Mein Hund hat Kopfzittern! Das hilft Deinem Hund bei Head Bobbing.

Weit geöffnete Augen und plötzliches, unkontrolliertes Kopfzittern: Wenn das Head Bobbing-Syndrom zum ersten Mal bei Deinem Liebling auftritt, bist Du wahrscheinlich erschrocken und besorgt. Das ist nur allzu verständlich. Wer denkt nicht an einen epileptischen Anfall, wenn der Kopf seines Hundes ganz ohne Vorwarnung zu zittern oder zu schütteln beginnt? Mach Dir keine Sorgen: Das Head Bobbing-Syndrom ist in der Regel gut behandelbar...

Das Wichtigste im Überblick

  • Beim Head Bobbing-Syndrom beginnt der Hund plötzlich mit dem Kopf zu zittern oder zu zucken.
  • Am häufigsten betroffen sind die Hunderassen Boxer, Bulldogge und Dobermann.
  • Bis heute konnte keine genaue Ursache für das Head Bobbing-Syndrom gefunden werden.
  • Unsere Erfahrung zeigt, dass Magen-Darm-Störungen Head Bobbing zur Folge haben können.
  • Für eine nachhaltige Behandlung ist daher eine darmgesunde Hundeernährung empfehlenswert.
 
 

Ist es Dir auch schon passiert, dass Dein Hund plötzlich begonnen hat, unkontrolliert mit dem Kopf zu wackeln? Hinter dem unerwarteten Kopfzittern, das wie ein epileptischer Anfall anmutet, steckt das sogenannte Head Bobbing-Syndrom. In diesem Ratgeber erfährst Du, was es genau damit auf sich hat und was Du unternehmen kannst, um Deinen Hund ein Leben ohne lästiges Kopfzittern zu ermöglichen.


Head Bobbing-Syndrom – was ist das überhaupt?

Der medizinische Begriff für das anfallsartige Kopfzittern lautet episodischer Kopftremor. Man unterscheidet zwischen vertikalem (Ja-Ja-Tremor) und horizontalem (Nein-Nein- Tremor) Head Bobbing: Beim Ja-Ja-Tremor bewegt sich der Kopf schnell von oben nach unten, beim Nein-Nein-Tremor von links nach rechts. Die unkontrollierten Kopfbewegungen werden durch Krämpfe in der Nackenmuskulatur verursacht und treten in der Regel nur auf, wenn sich der Hund in einem entspannten Zustand befindet.

Das Head Bobbing-Syndrom kann in jedem Hundealter auftreten. Es wurde bisher hauptsächlich beim Boxer, Dobermann und der Bulldogge beobachtet. Bei anderen Hunderassen sind nur vereinzelten Fälle bekannt.


Woran erkenne ich Head Bobbing bei meinem Hund?

Zu den typischen Symptomen gehören weit geöffnete Augen und plötzliches, unkontrolliertes Kopfzittern – ganz ähnlich wie bei einer Parkinson-Erkrankung. Im Vergleich zu Parkinson bleibt der restliche Körper beim Head Bobbing jedoch ruhig.

Wenn Dein Liebling zum ersten Mal Symptome zeigt, vermutest Du dahinter vielleicht einen epileptischen Anfall. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu solchen Anfällen ist aber, dass sich das Head Bobbing relativ leicht unterbrechen lässt. Das heißt, wenn Du Deinen Hund durch direktes Ansprechen oder eine Spielaufforderung ablenkst, verschwindet das Kopfzittern so schnell wie es gekommen ist.

 

Ist Head Bobbing beim Hund gefährlich?

Auch wenn ein plötzlicher Kopfzittern-Anfall meist etwas unheimlich wirkt, handelt es sich um ein erstmal ungefährliches Syndrom, dass die Lebensqualität Deines Hundes nicht direkt einschränkt. In der Regel verhält sich Dein Liebling nach einem Anfall so, als wäre nichts passiert. Wenn Head Bobbing-Symptome vermehrt bei Deinem Hund auftreten, empfehlen wir Dir aber auf jeden Fall einen Besuch beim Tierarzt: Es ist nicht abwegig, dass dahinter Ursachen wie Entzündungen, neurologische Erkrankungen oder Tumore stecken können. Diese Ursachen sollten geklärt werden.

