“Aktion: auch kleine Hunde wollen gesund fressen”

Die kleinen Hunde sind so etwas wie „heilige Kühe“. An die Gesundheit und artgerechte Ernährung traut sich niemand so richtig heran;
den Grund dafür kann ich nur spekulieren, beziehungsweise aus meinen Beobachtungen ableiten: Natürliche Erwägungen haben beim Püppchen- Klischee nichts zu suchen, niemand will sich den Vorwurf gefallen lassen, er würde den kleinen Hund Anforderungen unterziehen, die ihn (über-) anstrengen könnten.

Dazu eine reizvolle Frage: Glaubt jemand, ein Chihuahua z. B. wäre anders gebaut als ein Wolf und würde anderen organischen Kriterien unterliegen als einem Collie ?
Eben nicht, die Gene für Struktur und Funktion der Darmflora, der Muskulatur von Magen und Darm, des Zahnfleisches, der Zähne .. etc. sind relativ zu denen des Wildhundes um nicht mehr als maximal 2 % verändert.

Auch ein kleiner Hund will laufen, festes Gewebe haben, über ein starkes Immunsystem verfügen;
letztendlich will er sich auch beim Kauen anstrengen dürfen (das ist wichtig für die Zahn- Gesundheit ebenso wie für den Speichel- und Galle- Fluss), er will auch nicht durch Lockstoffe zum übermäßigen Fressen verführt werden, insbesondere stellt er genau die gleichen Ansprüche an die Vitalität und Qualität des angebotenen Futters wie ein großer Hund.

Ich breche also hiermit eine Lanze auch für die kleinsten und kleinen unserer Hunde; habt mehr Vertrauen in ihre Natürlichkeit und Stärke, demütigt sie bitte nicht durch krankmachende Futterpampe, sondern respektiert ihre Forderungen nach natürlichen Kriterien in der energetischen Ernährung, Pflege und Haltung.

Ein Malteser, Yorki oder Chihuahua strengt sich beim Kauen genau so gerne an wie ein Schäferhund, er frisst ebenso gerne vital erhaltene Nahrung, er freut sich über pflanzliche Pflegemittel und macht im gleichen Masse Agility und … wie ein Border- Collie oder Australian Shepherd.

Herzlichst ..

Tierarzt Thomas Backhaus

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