierenerkrankungen, Entzündungen und Infektionen, Bluthochdruck, Harnabflussstörungen oder bestimmte nierenschädigende Giftstoffe und Medikamente eine Rolle spielen.

Wie hängen Darm und Nieren zusammen?

Magen-Darm-Beschwerden können bei Katzen mit einer Nierenerkrankung auftreten und ihr Wohlbefinden zusätzlich beeinträchtigen. Fachleute erforschen mögliche Zusammenhänge zwischen dem Magen-Darm-Trakt und den Nieren unter dem Begriff Darm-Nieren-Achse³: Bestimmte Stoffwechselprodukte, die unter Beteiligung von Darmbakterien entstehen, werden normalerweise über die Nieren ausgeschieden. Bei einer chronischen Nierenerkrankung können sich einige dieser sogenannten urämischen Toxine im Blut anreichern, weil die Nieren sie nicht mehr ausreichend ausscheiden⁴. 

Das Mikrobiom — die Gemeinschaft der im Magen-Darm-Trakt lebenden Mikroorganismen — ist an diesem Zusammenspiel beteiligt: Bei Katzen mit chronischer Nierenerkrankung wurden Veränderungen des Darmmikrobioms beobachtet⁵. Ist zusätzlich die Darmbarriere gestört, können Bestandteile aus dem Darm leichter in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungsreaktionen begünstigen. Eine chronische Nierenerkrankung kann also mit Veränderungen im gesamten Magen-Darm-System einhergehen. 

„Infografik: Das Mikrobiom beeinflusst den Stoffwechsel der Katze — Zusammenhang zwischen Darmflora, Blut und Niere.“
„Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, kann dies Erkrankungen wie die chronische Niereninsuffizienz begünstigen.“
Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, welchen Einfluss die Ernährung auf die Verdauung Deiner Katze haben kann, dann klick Dich in diesen Ratgeber. Einfluss der Ernährung auf die Verdauung

Wie lange kann eine nierenkranke Katze leben?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten — es hängt vor allem vom Stadium bei der Diagnose und vom Ansprechen auf die Behandlung ab. Katzen, bei denen die Erkrankung früh erkannt wird, können oft noch viele Monate bis Jahre eine gute Lebensqualität haben, während im fortgeschrittenen Stadium die Prognose deutlich vorsichtiger ist (siehe Stadieneinteilung weiter unten). Genau deshalb lohnt sich die frühzeitige Untersuchung.

Wie diagnostiziert man Niereninsuffizienz bei Katzen?

Weil eine chronische Niereninsuffizienz im Frühstadium meist keine Komplikationen verursacht, kann sie oft nur anhand der Nierenwerte im Blut erkannt werden — vor allem des Biomarkers SDMA sowie der harnpflichtigen Substanzen Kreatinin und Harnstoff. Ergänzend sind eine Urinuntersuchung, eine Blutdruckmessung sowie die Beurteilung des Phosphatwertes im Blut wichtige Bestandteile der Diagnostik.

Eine chronische Nierenerkrankung entwickelt sich meist schleichend und kann im Laufe der Zeit weitere Körperfunktionen beeinträchtigen — etwa die Blutbildung, den Knochenstoffwechsel, die Blutgerinnung und den Vitamin- und Mineralstoffhaushalt. Eine frühzeitige Diagnose hilft, mögliche Folgeerkrankungen rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Hier haben wir wichtige Laborwerte bei Verdacht auf eine chronische Niereninsuffizienz zusammengefasst. 
Eine Frau mit braunem Haar hält eine weiße Kurzhaarkatze auf dem Arm. Ihnen gegenüber steht ein lächelnder Tierarzt.
Ob Deine Katze nierenkrank ist, kann durch einen Blutcheck beim Tierarzt festgestellt werden.

