Deutsche Dogge

Steckbrief

Schulterhöhe Rüden 80 bis 90 cm  Hündin 72 bis 84 cm.

Gewicht je nach Standard - keine Angaben

Alternative Namen:

Ulmer Dogge, Englische Dogge, Dänische Dogge, Hatzrüde, Saupacker, Große Dogge


Woher

Der Apoll unter den Hunderassen - so nennen ihre Freunde die edle Deutsche Dogge. Ihre Vorfahren gehörten zu den starken Hunden, mit denen die Jagdherren wehrhaftes Wild wie Wildschweine, Bären, Hirsche jagten. Die großen, kräftigen Hunde stellten das Wild, bis die Jäger heran kamen und es mit Spießen und "Saufänger", einem Messer, erlegen konnten. Die Hunde waren die Lebensversicherung der Jäger, denn es wäre viel zu gefährlich einem in die Enge getriebenen Tier so nahe zu kommen. Jeder Jagd wurden Hunde geopfert, so dass man zunächst Bauernhunde rekrutierte, die nichts kosteten. Doch als die Jagd immer mehr zum Sport des Adels wurde züchtete man an den Höfen Saupacker und Bärenbeißer. Legendären Ruf genossen die britischen Mastiffs, die schon im Mittelalter für viel Geld aus England importiert wurden. Sie waren keine schwerfälligen Hunde, sondern ein Schuss Greyhoundblut vereinte in ihnen Mut, Kraft und Wendigkeit. Mit solch einem teuren und besonderen Hund schmückte man sich lieber als ihn den Hauern der Keiler oder Klauen der Bären zu opfern und man begann selbst Hunde für diesen Zweck zu züchten. Die mutigen Hunde genossen hohes Ansehen an den Adelshöfen und entwickelten sich schließlich zu treuen Begleitern, die den Personenschutz ihrer Herren übernahmen. Die "Kammerhunde" wurden speziell dafür ausgebildet, bei Nacht frei im Schlafgemach jederzeit bereit zu sein, in einer Zeit, in der Mord das rasche Mittel der Wahl im Machtgerangel des Adels war. Andererseits durften sie im täglichen Leben keine gefährlichen Bestien sein. Und natürlich musste so ein Hund auch schön sein! Edel, beeindruckend. Wer sieht da nicht vor seinem geistigen Auge eine Dogge an der Seite des Fürsten?


Quelle: youtube.com


Charakter

Die Vorfahren der Deutschen Dogge waren seit Jahrhunderten Begleiter und Beschützer. Da ein solch' großer Hund stets unter Kontrolle zu sein hatte, dürfte er nie unnötig scharf und eine Gefahr für die Menschen des eigenen Umfelds darstellen. Vielmehr nahm alleine seine Präsenz evtl. Übeltätern den Wind aus den Segeln, und der Hund hatte das nötige Gespür für echte Gefahr, in der er stets zur Verteidigung bereit war.

Die Deutsche Dogge ist ein sehr territorialer Hund mit ausgeprägtem Sinn für Eigentum, das sie zu beschützen bereit ist. Wie bei allen stark territorial veranlagten Hunden fühlen sie sich außerhalb ihres Reviers eher unsicher, aber überall dort, wo sie das Gelände "eingemeindet" haben, durchaus bereit Eindringlinge zu vertreiben.

Die Dogge ist ein Spätentwickler und verändert sich zum Ende der Pubertät. Hat bis dahin der Hund mit jedem fremden Hund gerne gespielt, will er das nun nicht mehr. Wurde er bis dahin nicht konsequent erzogen, zeigt er nun, wer der Herr im Hause ist. Dabei muss er nicht die Zähne einsetzen, seine schiere Kraft und Größe genügen, um sich durchzusetzen.

Dabei ist die Dogge ein sehr feinfühliger Hund, der, hat er seine Rolle in der Familie gefunden, mit leisen Worten lenkbar ist.
 


Geeignet für

Für Menschen mit natürlicher Autorität, die schon die junge Dogge mit liebevoller Konsequenz erziehen. Kenntnis in Hundeverhalten ist dabei erforderlich. Körperliche Fitness im Umgang mit einem so großen und in der Jugend temperamentvollen Hundes ist ebenfalls nötig.


Anspruch an die Familie

Die Dogge braucht Platz. Sie muss sich frei in der Wohnung und auf einem geräumigen, sicher eingezäunten Grundstück bewegen können. Doggen brauchen Bewegung und sollten früh an möglichst viele fremde Eindrücke herangeführt werden.alles bestens


Variationen

Deutsche Dogge gestromt
Deutsche Dogge gelb
Deutsche Dogge blau
Deutsche Dogge Harlekin

Fotos von Eva Maria Krämer


Farben

Gelb, gestromt, gefleckt, schwarz und blau.
Deutsch Drahthaar
Deutscher Boxer