Herkunft und Geschichte der Deutschen Dogge
- Die Deutsche Dogge entstand im 19. Jahrhundert in Deutschland aus verschiedenen großen Jagd- und Bullenbeißerhunden. Ihre Vorfahren wurden zur Jagd auf wehrhaftes Wild wie Wildschweine eingesetzt und später zunehmend als Wach- und Begleithunde geschätzt.
- Im Jahr 1888 wurde der Deutsche Doggen-Club gegründet, der bis heute den Rassestandard betreut. Ziel der Zucht war ein kraftvoller, eleganter und gleichzeitig ausgeglichener Hund mit sicherem Wesen.
- Heute gehört die Deutsche Dogge zu den bekanntesten Riesenrassen weltweit. Trotz ihrer beeindruckenden Größe wird sie überwiegend als Familien- und Begleithund gehalten. Ein ausgeglichenes Temperament, gute Nerven und ein freundliches Wesen gelten als wichtige Merkmale der Rasse.
Welchen Charakter hat eine Deutsche Dogge?
- Die Deutsche Dogge beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihr ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Viele Vertreter der Rasse gelten als freundlich, geduldig und ausgesprochen menschenbezogen. Sie bauen meist eine enge Bindung zu ihrer Familie auf und suchen den regelmäßigen Kontakt zu ihren Bezugspersonen.
- Trotz ihres sanften Charakters verfügt die Deutsche Dogge über ein selbstbewusstes Auftreten. Sie beobachtet ihre Umgebung aufmerksam und reagiert in der Regel besonnen statt impulsiv. Als ehemaliger Wach- und Schutzhund besitzt sie einen natürlichen Schutzinstinkt, ohne grundsätzlich aggressiv zu sein.
- Ihre Erziehung sollte früh beginnen. Aufgrund ihrer enormen Körperkraft sind klare Regeln und eine konsequente, freundliche Führung besonders wichtig. Die Deutsche Dogge lernt gerne, reagiert jedoch sensibel auf einen rauen Umgangston. Positive Bestärkung und eine gute Sozialisation fördern ein sicheres Verhalten im Alltag.
Experteneinschätzung: „Bei der Deutschen Dogge sind eine frühe Erziehung, kontrollierte Bewegung und eine enge Bindung zur Familie wichtige Grundlagen für ein entspanntes Zusammenleben."
Körpermerkmale der Deutschen Dogge
- Die Deutsche Dogge zählt zu den größten Hunderassen der Welt. Ihr Körper wirkt kraftvoll, elegant und harmonisch proportioniert. Typisch sind die langen Läufe, der tiefe Brustkorb sowie der kräftige, aber nicht schwere Knochenbau.
- Der Kopf ist lang und ausdrucksstark mit deutlich ausgeprägtem Stop. Die Augen sind mittelgroß und möglichst dunkel. Die Ohren liegen natürlich an den Wangen an.
- Das kurze, glatte Fell liegt eng am Körper und ist pflegeleicht. Anerkannte Farben sind Gelb, Gestromt, Schwarz, Blau sowie Gefleckt (Harlekin). Jede Farbvariante besitzt eigene rassetypische Merkmale.
- Trotz ihrer Größe soll sich die Deutsche Dogge leichtfüßig und raumgreifend bewegen. Ein harmonischer Bewegungsablauf gilt als wichtiger Bestandteil des Rassestandards.
Welche Krankheiten können bei der Deutschen Dogge auftreten?
Die Deutsche Dogge gehört zu den größten Hunderassen der Welt. Durch ihre Größe und ihr schnelles Wachstum werden einige rassetypische Veranlagungen beschrieben. Nicht jeder Hund entwickelt diese Erkrankungen.
Zu den wichtigsten gesundheitlichen Themen zählen:
- Magendrehung (Magendilatation-Volvulus)
- Hüftgelenksdysplasie (HD)
- Ellenbogenerkrankungen
- Herzerkrankungen, insbesondere die dilatative Kardiomyopathie
- Arthrose und andere Gelenkprobleme
- Wobbler-Syndrom (Erkrankung der Halswirbelsäule)
Besonders wichtig sind eine kontrollierte Aufzucht, ein gesundes Körpergewicht und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen. Auffälligkeiten wie Lahmheiten, Leistungsschwäche, Atemprobleme oder eine plötzlich aufgeblähte Bauchregion sollten immer zeitnah tierärztlich abgeklärt werden.