 

 

Beim normalen Kopfschütteln wackelt schon mal der restliche Körper mit. Beim Head Bobbing dagegen bleibt er vollkommen ruhig.

 

Bisher konnten die genauen Ursachen nicht geklärt werden.

Genauso rätselhaft wie die Symptome sind auch die Auslöser für den episodischen Kopftremor. Die Wissenschaft vermutet, dass Head Bobbing durch genetische Vererbung, neurologische Erkrankungen, Entzündungen oder auch Hirntumore ausgelöst werden kann. Einige Hundehalter berichten zudem, dass die Symptome nach der Gabe von Cortison aufgetreten und nach Absetzung des Medikaments wieder verschwunden sind. Soviel lässt sich aber sagen: Bisherige Untersuchungen scheinen zu bestätigen, dass ein schlechter Gesundheitszustand, Erkrankungen oder auch Operationen und Narkosen das Risiko für Head Bobbing beim Hund begünstigen.

 

Oft spielt auch das Magen-Darm-System eine entscheidende Rolle.

Unsere langjährige tierärztliche Erfahrung zeigt, dass Head Bobbing die Folge von Aufgasungen im Magen sein kann. Besteht im Verdauungssystem Deines Hundes eine Dysbakterie durch eine geschädigte Darmflora, können giftige Gase den Magen aufblähen, wodurch es zu Sauerstoffarmut und Verklumpungen im Blut kommt. Diese wiederum können schmerzhafte Genickschwellungen oder das Head Bobbing-Syndrom zur Folge haben.

 

 

Auf dem linken Röntgenbild ist zu erkennen, wie Gase aus dem Magen in die Rückenfaszie eines Hundes eindringen. Weil sie dort nicht abfließen können, dringen sie bis in den Bereich der ersten beiden Halswirbel vor (rechtes Röntgenbild). Dort blockieren sie die Sauerstoffversorgung des Gehirns, wodurch Head Bobbing-Symptome entstehen können.

 

Um effektiv gegen das anfallsartige Kopfzittern vorzugehen, ist es also nicht verkehrt, das Magen-Darm-System Deines Hundes zu sanieren und zu stärken.

 

Tipp: Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, welchen Einfluss der Magen auf die Gesundheit Deines Hundes hat, dann klick Dich in diesen Ratgeber.

 

Wie wird Head Bobbing beim Hund diagnostiziert?

Es ist nur allzu verständlich, dass Du Dir um Deinen Hund Sorgen machst, wenn er plötzlich Head Bobbing-Symptome zeigt. In diesem Fall bringt Dir ein Besuch beim Tierarzt Gewissheit und das gute Gefühl, bei einer möglichen Erkrankung rechtzeitig zu reagieren. Um festzustellen, ob Dein Hund vom episodischen Kopftremor betroffen ist, wird der Tierarzt zunächst versuchen, andere neurologische Erkrankungen auszuschließen.

 

Eine genaue Diagnose ist am besten durch das Blut möglich.

Bei einer Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop gewinnt der Tierarzt zahlreiche Informationen über die aktuellen Vorgänge im Blut (z. B. Sauerstoffarmut oder Verklumpungen) und über die Funktionalität der Blutkörperchen. Er erkennt die Regulationsfähigkeit des Körpers, aber auch Belastungen und potenzielle Gefahren. Auf diesem Weg kann der Tierarzt die systematischen Hintergründe des Head Bobbing- Syndroms erkennen und ein individuelles Behandlungskonzept für Deinen Hund erstellen.

 

 

Mithilfe der Vitalblutanalyse unter dem Dunkelfeldmikroskop untersucht Tierarzt Thomas Backhaus die systematischen Hintergründe des anfallsartigen Kopfzittern.

 

Tipp: In unserem Online-Shop erhältst Du ein komplettes Test-Set für die Vitalblutanalyse. Nachdem Du eine Blutprobe an unsere 5-E Tierarztpraxis geschickt hast, wird diese genau analysiert. Auf Basis der Analyse erstellt Dir Tierarzt Thomas Backhaus einen Therapie- und Ernährungsplan, der genau auf die Bedürfnisse Deines Hundes zugeschnitten ist.