Tipp: In unserem Online-Shop erhältst Du ein Test-Set für die Vitalblutanalyse. Nachdem Du eine Blutprobe an die Tierarztpraxis von Thomas Backhaus geschickt hast, wird diese genau analysiert. Auf Basis der Analyse erstellt Dir Tierarzt Thomas Backhaus ein Therapie- und Ernährungskonzept, das auf die Bedürfnisse Deiner Katze abgestimmt ist.


Kann man Niereninsuffizienz bei Katzen behandeln?

Eine chronische Niereninsuffizienz ist nicht heilbar. Im Mittelpunkt der Behandlung stehen deshalb die Verlangsamung des Krankheitsverlaufs, die Linderung von Beschwerden und eine möglichst gute Lebensqualität für Deine Katze.

 Eine wichtige Rolle spielt dabei eine spezielle Nierendiät. Sie enthält weniger Phosphor sowie hochwertiges Eiweiß in angepasster Menge und liefert ausreichend Energie. So können die Nieren entlastet und ein ungewollter Gewichtsverlust möglichst lange hinausgezögert werden. Genauso wichtig ist es, dass Deine Katze ausreichend Flüssigkeit aufnimmt.

Je nach Krankheitsstadium und möglichen Begleiterkrankungen können außerdem Medikamente erforderlich sein. Sie werden beispielsweise eingesetzt, um Bluthochdruck, einen erhöhten Eiweißverlust über den Urin, Übelkeit oder Erbrechen sowie erhöhte Phosphatwerte im Blut zu behandeln. Reicht die Flüssigkeitsaufnahme nicht aus oder verschlechtert sich der Allgemeinzustand, kann auch eine Flüssigkeitstherapie, zum Beispiel in Form von Infusionen, sinnvoll sein.

Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab, wie weit die chronische Nierenerkrankung fortgeschritten ist. Die International Renal Interest Society (IRIS) teilt die Erkrankung anhand verschiedener Nierenwerte in vier Stadien ein. Zusätzlich werden der Blutdruck und Eiweiß im Urin berücksichtigt. An dieser Einteilung orientieren sich die Empfehlungen für die weitere Behandlung und Kontrolle.

Wichtig: Durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt stellst Du sicher, dass es Deiner Katze trotz chronischer Niereninsuffizienz noch lange gut geht.


Welche Ernährung ist zur Unterstützung empfehlenswert?

Entscheidend für eine wirkungsvolle und nachhaltige Nierendiät ist, dass diese dem Körper möglichst viele Nährstoffe liefert und gleichzeitig wenig schädliche Substanzen enthält, um die kranken Nieren nicht zusätzlich zu belasten. Wegen des gestörten Elektrolythaushalts ist es außerdem wichtig, dass die Nierendiät natrium-, kalium-, magnesium- und phosphatarm ist.

5-E™ Fütterungsempfehlungen für Katzen mit Niereninsuffizienz.

Das Ziel dieser Fütterungsstrategie ist es, das Verdauungssystem Deiner Katze zu unterstützen. Die empfohlenen Futtersorten und Ergänzungsfuttermittel liefern dem Körper möglichst viele Nährstoffe und enthalten gleichzeitig keine schädlichen Substanzen, um die kranken Nieren nicht zusätzlich zu belasten. Um den gestörten Elektrolythaushalt zu unterstützen, sind sie außerdem natrium-, kalium-, magnesium- und phosphatarm.