Magen / Darm
Die Deutsche Dogge gehört zu den Hunderassen mit einem besonders hohen Risiko für eine Magendrehung. Dabei können sich Magen und Milz verdrehen, wodurch die Blutversorgung beeinträchtigt wird. Es handelt sich um einen akuten tiermedizinischen Notfall.
Ein stark aufgeblähter Bauch, erfolgloses Würgen, Unruhe oder ein plötzlich schlechter Allgemeinzustand sollten sofort tierärztlich abgeklärt werden. Große Mahlzeiten sowie intensive Bewegung unmittelbar vor oder nach dem Fressen gelten als mögliche Risikofaktoren.
Herz
Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
DCM beschreibt die Abnahme der Fähigkeit des Herzmuskels, Blut zu pumpen.
- Die daraus resultierende Minderdurchblutung kann teilweise durch andere Organe kompensiert werden und der Blutdruck steigt wieder an. Allerdings wird das Herz der Deutschen Dogge dadurch mehr Blut ausgesetzt. Meistens kann es damit nicht umgehen. Das Ergebnis ist eine Blutstauung und ein erweitertes Herz.
- Auch wenn Herzprobleme bei der Deutschen Dogge ebenfalls von Zucht und Genetik abhängen, kann man seine Dogge unterstützen: In der traditionell chinesischen Medizin sagt man: „Das Herz steht im Zentrum der Dynamik zwischen den Magen-, Milz-, Leber- und Nieren- Qi´s“. Dies bedeutet, dass das Herz sehr von der allgemeinen Gesundheit der restlichen Organe beeinflusst werden kann und dass sich eine gesunde Haltung, genügend Bewegung und ein darmgesundes Ernährungskonzept positiv auf die Herzgesundheit auswirken kann.
- Du kannst Deine Deutsche Dogge zusätzlich mit passenden Vitalstoffen unterstützen. So hat sich zum Beispiel die Aminosäure L-Carnitin oder die Pflanze Weißdorn in der natürlichen Unterstützung des Herzens positiv bewährt.
Analdrüse / Drüsen
Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
In der Schilddrüse werden unter Mitwirkung von Jod Hormone gebildet (T3, Trijodthyronin und T4, Thyroxin), die den Grundumsatz und die Aktivität des Organismus erhöhen:
Gelenke / Bewegungsapparat
Hüftgelenksdysplasie
Das genetische Risiko für Hüftdysplasie bei Deutschen Doggen manifestiert sich als Dysfunktion der Hüftpfanne und des Hüftkopfes, welche Schmerzen verursachen kann. Diese zum Teil erblich bedingte Erkrankung wird durch weitere Faktoren wie zu wenig Bewegung, Darmfloraschäden, Haltung und auch Fütterung beeinflusst.
In der traditionell chinesischen Medizin sagt man „Blasen- und Gallenblasenmeridian steuern das Hüftgelenk.“
Welche Ernährung braucht eine Deutsche Dogge?
Die Ernährung der Deutschen Dogge sollte ihrem Alter, ihrer Größe und ihrem Aktivitätsniveau angepasst werden.
Welpen und Junghunde sollten gleichmäßig wachsen. Eine übermäßige Energiezufuhr kann ein sehr schnelles Wachstum begünstigen und den Bewegungsapparat dadurch zusätzlich belasten. Deshalb sollte die Futtermenge regelmäßig an Entwicklung und Körperkondition angepasst werden. Bei besonders großen Rassen, wie die Deutsche Dogge kann neben einem gesunden Welpenfutter eine gezielte Unterstützung des Bewegungsapparates sinnvoll sein. Dazu kann die tägliche Ration durch Gelenk Support ergänzt werden.
Übergewicht erhöht die Belastung für Gelenke, Herz und Bänder. Leckerlis sollten deshalb nur maßvoll gefüttert und in die tägliche Futterration eingerechnet werden.