 

Behandlung: Was hilft bei Head Bobbing?

Durch schonende Therapieverfahren wie spezielle Infusionen oder die Lasertherapie lässt sich der episodische Kopftremor gut behandeln.

Auch Du kannst einiges dafür tun, um Deinen Liebling zu einem Leben ohne lästiges Kopfzittern zu verhelfen: Weil Head Bobbing durch Krämpfe in der Nackenmuskulatur entsteht, hilft eine Massage der versteiften Nackenpartie dabei, überschüssige Energie abzuleiten. Ganz nebenbei sind Massagen für die meisten Hunde eine wahre Wohltat.

 

Das Gesunde Tier Ernährungs- und Vitalstoffstrategie für Hunde mit Head Bobbing-Syndrom.

Unsere tierärztliche Erfahrung zeigt, dass der episodische Kopftremor oft mit Störungen im Magen-Darm-System zusammenhängt. Für eine nachhaltige Behandlung ist es daher empfehlenswert, das Verdauungssystem zu sanieren und die Darmflora in ein harmonisches Gleichgewicht zu bringen. Das erreichst Du durch eine darmgesunde Ernährung in Kombination mit einer speziellen Magenkur und natürlichen Vitalstoffen von Das Gesunde Tier.

Um eine harmonische Verbindung zwischen Magen und Genick (hier entstehen Krämpfe, die Head Bobbing-Symptome auslösen) herzustellen, empfehlen wir:

  • Füttere Deinem Hund einmal täglich unser extrudiertes Schonkostfutter INTESTO. Nach einigen Tagen mischst Du schrittweise unser schonend kaltgepresstes Futter HYPO hinzu, bis Du eine 50/50-Mischung aus beiden Sorten erreicht hast.
  • Weil Dein Hund morgens am besten verdauen kann, ist es wichtig, ihn vor 13 Uhr zu füttern. Gleichzeitig verringerst Du so das Risiko einer Aufgasung im Magen.
  • Wenn möglich, lass Deinen Hund vorher 1-2 Tage fasten. Das schafft die Grundlage für eine ausreichende Magensaft-Produktion und somit eine optimale Verdauung.
  • Ergänzend verabreichst Du Deinem Hund eine spezielle Magenkur mit Kräuterhefe-Granulat für eine harmonische Darmflora, Milz Support für eine gesunde Durchblutung und Humi Algo, um das Magen-Qui mit neuer Energie zu versorgen und Gase im Magen zu binden.

Zusätzlich kannst Du Deinem Hund folgende Vitalstoffe verabreichen:

  • Chronic Dog Tabletten fördern den Anstieg nützlicher Bakterien im Darm und unterstützen somit eine stabile und harmonische Darmflora.
  • OpeCe Tabletten mit hochwirksamen Antioxidantien helfen das Blut zu reinigen und schützen Zellen und Gewebe vor freien Radikalen.
  • B-Komplex Tab Dog mit wichtigen B-Vitaminen fördert die Bildung roter Blutkörperchen, unterstützt ein stabiles Herz-Kreislauf-System und stärkt die Funktion von Gehirn und Nerven.
 

Noch Fragen? Unsere Ernährungsberater helfen Dir weiter.

Wenn Dein Hund gesundheitliche Probleme hat, möchtest Du natürlich alles richtig machen, um ihm zu helfen. Wir sind für Dich da und beraten Dich gerne, welche Futterprodukte und Vitalstoffe am besten zu den Bedürfnissen Deines Lieblings passen.

 

Hier kannst Du Dich persönlich beraten lassen

 

 

Wir bleiben entspannt! Durch eine gesunde Verdauung und harmonische Darmflora bleiben viele Hunde von Head Bobbing verschont.

 

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Über Tierarzt Thomas Backhaus

Tierarzt Thomas Backhaus ist Spezialist für ganzheitliche Tiermedizin mit Schwerpunkt auf Mitochondrialer Medizin. 1996 gründete er die Tierärztliche Praxis zur Römischen Villa in Longuich. Heute leit... Weiterlesen

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