  • Speziell für Katzen mit Niereninsuffizienz haben wir unser Diätfutter CATLICIOUS GOURMET NEPHRO entwickelt. Es enthält nur einen geringen Anteil an Proteinen, Phosphor und Natrium. Somit kann es den Stoffwechsel von Abbauprodukten
    entlasten und einer übermäßigen Harnsäurebildung sowie der Entstehung von Harnsteinen entgegenwirken. Der erhöhte Anteil an Omega-3-Fettsäuren unterstützt den Körper, Entzündungen zu reduzieren und die verbleibende Leistung der Nieren zu erhalten. Die enthaltenen Karotten dienen als Futter für die guten Darmbakterien.
    Tipp: Um die Stärkung der Darmflora und die Versorgung mit natürlichen Ballaststoffen zu unterstützen, kannst Du Akazienfaser Pulver unter das Diätfutter mischen.
  • Zusätzlich kannst Du Deiner Katze in kleinen Mengen unser extrudiertes Trockenfutter SCHLEMM CAT füttern. Es versorgt sie mit einem geringen Anteil an Ballaststoffen und unterstützt die Funktion von Darm, Magen und Milz.
  • Als begleitende Unterstützung zum Diätfutter kannst Du Deiner Katze eine spezielle Nieren-Kur verabreichen. Die Ergänzungsfuttermittel kannst Du ganz einfach unter das Futter mischen:
    Nephro Support unterstützt die natürliche Funktion der Nieren und kann die Blase stärken.
    Darm Probiotic Cat fördert eine harmonische Darmflora und kann dabei helfen, Giftstoffe im Darm zu binden, sodass diese im Körper keinen Schaden anrichten.

Stell Deiner Katze immer ausreichend Trinkwasser zur Verfügung.

Durch eine chronische Niereninsuffizienz sind die Nieren meist nicht mehr in der Lage, den Urin zu konzentrieren und scheiden große Mengen Wasser aus. Eine erkrankte Katze sollte deshalb viel trinken, um zu verhindern, dass sie innerlich austrocknet.Um Deine Samtpfote spielerisch zum Trinken zu animieren, kannst Du ihr beispielsweise einen Trinkbrunnen besorgen. Tipp: Wenn es Deine Katze mag, kannst Du Nephro Support auch jeden Morgen frisch in ihren Trinkbrunnen oder in ihr Trinkwasser füllen.

Darf meine nierenkranke Katze Leckerlis bekommen?

Auch wenn Deine Samtpfote unter einer chronischen Nierenerkrankung leidet, muss sie nicht auf eine leckere Belohnung verzichten. Du kannst einen Teil ihrer täglichen Futterration zurückbehalten und ihr als Leckerli geben.

Noch Fragen? Unsere Ernährungsberater helfen Dir weiter.

Wenn Deine Katze krank ist, möchtest Du natürlich alles dafür tun, damit es ihr bald wieder besser geht. Wir sind für Dich da und beraten Dich gerne, welche Futterprodukte am besten zu den individuellen Bedürfnissen Deiner Samtpfote passen.

Hinweis: Dieser Ratgeber enthält Empfehlungen für unterstützende Maßnahmen bei Niereninsuffizienz. Zur genauen Abklärung der Diagnose und Therapie Deiner Katze ist ein Besuch beim Tierarzt unerlässlich!


Quellen

1 Sparkes, A.; Caney, S.; Chalhoub, S. (2016). ISFM consensus guidelines on the diagnosis and management of feline chronic kidney disease Journal of Feline Medicine and Surgery 2 Gerber, B. (2022). Akute Nierenschädigung bei der Katze Tiermedizin Thieme 3 Summers, S.; Quimby, J. (2024). Insights into the gut-kidney axis and implications for chronic kidney disease management in cats and dogs Veterinarian Journal 4 Summers, S.; Quimby, J.; Gagne, J. (2019). The fecal microbiome and serum concentrations of indoxyl sulfate and p-cresyl sulfate in cats with chronic kidney disease 5 Lutz, H.; Kohn, B.; Forterre, F. (2019). Krankheiten der Katze Thieme 6 Neiger, R. (2024). Differenzialdiagnosen Innere Medizin bei Hund und Katze – Vom Leitsymptom zur Diagnose Thieme 7 Wolff, H.; Rakow, B. (2024). Unsere Katze - gesund durch Homöopathie – Heilfibel eines Tierarztes Thieme 8 Eul-Matern, C. (2024). Akupunktur bei Krankheiten von Hund und Katze – Westliche Indikation - chinesische Diagnostik und Therapie Thieme 9 Bolbecher, G. (2020). Ganzheitliche Ernährung für Hund und Katze – individuell – typgerecht – natürlich Thieme


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