Ein möglichst gleichmäßiger Fütterungsrhythmus wird häufig besser vertragen als häufige Futterwechsel. Viele erwachsene Deutsche Doggen profitieren von zwei gut aufgeteilten Mahlzeiten täglich. Nach dem Fressen sollten intensive Bewegung und wildes Toben vermieden werden. Zudem sollte die letzte Fütterung nicht zu spät am Tag erfolgen. Mit diesen Fütterungsregeln kannst du das allgemeine Wohlbefinden und vorallem den Magen-Darm-Trakt deines Hundes optimal unterstützen.
Um das allgemeine Wohlbefinden und die Magen-Darm-Gesundheit zu fördern, empfehlen wir kaltgepresstes Hundefutter. Sorten Wie COSMO oder HYPO sind besonders für sensible Hunde gut geeignet.
Eine hochwertige, gut verträgliche Ernährung und ein gesundes Körpergewicht unterstützen den allgemeinen Stoffwechsel und den Bewegungsapparat. Solltest Du bei der Wahl einer passenden Ernährung professionelle Unterstützung benötigen, bieten die Online-Beratungen von DGT MEDICAL eine gute Möglichkeit.
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Welche Pflege und Vorsorge braucht eine Deutsche Dogge?
Das kurze Fell der Deutschen Dogge ist unkompliziert zu pflegen. Regelmäßiges Bürsten entfernt lose Haare und unterstützt die Hautgesundheit, besonders während des Fellwechsels.
Zur allgemeinen Pflege gehören außerdem:
- Zähne regelmäßig kontrollieren und pflegen.
- Ohren sauber und trocken halten.
- Krallen regelmäßig überprüfen.
- Pfoten insbesondere nach längeren Spaziergängen kontrollieren.
Aufgrund ihrer Größe spielt die Gesundheitsvorsorge eine besondere Rolle. Ein gesundes Körpergewicht entlastet Gelenke, Herz und Bänder. Bereits im Wachstum sollten übermäßige Belastungen und lange Laufstrecken vermieden werden.
Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen helfen dabei, Herz, Bewegungsapparat und allgemeinen Gesundheitszustand langfristig zu überwachen.
Warum braucht eine Deutsche Dogge besonders viel Körperbewusstsein?
- Die Deutsche Dogge gehört zu den größten Hunderassen überhaupt. Viele junge Hunde wachsen innerhalb kurzer Zeit enorm und müssen erst lernen, ihren großen Körper sicher zu koordinieren. Im Alltag kann das bedeuten, dass sie ihre Kraft oder Größe zunächst noch nicht richtig einschätzen.
- Eine ruhige Erziehung, kontrollierte Bewegung und ausreichend Zeit für die körperliche Entwicklung helfen dabei, ein gutes Körpergefühl aufzubauen. Statt häufiger Sprünge oder rasanter Richtungswechsel profitieren viele Doggen von gleichmäßiger Bewegung und bewusstem Training.
- Auch im Erwachsenenalter sollte berücksichtigt werden, dass selbst kleine Gewichtszunahmen oder ungewohnte Belastungen Gelenke und Bänder stärker beanspruchen können als bei kleineren Hunderassen.
Geeignete Produkte für die Deutsche Dogge
Welchem Element ist die Deutsche Dogge zugeordnet?
Die Deutsche Dogge wird dem Element Erde zugeordnet. Ihre ruhige Ausstrahlung, körperliche Kraft und ausgeprägte Gelassenheit spiegeln viele Eigenschaften dieses Elements wider. Trotz ihrer imposanten Erscheinung begegnet sie ihrer Umgebung häufig besonnen und kontrolliert.
Das Element Erde steht sinnbildlich für Stabilität, Sicherheit und Verlässlichkeit. Diese Eigenschaften zeigen sich bei der Deutschen Dogge besonders in ihrer engen Bindung an die Familie und ihrem ruhigen Wesen. Gleichzeitig benötigt sie regelmäßige Bewegung und einen strukturierten Alltag, damit Muskulatur und Bewegungsapparat gesund belastet werden.
Eine ausgewogene Ernährung, angemessene Aktivität und ausreichend Ruhephasen tragen dazu bei, dass die Deutsche Dogge ihre körperliche Belastbarkeit langfristig erhalten kann.